Wordpress Theme »A Blog Apart« goes Blogging
08.11.2005 | Blogging, Blogging Tipps, WP Wordpress, Webdesign | 8 Kommentare | Print

Get the Theme - A Blog Apart - The Download. So steht es auf den Seiten vom Law-Blog. Nach dem ersten Eindruck und einem eingehenden Vergleich mit dem Original mache ich interessante Erkenntnisse.
Wer spontan (wie ich) das Law-Blog findet, ist gleich doppelt überrascht und mehrfach irritiert. Zum einen kommt er sich vor, als hat er sich auf die Seiten von A List Apart verirrt. Zum zweiten wird er ob der Namensverwechslung wahrscheinlich ins Grübeln kommen? Wer ist nun bitte das Law-Blog? Kannte ich nicht bisher das Lawblog?
Offensichtlich gibt es für die Rechtsanwälte nicht mehr so viele Domain- und Blog-Namen. Jedenfalls muss ich bei dieser offensichtlichen Domain-Verwechslungsgefahr, über die wir ja in etwas anderem Zusammenhang gerade vor kurzem geschrieben hatten, doch etwas zweifeln. Jedem Besitzer einer normalen Website würde ich wahrscheinlich von dieser Namenswahl abgeraten haben. Schon reichlich Verwirrung, die nicht gerade die Meinungsbildung erleichtert.
Ähnlichkeit oder Kopie?
Das Layout A Blog Apart ist nicht nur dem Original nachempfunden. Die Ähnlichkeit ist frappierend! Jeder der das Original kennt, wird mir da beipflichten. Heavily inspired!, wie die Autoren dies selbst ausdrücken. Dem nicht genug, dass Blog Theme gibt es auch noch zum Download. Der Download des Wordpress A Blog Apart Theme gibt es auf einer englischen Seite und doch schon etwas mehr versteckter als auf anderen Seiten. Vielleicht ist mein Fokus für diese Platzierung aber auch schon wieder eingeschränkt.
The visual appearance of the theme is, as you may have already noticed, heavily inspired by A List Apart, a site always worth reading by the way. Thus, following a logic so simple even lawyers understand it, the theme is named “A Blog Apart”.
A Blog Apart
Der Besuch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Sehen viele Wordpress-Seiten morgen so aus wie A List Apart? Bei näherer Betrachtung fallen aber dann doch diverse Unterschiede auf. Und spätestens hier macht sich die Seite zum guten Anschauungsunterricht für die Feinheiten eines Webdesign.
Original bleibt Original
Das Original ist nicht umsonst das Original. Auffällig sind beim direkten Vergleich diverse Details und Feinheiten, die das Original einfach stimmiger und harmonischer erscheinen lassen. Doppelzeilige Überschriften stoßen nicht aneinander. Schriftgrößen sind feinfühliger und harmonischer aufeinander abgestimmt. Die Liebe zum Detail wird sehr deutlich. Das wird bereits deutlich, ohne die Quellcodes miteinander verglichen zu haben.
Dennoch ist als Wordpress Theme die Weblog-Aufteilung einmal etwas anderes, als das überall anzutreffende Weblog-Allerlei. Der gewählten Link-Farbe fehlt es für meinen Geschmack etwas an Kontrast. Abgesehen von den Blog-Autoren auf der rechten Seite fehlt mir auf der Seite (ein wenig) eigene Personality. Auch wenn ich weiss, dass das Layout nicht einfach gekupfert wurde. Ein bisschen mehr eigene Persönlichkeit und Eigenständigkeit würde der Seite gut tun.
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Wordpress Theme »A Blog Apart« goes Blogging
Kommentare
1 | Thomas Reimer schreibt am 08.11.2005, 09:40:
Schade ist, dass ich aus Groß Britannien leider nicht auf die Website zugreifen kann und werde als Robot dargestellt, der auf der Website nicht erwünscht wird. Super gemacht...
2 | Knut Karnapp schreibt am 08.11.2005, 10:52:
Gerade bei Leuten, die einen law (!) blog aufsetzen sollte man etwas mehr Verständnis der Rechtslage erwarten dürfen.
3 | Arne Trautmann schreibt am 08.11.2005, 14:07:
Hallo Jörg,
da gebe ich doch gern ein wenig Background: Der Kollege Udo Vetter (lawblog) und wir (law-blog) haben uns beide etwas verwundert die Augen gerieben, als wir die Namensähnlichkeit bemerkten und festgestellt, dass das letztlich egal ist.
Hintergrund: Der Kollege Vetter hatte die Domain schon vor uns, wie haben unsere aber dann eher benutzt. Also wußte er noch nichts von uns, wir aber auch nichts von ihm (sein Blog lief damals noch im Blogspot). Was also nun tun? Es ist doch auch egal, beide Blogs sind auf ihre Art ganz witzig glaube ich. Der allererste Kommentar im Law-Blog war übrigens vom Kollegen Vetter, soviel zur Trivia.
Zum Blog-Apart: Angelehnt ist ja vor allem die Gestaltung der Headings- und Subheadings sowie das dreispaltige Layout. Die Unterschiede sind Dir ja auch nicht verborgen geblieben, auch funktional ist die Seite (klar, es ist WP und damit ist die Struktur vorgegeben) natürlich anders aufgebaut. Gefallen hat uns das Aufgeräumte, der Verzicht auf Kästen, die man in Blogs so häufig sieht. Also das Weglassen, das Wenige. Dass ALAP natürlich in jedem Detail einfach State-of-the-Art ist: ja, die sind einfach gut. Da kann ein selbstgebasteltes WP-Theme (mit immer noch tausend Macken) in keinem Belang ran.
Zur Personality: ran an den Speck: was würdest Du anders - besser ;-) - lösen?
4 | Jörg schreibt am 08.11.2005, 16:24:
Hallo Arne,
danke für Deine Informationen zum Background.
Ich kannte bisher nur das Blog von Udo und war (siehe oben) schon ganz schön irritiert ob der Verwechslungsgefahr, mein Feedback hast Du ja gelesen.
Domain-Recherche:
Ich habe keine Ahnung, wie und mit welchem Timing Ihr die Namen gewählt habt. Allerdings lässt sich beim Anmelden einer Domain immer auch die Verwechslungsgefahr checken, so man der zweite Anmelder ist, selbst wenn die andere Domain noch nicht online ist. In einem solchen Falle ist für mich die Verwechslungsgefahr (so ich sie nicht bewusst will!) so groß, dass ich lieber auf das Projekt verzichte und einen anderen Namen wähle.
Aber dies sind nur meine Vorgehensweisen.
Grundsätzlich habt natürlich nicht IHR, sondern Eure LESER die Aufgabe (oder das Problem), Euch auseinander zu halten.
Meine Auffassung zu dem Thema Namen hat aber für mich sehr viel mehr Hintergrund. Wenn ich mit einem Projekt nur aus lauter Lust blogge, dann kann der Namen letztlich beliebig sein.
Will ich aber kommerziell oder PR-seitig agieren, dann geht es letztlich um die Ausprägung einer Marke, einer unverwechselbaren Identität. Letztlich soll jeder Leser auf Anhieb im Schlaf wissen, wer A, B oder C genau ist. Je länger ein Projekt Bestand hat, umso interessanter wird dies, desto größer und schwerer wird es auch, dies wieder zu ändern. Hoffe also, dass dies bei Euch nicht der Fall sein wird.
Deine letzte Frage nach der Persönlichkeit einer Seite ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Es ist auch der Punkt, an dem die meisten Seiten im Internet heute kranken. Leider - sie sind beliebig austauschbar.
- Warum zum Beispiel sollte ein Kunde genau zu Euch kommen, anstatt Eure Kollegen zu beautragen?
- In welchem besonderen fachlichen Fokus seid Ihr einsame Spitze?
- Wie kann ich genau diese Besonderheit durch Sprache, Schreibe, Formatierung, Selbstdarstellung, Design & Kundenansprache so gestalten, dass ich eine einzigartige Wirkung entfalte?
Und insbesondere letztere Frage kann ich genauso wenig auf Zuruf beantworten wie Ihr sicher meine rechtlichen Fragen. Da für kenne ich Euch einfach zu wenig.
Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe eines reichhaltigen Werkzeugkoffers ganz diesem Sinne den Projekten so viel wie möglich Persönlichkeit zu geben.
