Weblog-Impuls #1: 16 Erkenntnisse eines kreativen Bloggers
14.01.2005 | Blogging Tipps, Persönlich | 26 Kommentare | Print
Bevorzugt freitags lest Ihr »einfach persönlich« Tipps oder Denkanstöße zum persönlichen Selbstmanagement für Blogger. Wer Erfolg haben will, muss die Anzahl seiner Fehler verdoppeln. Kleine Änderungen an entscheidender Stelle bewirken mehr, als wir manchmal zu glauben wagen! Gern lese ich Eure Ideen, Anmerkungen und Feedback dazu als Kommentar oder E-Mail.
»Jeder Blogger ist auch nur ein Mensch!«
JP
16 Erkenntnisse eines kreativen Bloggers

1. Entscheide Dich kreativ zu bloggen
Der erste Schritt fällt meist am schwersten. Am Beginn jedes Weblogs steht ein Entschluss, der doppelte Bedeutung hat. Einmal bist Du Dir damit im Klaren, dass Du selbst kreativ sein kannst. Gar zu viele Menschen versuchen Dir das womöglich auszureden. Zum anderen wirst Du Wege und Mittel suchen und finden, auch wirklich kreativ werden zu können. Deine Gedanken fokussieren sich auf das Weblog, dem Du Dich verschrieben hast. Dann kannst Du einfach anfangen.
2. Mache Kreativität zu einer Gewohnheit
Mach es Dir zu einer Gewohnheit, für eine Aufgabe stets so viele Lösungen wie möglich zu finden. Egal ob Du einige davon später wieder verwirfst oder nicht. Jede einzelne zählt. Querdenken will gelernt sein. Viel zu schnell neigen wir dazu in eingefahrenen Bahnen und Wegen zu denken. Schau ab und an (trotz aller lokalen Betriebsblindheit) über den Tellerrand. Stell öfter bisherige Dinge in Frage. Unbequeme Fragen gibt es nicht. Wage Dich auch mal auf neue Gebiete vor. Viele Lösungsansätze aus anderen Bereichen lassen sich gewinnbringend übertragen. Je öfter Du kreativ denkst, um so schneller wird daraus eine feste Gewohnheit.
3. Schreibe all Deine Ideen grundsätzlich auf
Ideen gehen ebenso wie sie uns in den Sinn kommen. Unser Gehirn ist zustandsgebunden. Wenn wir an andere Dinge denken, sind unsere kreativen Gedanken verflogen. Bevor es zu spät ist! Notiere alle Ideen, Gedankenblitze, Schlagzeilen, Themen oder Fragen, die Dir in Zusammenhang mit Deinem Weblog in den Sinn kommen. Entscheide Dich nach Belieben für: einen Notizblock, ein Zettel, ein Diktiergerät, bunte Post-its, ein Tagebuch, etc.
4. Geh kalkulierte Risiken ein
Wenn Du einen Beitrag schreibst, muss es nicht auf Anhieb der große Wurf werden. Schreibe zunächst eine Rohfassung. Diese kannst Du überarbeiten und korrigieren. Perfektion weckt Aggression. Poste den Beitrag auch, wenn er nicht unbedingt 100% perfekt ist. Mit Kommentaren und Anmerkungen wird er nicht nur runder und vollständiger. Er wird durch die Anmerkungen anderer auch eine gern besuchte Seite.
5. Freu Dich über Deine Ideen
Jeder Mensch ist kreativ. Jeder Mensch auf seine ganz besondere Art und Weise. Freue Dich über Deine Ideen, so verrückt andere sie im ersten Moment auch halten mögen. Verrate Deine Ideen nicht zu früh. Es wird genügend Neider und Bedenkensträger geben, die Dir Deine Ideen wieder ausreden wollen. Lass Dir die gute Laune deswegen nicht verderben. Querdenker sind anderen meist um einige Schritte voraus.
6. Sei authentisch
Sei wie Du bist, natürlich und schreibe, wie Du denkst. Die Zutaten, die Du dazu brauchst, wirst Du Dir bewusst auswählen. Die Leser werden schnell Deine unverwechselbare persönliche Handschrift erkennen und auch schätzen lernen.
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten. Wer authentisch lebt, überzeugt andere einfach durch seine persönliche Art.
7. Folge kreativen Eingebungen
Kreativ bist Du in aller Regel nicht auf Befehl. Spüre gelassen in Dich hinein, wenn der Moment gekommen ist. Und wenn Dir danach ist, setz Dich hin und nutze die kreativen Momente ganz gezielt. Du wirst merken, dass in solchen Momenten der Gedankenfluss viel größer ist, als Du zunächst annimmst. Es fällt Dir leichter, Deine kreativen Eingebungen aufzuschreiben.
8. Füttere Deinen Geist
Auch Kreativität braucht Nahrung. Füttere Deinen Geist und biete ihm reichlich Nahrung an. Gib ihm zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken und nicht zuletzt Gelegenheit zu begreifen. Die Nahrung, die für Deinen kreativen Geist am besten ist, nimm öfter und gezielter zu Dir. Wenn Dir das zu Beginn schwer fällt, dann achte einmal gezielt auf die Wahrnehmung Deiner Sinne.
