Barrierefreiheit der besonderen Art für normale Besucher
11.11.2005 | Blogging, Usability | 10 Kommentare | Print
So schnell schaffe ich für »normalen« Menschen Barrieren. Kommentarfreude hin oder her. Muss man wirklich Barrieren der Kommunikation für mehr Sicherheit aufbauen? Meine Bauchentscheidung: Good bye Kommentare im Accessblog!
Nicht schlecht habe ich gestaut, als ich heute auf einen Beitrag im Accessblog einen Kommentar schreiben wollte. Nichts geht mehr ohne Anmeldung und Registrierung. Nun ist eine Anmeldung grundsätzlich kein Problem. Doch wo soll ich mich noch alles anmelden?

Kommentare gibt es im Accessblog nur noch, wenn man angemeldeter User ist.
Um automatisch erzeugte Kommentare zu vermeiden, bitten wir Sie darum, sich anzumelden. Ihre eingegebenen Daten werden ausschließlich für das AccessBlog und das Diskussions-Forum benötigt und nicht an Dritte weitergegeben.
Accessblog
Müssen Barrieren für Kommentar wirklich sein?
Was ich für das Forum sicher verstehen kann, wird im Blog von einfach-für-alle zum realen Problem oder besser gesagt zur realen Barriere für Normal-Benutzer, Menschen ohne Behinderungen. Da man sich auf die Fahne geschrieben hat, für alle Menschen Webseiten zu bauen kann ich also nur vermuten, dass die falsche Software im Accessblog die Spielregeln vorgibt.
Was ist wichtiger: Mensch oder Sicherheit?
Kommunikationsbarrieren für mehr Sicherheit erzeugen beim mir als Nutzer eine merkwürdig abstoßende Wirkung. Und plötzlich weiß ich wieder ganz genau, warum ich auf meinen Seiten nur die Angabe der E-Mail-Adresse verlange. Sonst sind alle Kommentatoren freigegeben. Die Software Movable Type 3.2 hält mir die meisten Trolle und sonstigen schädlichen Kommentare vom Leib, leitet sie automatisch in die Moderation und löscht sie nach ein paar Tagen selbständig. Dafür muss ich mich aber keineswegs anmelden und zusätzlich meine Daten irgendwo hinterlassen.
Besonderns merkwürdig kommt mir diese Entscheidung vor, da mein Artikel Suchmaschinen & Barrierefreiheit gerade deutlich macht, wie sehr man bei einfach-für-alle Wert auf den Mensch als Benutzer legt. Nun bekommt die Technik offensichtlich mehr Priorität.
Fazit
Schade, wenn das so bleiben sollte. Zumindest ich würde aus dem Bauch heraus wahrscheinlich noch weniger Kommentieren, als ich das vielleicht schon in der Vergangenheit gemacht habe. Aber es wäre ja auch nicht das erste Blog, bei dem Kommentare gar nicht mehr erwünscht sind, wenn ich da an den Doktor im Web denke.
Bleibt nur zu hoffen, dass im Rahmen der "Operation am offenen Herzen" das anstehende Redesign anläßlich der 1.500 efa-Beiträge dieses Manko wieder abschafft.