Domain-Go Hosting - Name ist Programm
18.11.2004 | Site intern | 6 Kommentare | Print

Umzug statt Bloggen
Einige haben sicher auch auf die Fortsetzung der Artikel-Serie gewartet. Eigentlich wollte ich ja auch bloggen. Nach dem Design meines Weblog-Templates wollte ich mich auf das Schreiben konzentrieren. Ende letzter Woche vertieften sich meine Sorgenfalten wegen meines Hosting zusehends.
Bei dem Gedanken an ein treffendes Bild kam mir spontan die Postkarte von Ticky Küstenmacher in Erinnerung. Treffender kann das Motiv nicht sein, oder?
Pferd scheintot - ich steige ab
Meine Geduld ist am Ende. Ich nehme Domain-Go wörtlich. Meine Domain geht. Bisher war ich im Allgemeinen mit den Rahmenbedingungen bei meinem Provider Domain-Go recht zufrieden. Es gab zwar schon mal ein paar Macken. Der Kompromiss war preiswert, aber immer noch tragfähig.
Seit Eröffnung meines Weblogs macht mir die Server-Auslastung jedoch echt zu schaffen. Nicht der Traffic, sondern vielmehr die Script-Laufzeit-Beschränkungen werden bei immer mehr Usern zum echten Nadelöhr. Zu nicht generierten Seiten, fortwährenden Fehlern kam schließlich der Super-Gau:
- Beim Update eines Artikels war plötzlich die Hälfte der bereits veröffentlichten Information spurlos aus der MySQL-Datenbank verschwunden.
Soll ich jetzt auch noch minütlich ein Backup fahren?
Ein Zustand, der kein solides Arbeiten mehr möglich macht!
Sicher beherrscht Movable Type seit der Version 3.1 die dynamische Seitengenerierung. Auch kann man das eine oder andere Problem geschickt durch PHP bzw. include-Anweisungen abblocken bzw. herausschieben. Angesichts der immer weiter fortschreitenden Verschlechterung konnte ich mich zu diesen Veränderungen allerdings nicht durchringen. Manchmal ist es einfach besser abzusteigen, wenn der Gaul tot ist.
Domain-Go-Hosting: Ende mit Schrecken
»Lieber ein Ende mit Schrecken,
als ein Schrecken ohne Ende.«
Meine Hilfe-Ersuchen an Domain-Go wurde nach über einer geschlagenen Woche und mehreren Telefonaten schlicht mit dem Hinweis beantwortet, dass es sich um ein Pauschal-Tarif handeln würde und ich bitte aus diesem Grund Verständnis aufbringen möge.
- Was heißt das im Klartext: »Domain oder Go«.
Bereits vor ca. einem halben Jahr hatte Domain-Go, der kleine Bruder von Domain-Factory, seinen Preis nach scharfer Kalkulation fast halbiert und im gleichen Zug die Service-Zeiten fast vervierfacht. Eine Entwicklung bei der Kunde zweifelsohne der Leidtragende des Preis-Dumpings ist, denn als ich mich für den Tarif entschieden hatte, waren die Rahmenbedingungen noch völlig andere.
Einfach persönlich im Regen gestanden
Ich bin mir bewusst, dass die technischen Anforderungen von Movable Type über denen von z.B. Wordpress liegen. Perl wird nicht in allen Tarifen angeboten. Auch die Serverbelastung durch MT scheint ein kritisches Moment zu sein.
- Doch wozu habe ich MySQL, Perl und PHP, wenn ich es in einem Hosting-Tarif dann letztlich nicht richtig einsetzen kann?
Beim Buchen des Tarifes wird kein Kunde auf irgendwelche konkreten Script-Beschränkungen hingewiesen.
Wäre das nicht das Mindeste?
Mein Fazit:
Der Faktor Mensch spielt offensichtlich bei Domain-Go kaum eine Rolle. Die Kommunikation ist entsprechend. Man brauch keinen Kunden zu halten. Offensichtlich rechnet Domain-Go (nach wie vor) mit dem ernormen Beharrungsvermögen der meisten Menschen. Die tägliche Praxis mag ihnen dabei Beleg sein. Der dreifach so teuer Tarif beim großen Bruder Domain-Factory ist keine echte Alternative, zumal es andere preislich akzeptable Angebote gibt.
So bleibt also nur eines - die Abstimmung mit dem Bauch. Bis bald also. :)
Domain Go.