9. Nimm mit all Deinen Sinnen wahr
Unsere Sinne sind ein wesentlicher Schlüssel zu unserer Kreativität. Jeder Mensch geht mit seinen fünf wichtigsten Sinnen unterschiedlich intensiv um. Je nach Situation werden bestimmte Sinne von jedem Menschen bevorzugt eingesetzt:
- Sehen (visuell)
- Hören (auditiv)
- Fühlen & Begreifen (kinästhetisch)
- Schmecken (gustatorisch)
- Riechen (olfaktorisch)
Nimm Dir bei Gelegenheit einmal die Zeit und achte ganz gezielt auf die Facetten Deiner Wahrnehmung. Was kannst Du alles sehen, hören, fühlen, riechen oder schmecken?
10. Schöpfe aus Deiner Leidenschaft
Es muss in Dir brennen, was Du in anderen entzünden willst, sagte schon Augustinus. Auf das Schreiben eines Weblogs trifft dies in gleichem Maße zu. Schreibe insbesondere über Dinge, die Dich persönlich betreffen, für die Du Dich begeistern kannst. Du wirst bald spüren, wie der Funke auf andere überspringt und ein reger Meinungsaustausch entsteht.
11. Jeden Tag einen Schritt hin zum Traum-Ziel
Wer etwas erreichen will, muss in erster Linie eine Vorstellung, ein Gefühl haben oder eine Aussage dazu treffen, was das Ziel seiner Bemühungen sein soll. Dann kann er seine Taten auch daran ausrichten. Es ist nicht so wichtig wie viel man jeden Tag für sein Ziel tut. Wichtiger scheint mir, dass man jeden Tag etwas für sein Traum-Ziel unternimmt. Man muss in Handeln kommen dabei auch seine Ausdauer trainieren.
12. Schaffe Dir einen kreativen Ort
Witzig, aber wahr. Wir sind aus Erfahrung nicht an jedem beliebigen Ort gleich kreativ. Achte darauf, wann und unter welchen Rahmenbedingungen Dir die besten Ideen kommen. Was machst Du dabei und an welchen Orten bist Du besonders kreativ? Haben wir einmal erkannt, wo unser kreativer Ort ist und was wir dazu benötigen, können wir uns auch gezielt in ein die Kreativität förderndes Umfeld begeben. Probiere es einfach persönlich aus.
13. Umgib Dich mit kreativen Quellen
Jeder wir durch eine andere Umgebung kreativ stimuliert. Der eine braucht dazu Papier und Bleistift, ein anderer seinen Mac. Ein Dritter geht spazieren, duscht, joggt oder genießt seine Lieblingslektüre. Wichtig dabei ist wohl einzig, dass Ihr Euch dabei richtig gut und wohl fühlt. Und wenn das in der Badewanne sein sollte, dann werdet Ihr sicher einen Weg finden, Eure kreativen Gedanken und Ideen geeignet festzuhalten, oder?
14. Suche Dir kreative Freunde
Eins plus eins ist größer als drei. Die Gemeinschaft von Menschen ist immer mehr als die einfache Summe ihrer Teile. Kreative Freunde bieten Dir Hilfe und Unterstützung. Andere Menschen bereichern unser, manchmal recht einseitiges, Denken durch völlig neuartige Ideen und Gedanken. Nutze die Synergie-Effekte der Zusammenarbeit. Jeder Beteiligte kommt auf diese Weise schneller an sein Ziel. Suche und stifte Synergie zum gegenseitigen Vorteil.
15. Lerne aus Deinen Fehlern
Wir lernen unentwegt, tagein, tagaus. Insbesondere dann, wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind. Wer erfolgreicher werden will, muss die Anzahl seiner Fehler verdoppeln. Nicht ist hingegen schlimmer, als den gleichen Fehler zweimal zu machen. Sei offen für sachliche Kritik. Nimm jeden Hinweis als ein Chance, es das nächste Mal noch besser machen zu können. Freue Dich über jeden Lerngewinn, der Dich wieder ein gutes Stück voranbringt.
16. Gib niemals auf
Kein Meister ist von Himmel gefallen. Nicht jeder Neu-Blogger ist ein Greenhorn. Frisch ans Werk. Es ist nicht schlimm, wenn man stolpert und hinfällt. Viel schlechter ist es, wenn man nicht wieder aufsteht. Stolpersteine und Unebenheiten auf dem Weg sind nur ein Zeichen, dass auf diese Weise nicht so recht vorangehen will. Gut ist es, wenn man offen für andere Lösungen bleibt. Einen Plan-B zu haben, hat oft schon entscheidend weiter geholfen.
einfach-persönlich - meine Inspiration & Quelle
Gedanken von Harold R. McAlindon und meine Weblog-Studien der letzten 18 Monate sowie offene Sinne beim Bloggen in den letzten Monaten haben mich zu diesen 16 Erkenntnissen eines kreativen Bloggers inspiriert. Ich hoffe, dass Sie für Euch ein wenig Anregung, Inspiration und Hilfe beim Bloggen sind.
Denk einmal nach:
Wann hattest Du zuletzt eine gute Idee
... und hast sie umgesetzt?
JP
Ich wünsche mir viele interessante Kommentare, Ergänzungen zur gegenseitigen Bereicherung. Gern lese ich Eure Erfahrungen und freue mich über jede Weiterempfehlung, die Ihr an andere Menschen weitergebt.
Herzlichst grüßend
Euer
Jörg Petermann - »Der Mensch macht´s!« Potenziale entdecken - Talente entfalten Der Mensch mit dem Gespür für Potenziale & Talente