Movable Type Gedanken - einfach persönlich
11.10.2005 | Movabletype | 7 Kommentare | Print
Der vierte Geburtstag von Movable Type und die bevorstehende neue Version sind gute Gründe für einige persönliche Gedanken zu Movable Type: Wie kam ich zu MT? Was war für mich interessant? Warum mag ich Movable Type?
Meine ersten eigenen Versuche mit dem Bloggen und Weblog-Systemen machte ich an einem Nucleus-Weblog einer frühen Version. Eine eigene Installation hatte mich immer schon wesentlich mehr begeistert. Suchmaschinenfreundliche URLs waren damals weitgehend noch ein Fremdwort. Und die fancy-URLs von Nucleus waren auch heutiger Sicht alles andere als benutzerfreundlich.
Movable Type hat mich zu Anfang wegen seiner Installations-Prozedur abgeschreckt. Zu tiefgründig musste man sich mit den Details beschäftigen. Eine MT-Installation war damals wirklich eher etwas für technisch versierte Fans. Auch kam die erste Installation erst nach einiger Mühe und erheblichem Aufwand zum Laufen. Meine damalig fehlende Erfahrung mit Perl gegenüber kam erschwerend hinzu.
Aufbruchstimmung steckt an
Es war eine Zeit, in der aus meiner Sicht wesentlich mehr Aufbruchsstimmung zu spüren war, als das heute vielfach der Fall ist. Blogs aufzusetzen und zu betreiben war lange nicht so selbstverständlich, wie das heute möglich ist. Eine Vielzahl weblog-technisch Interessierter rund um den Erdball hat damals die Gelegenheit ergriffen, selbst mit einem Weblog Erfahrungen zu sammeln.
Entsprechend vielfältig und rege waren die Postings, die fast täglich über neue Erfahrungen mit der Installation, der Konfiguration und diversen Hacks und Plugins berichteten. Dank den Weblog-Technologien verbreiteten sich die Erfahrungsberichte wie ein Lauffeuer in rasendem Tempo. Wer Newsletter als modern und schnell ansah, wurde bald eines besseren belehrt.
Weblog - Vergleiche, Umstiege & Kompromisse
Movable Type war damals aber bereits nur ein System unter vielen. Persönliche Vorlieben sowie diverse unterschiedliche Weblog-Erfahrungen haben nicht nur ihre Autoren geprägt. Heftig und durchaus umstritten waren und sind bis heute die verschiedenen Weblog-Systeme. So gibt es entsprechend viele Beiträge zu Weblog-Vergleichen. Ebenso vielfältig sorgten Berichte über den Umstieg auf neue Weblog-Systeme für Aufmerksamkeit und Turbulenzen.
Parallel zu meinen eigenen praktischen Weblog-Erfahrungen wurde die Version MT 3.0 veröffentlicht. Diverse nahmhafte und bekannte MT-Blogger wandten sich durch die Änderung des Lizensierungsmodells von Movable Type ab und stiegen auf andere Weblog-Systeme um.
Nur wenige können sich wahrscheinlich heute daran erinnern, dass einmal folgende Weblogs powered by Movable Type waren:
Ausdauer wird belohnt
Turbulent und heiß diskutiert war die Zukunft von MT lange Zeit für MT-Anwender nicht so klar absehbar. Auch wenn mich die damaligen Ereignisse nicht wenig beunruhigt haben. Ich bin Movable Type treu geblieben. Spätestens seit meiner Mitgliedschaft im ProNet und dem Erscheinen der Versionen MT 3.1x und MT 3.2 steht für mich aber fest:
- Movable Type ist und bleibt das Weblog-System meiner Wahl.
Eine solche persönliche Entscheidung ist und bleibt auch in Zukunft immer ein persönlicher Kompromiss. Aus meiner praktischen Blogger-Erfahrung weiß ich mit Bestimmtheit: zu viele Faktoren beeinflussen die persönliche Wahl eines Weblog-Systems. Alle Funktionen kann kein System bieten. Nachteile und Vorteile stehen sich immer gegenüber.
Wo Licht scheint, fällt logischerweise auch immer Schatten.
JP
Viel gefragt - einfach beantwortet
Erst kürzlich wurde ich hier im Weblog wieder gefragt, was aus meiner Sicht für Movable Type spricht. Eine wirklich gute Frage. Ein Kommentar ist nicht der Platz, diese Frage einigermaßen aussagekräftig zu beantworten.
Deshalb könnt Ihr nun hier (bald) lesen: