Pop-up-Fenster im Weblog sind out
04.01.2005 | Usability | 1 Kommentare | Print
Ein neues Messverfahren belegt eindrucksvoll - nur noch 51 Prozent aller Pop-up-Fenster von Webseiten erscheinen im Browser-Fenster der User. Alle übrigen fallen den Pop-up-Blockern zum Opfer.
Golem berichtet über Messungen des Adserver-Betreiber Adtech, der die Buchungsvorgänge für Pop-up-Werbung im Dezember aktuell analysiert hat. Über ein spezielles Verfahren berücksichtigte nur Zähl-Impulse, die von einem geöffneten Pop-up-Fenster ausgingen.
Die Hälfte aller User ist so genervt von Pop-ups,
dass die sie nicht mehr sehen wollen.
Dirk Freytag, Adtech-COO
Was für werbende Webseiten zutrifft, macht vor Weblogs nicht halt. Auch in den Standard-Templates der Weblogs befinden sich vieler Ortens noch Pop-up-Fenster. Ganz oder gar nicht, heißt oft die Devise der Browser-Optionen. Nicht selten blocken Browser die Pop-up-Fenster ohne Ausnahme komplett. Den einmal eingeschliffenen Nutzergewohnheiten dürften dann auch mehr und mehr Pop-up-Fenster in Weblogs zu Opfer fallen. Weniger Besucher aufgrund fehlender Funktionalität und schlechter Usability wären die unvermeidbare Folge.
Unabhängig mag sich jeder seine Meinung über Pop-up-Fenster machen. Die einen lieben sie wegen der Bedienung und Übersichtlichkeit. Anderen Lesern waren die aufpopenden Fenster immer schon ein Dorn im Auge. In Anbetracht der Ergbenisse bleiben aber wohl nur zwei Wahlmöglichkeiten:
- Pop-up-Fenster ganz zu meiden oder
- Pop-up-Fenster wohldosiert einsetzen und mit möglichen Konsequenzen leben
und die Erkenntnis: Poppen im Web ist unangebracht...
Webseiten nach dem Standard XHTML 1.0 Transitional kennen das target-Attribut ja noch. Ab dem Standard XHTML 1.0 Strict steht die Option, Webseiten in einem neuen Fenster zu öffnen, dann nicht mehr zur Verfügung. Freunde von standardkonformen Webseiten fällt die Trennnung und Umgewöhnung sicherlich leichter.
Fast jedes zweite Pop-up wird geblockt. Schade nur, dass zum wiederholten Mal eine Technologie aus dem Feld geräumt wird, weil sie durch massiven Einsatz zur Plage geworden ist. Da drängen sich doch gleich eine Reihe weiterer Parallelen auf.