Firefox - einfach menschlich

10.11.2004 | Firefox | 5 Kommentare | Print

Alle sind wir Menschen und haben unsere Fehler. Von der Arbeit andere erwarten wir Fehlerfreiheit. Auch von unseren Browsern.

Wer erfolgreicher werden will,
muss die Anzahl seiner Fehler verdoppeln.
Unbekannt

Wir lieben ihn - und wollen sein Freund sein. Er hat das Potenzial, ein ganz Großer zu werden. Wenn er denn erst als Standard bei allen Nutzern Einzug gehalten und den Marktführer verdrängt hat. So haben Euphorie, Wünsche und Träume die Veröffentlichung der Firefox Version 1.0 begleitet. Gleich eine deutsche Version zu haben, dass war die Wucht in Tüten.

Schneller Download - schnelle Installation - schneller Start - schnelle Ernüchterung. Auch die Version 1.0 hat - ganz verständlich - Ihre Ecken und Kanten. Nobody ist perfect.

  • Firefox 1.0 kann nicht problemlos über ein alte Version installiert werden. Dafür muss erst die alte Version deinstalliert und ggf. die Erweiterungen später wieder installiert werden.

Ich frage Euch:
Deinstalliert Ihr jedes Programm, bevor Ihr ein neues Programm installiert?
Fragt Euch Euer Programm, ob Ihr das alte Programm Löschen möchtet oder einfach parallel weiter betreiben wollt?

  • Firefox 1.0 arbeitet nicht problemlos mit allen Erweiterungen zusammen. Abhängig von der Art der Installation und dem System werden bestimmte Erweiterungen einfach deaktiviert. Erst nach deren Aktualisierung werden diese wieder funktionieren. Selbst trickreiches Kopieren von Teilen der Konfiguration (Plugins, Profil) führt keinesfalls immer zum Erfolg und bedarf zudem einigem Insiderwissen.

Ganz ehrlich:
Hat das der Normal-User wirklich?

Firefox ist auch nur ein Mensch.

  • Der Mensch muss wachsen und reifen.
    Wenn der Kopf wächst, dann müssen das auch die Gliedmaßen tun. Schön wäre es natürlich, wenn der zunächst größere Kopf auch mit den dann noch kleineren anderen Körperteilen arbeiten würde. So gäbe er Ihnen die Chance, ebenso zu wachsen und zu reifen.
  • Der Mensch kann Entwicklungsstufen nicht überspringen.
    Er kann sich noch so viel Mühe geben größer zu wirken. Er kann hüpfen und springen. Aber sein großer Bruder ist so groß, weil er einfach mehr Fehler machen konnte und daran gewachsen und gereift ist.
  • Der Mensch brauch das Feedback anderer.
    Er kann dreimal der Auffassung sein, dass er alles anders machen muss als alle anderen Menschen. Wenn er mit Menschen gut klarkommen will, wird er wohl die Sprache der anderen sprechen müssen. Und er muss sich Mühe geben, diese in Ihren handlungen und Gewohnheiten zu verstehen.

Um einige Erfahrungen und Einsichten reicher fällt mir mit einem Tag Abstand wieder mein alter und neuer Grundsatz ein:

Never change a running system!

Das trifft wohl auch für Browser zu. Wie konnte ich das nur vergessen.
Arbeite also weiter mit dem kleinen Bruder 0.93. Warte bis der Große in die Schule kommt. Denn ich liebe Firefox. :))

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