Good bye, Norton Internet Security (2005)!

23.05.2005 | Persönlich | 7 Kommentare | Print

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Diese teure Lektion PC-Bildung durfte ich dieser Tage erneut lernen. Auf das der Beitrag Nachdenken oder Erkenntnis-Gewinn für Euch im Kamp gegen Viren, Trojaner und Spyware ist.

Wenn man sich einen Bodyguard zulegt, wiegt man sich ein wenig in Sicherheit. In gewisser Weise verlässt man sich darauf, dass dieser alles für die Abwehr aktueller Bedrohungen unternimmt. Umso erschreckender ist das jähe Erwachen bei einem echten Angriff. Merkt man da doch plötzlich, dass der Profi an seiner Seite eigentlich nur das Standard-Programm drauf hat. Voll krass wird es dann, wenn die Agentur zugeben muss, dass sie nur das Standard-Programm bedienen kann. Für die Abwehr der aktuellsten Bedrohung dieses Jahres muss man sich dann eine zweite Firma anheuern.

Abzocke oder Dummfang?

In den letzten Jahren sind die meisten PC-Anwender sehr gut geschult auf verseuchte E-Mail-Anhänge, blocken Ihren PC mit Firewalls und Antiviren-Tools. Umso raffinierter und subtiler werden die Methoden der Angreifer. Immer besser tarnen sich die Tools als Betriebssystem-Komponenten. Danke der vielen Löcher im IE 6.01 & Co. ist das Installieren und Nachladen von Programmkomponenten, erst Recht im Zeitalter von DSL, kein Problem. Insbesondere nicht, wenn Antiviren-Tools sich in Sicherheit wiegen und an der Produktentwicklung sparen. Nur eben jeden Jahr eine neue Lizenz verlangen und etwas Kosmetik betreiben.

Antiviren-Tool + Firewall + Spyware-Tool

Bis vor kurzem reichten noch zwei Tools, um sich zu schützen. Heute ist insbesondere ein gutes Anti-Adware- bzw. Anti-Spyware-Tool absolute Grundausstattung. Kein PC-Anwender sollte darauf verzichten und es vor allem regelmäßig einsetzen. Ebenso scheint das Windows XP SP2 ein Muss zu sein. Zu gravierend sind die Sicherheitsmängel, die auch ein gutes Virentool nicht unbedingt ausgleichen kann.

Wenn Euer Bodyguard „Norton Internet Security 2005“ heißt, dann könnt Ihr ihn in aller Ruhe nach Hause schicken. Besser, Ihr angagiert eine andere Sicherheitsfirma oder einfach zusätzlich einen Agenten, der sich mit aggressiver Spionage besser auskennt.
Aus aktuellem Anlass habe ich mein grenzenloses Vertrauen verloren.

Drum prüfe, wer sich wieder bindet,
ob es nicht jemand besser findet.

Gedanken-Experiment

Nun gut, werdet Ihr sagen, kein Problem.
Habt Ihr tatsächlich so gut vorgesorgt und alles abgesichert?

Hand aufs Herz!
Irren ist Menschlich!

Was wäre wenn, …

  • keine Datensicherung vorhanden,
  • keine Zeit für komplette Datensicherung,
  • das Backup-Laufwerk nicht mehr im Zugriff
  • die Backup-Daten nicht mehr fehlerfrei lesbar
  • ...

wären?
Was wäre der schlimmste möglich denkbare Fall, der bei Euch eintreten könnte?

Und nun die alles entscheidende Frage:
Seid Ihr Optimist, Pessimist oder strategischer Pessimist?

Was insbesondere den Letzteren, sehr häufig anzutreffenden Menschentyp auszeichnet, beschreibe ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

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Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: Good bye, Norton Internet Security (2005)!

Kommentare

2 | Jeena Paradies schreibt am 24.05.2005, 04:36:

Ein altes Vorurteil das mit dem Programmierer, Jörg. Ich bin sicherlich auch kein wirklicher Programmierer und wenn ich mir Distributionen wie Ubuntu angucke kann ich es nicht wirklich nachvollziehen, außer sie müssen Photoshop Flash & Co. benutzen. Dann allerdings würde ich auf jeden Fall zum Mac greifen.

3 | ds schreibt am 24.05.2005, 05:57:

Jeena, ich missioniere auch nicht, sondern teile Begeisterung :-)

Jörg, schön zu sehen, dass dein Umdenkprozess läuft. Falls du Fragen hast, schicke ruhig eine Mail. Bezüglich Preisen schaust du am besten direkt hier: www.mackauf.de. Ich würde übrigens einen 20" iMac nehmen, wenn ich gerade 1800 EUR über hätte ;-)

5 | Jeena Paradies schreibt am 24.05.2005, 08:59:

Also ich fahre mit meinem Linux eigentlich ganz gut, hatte noch überhaupt keine solchen Probleme wie du sie beschreibst - im gegensatz zu meiner Frau, die WinXP nutzt.

6 | ds schreibt am 24.05.2005, 09:03:

Oh, bei der Gelegenheit möchte ich auf den Tellerrand verweisen, der nie näher als jetzt war: für den Betrieb eines Macs benötigt man weder Virenscanner (was ist das?), Firewall (warum auch?) noch Spyware-Tool (*gähn*). Alle Vorurteile im Sinne von "Kann ich mit dem Mac denn auch ... machen?" sind unbegründet: natürlich kann man das. Pro und Contra sind also eindeutig verteilt - jetzt gilt es nur noch, aufzuwachen :-)

Viele Grüße!
_Dirk

P.S.: Aktuell eine Diskussion im SELFHTML-Forum zu diesem Thema. Wer also Lust hat, schaue hier und ff.

7 | Jeena Paradies schreibt am 24.05.2005, 12:52:

Ich dachte ihr Sektenmitglieder müsst gar nicht missionieren ?

Trackback-URL: http://www.einfach-persoenlich.de/m33/etb.cgi/193

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