»Der Mensch macht´s!«
Dieser Grundsatz gilt für mich mehr, als alle fachlichen Beweggründe, da wir alle emotionale Entscheidungen treffen, meist ohne große Beachtung der Fakten. Sympathie oder Ablehnung entscheiden sich in Bruchteilen.
Habe den Beitrag nicht mit dem Fokus geschrieben, aber wenn Du magst ruf mich an und wir schauen, was ich für euch tun kann. :)
Herzlichst grüßend
Der einfach-persoenliche!
5 | Arne Trautmann schreibt am 08.11.2005, 18:00:
Hallo Jörg,
ehrlich gesagt sehe ich die Verwechslungsgefahr nicht so schrecklich dringend (aber wie gesagt: ich bin kein Marketing-Experte).
Wir reden hier von langweiligen Domains. Die Blogs selbst sind kaum austauschbar, dazu ist der Fokus zu unterschiedlich.
Und lawblog, law-blog... gibt es etwas, das beschreibender ist? Ich nenne mich ja auch Anwalt, weil ich einer bin, auch wenn das natürlich jeder, der es auch ist, auch tut und tun muss. Das ist so, als ob ich auf die Packung Papiertaschentücher "Papiertaschentücher" drauf schreibe. Vielleicht nicht originell, aber jeder weiß, was er kriegt. Und das muss ja nicht schlecht sein.
Wenn es da um die "Marke" (im untechnischen Sinn, markenrechtlich gibt es hier natürlich keinerlei Probleme) ginge, dann hätte man dem Ganzen einen indivduelleren Namen geben müssen. Ebay heißt eben Ebay.de und nicht Auktionshaus.de. Das ist sicher eine sinnvolle Strategie, aber dann muss man eben auch so anfangen.
Und letztlich: wenn jemand, der zu uns will, auf dem Blog vom Kollegen Vetter landet: super, dann kriegt er eine volle Dröhnung gut, witzig und kompetent geschriebenes praktisches Strafrecht nebst jeder Menge erfrischender Geschichten aus dem Juristenleben. Schaden kann das wirklich nicht.
Mit den besten Grüßen!
Arne
6 | Silke Schümann schreibt am 09.11.2005, 01:38:
Pardon, wenn ich das nun frank und frei so ausspreche.
Es macht schon einen befremdlichen Eindruck, wenn ein Anwalt der sich im Bereich Urheberrechte und Markenrecht spezialisiert, ausgerechnet in diesen beiden Gebieten nach dem ersten Augenschein extrem schwächelt.
Denn weder in der Domain noch im Outfit bekennt man sich zur eigenen Marke und fördert deren Aufbau. Das ist als riete man den Kunden ab, eine Marke aufzubauen und zu verteidigen. Und gerade die Verteidigung ist dann doch das Metier, oder?
7 | RA Michael Seidlitz schreibt am 09.11.2005, 16:07:
Kleine Ergänzung:
Am 21.10.2005 ist beim Deutschen Marken- und Patentamt die Wortmarke law blog für Herr Kollegen Vetter eingetragen worden.
Näheres hierzu:
http://www.markenblog.de/?p=263
8 | Jörg schreibt am 09.11.2005, 18:58:
Danke Michael und Silke für Eure Anmerkungen und Ergänzungen.
Folgende Weblogs verweisen auf diesen Beitrag:
» | Alp Uçkan's Website am 08.11.05 19:31
A Blog Apart - Wordpress Theme
Ich bin gestern darüber gestolpert, als ich nach "geschäftsmäßig" aussehenden Themes gesucht habe ;-) In der Theme-Liste vom Wordpress Codex Wiki steht es unter den 3-spaltigen als Erstes. Das A Blog Apart-Theme vom Law-Blog ist heute ... Weiterlesen »
» | A2O ? Business pur am 09.11.05 03:00
Der Fall Arne Trautmann vs Markenbildung im Netz
Der Rechtsanwalt Arne Trautmann ist mir persönlich von einem Vortrag zum Bloggenden Rechtsanwalt vom April 2004 bekannt. Er hat damals auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht und seine Schreibe im Blog ist lesenswert. Ich würde sagen Arne Trautm... Weiterlesen »
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