Webstandards: 10 gute Gründe zum Lernen und Nutzen
06.12.2005 | Webdesign, Webstandards | 7 Kommentare | Print
In diesem Monat lesen wir wieder verstärkt Beiträge zum Thema Webstandards. Doch was genau sind die wichtigsten Gründe für Webdesigner, sich mit Webstandards zu beschäftigen und diese anzuwenden?
Gelegentlich bekomme ich Post, in der ich nach dem Rezept zur Anwendung von Webstandards und der Umstellung auf tabellenfreies Webdesign gefragt werde. Jeder der in das Themas Webstandards und CSS hinein schnuppert merkt bald, dass es ohne ernsthaftes Engagement keine echten Erfolge gibt. Erst kommt der Fleiß, dann die Erfolge.
Es gibt viele Gründe, sich als Webdesigner für Webstandards zu interessieren. Roger Johansson hat in seinem Weblog aktuelle die 10 wichtigsten Gründe für Webstandards zusammengefasst.
Ten reasons to learn and use web standards
- Make yourself look professional
- Make your clients look good
- Maximise the number of potential visitors
- Faster loading and reduced bandwidth usage
- Provide the foundation for accessibility
- Improve search engine rankings
- Make your markup easier to maintain
- Future-proof content
- Good business sense
- It’s the right way to do things
Es gilt: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wer die Investition in die Beschäftigung mit Webstandards nicht scheut, darf bald auch eine Reihe von Erfolgen freuen. Es würde ja auch kein Bauer auf die Idee kommen, im Frühjahr die Aussaat zu vergessen und dann im Herbst die dicken Früchte einfahren zu wollen.
Welche Argumente sind für Euch die Wichtigsten?
Für erfahrene Webdesigner sind die Argumente für den Einsatz von Webstandards gewiss nicht neu. Auch sind einige der Argumente sicher aus praktischer Sicht besonders gewichtig. Auch wenn ich die Aufzählung der Argumente in der Reihenfolge übernommen habe, sind für mich doch die Argumente 4, 5, 6 und 7 von besonderem Gewicht.
- Welche Argumente für die Nutzung von Webstandards sind für Euch die Wichtigsten?
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Webstandards: 10 gute Gründe zum Lernen und Nutzen
Kommentare
1 | Martin Labuschin schreibt am 06.12.2005, 21:49:
Ich habe mich heute mit der Übersetzung des Artikels beschäftigt.
Grüße aus Münster
2 | Jörg schreibt am 06.12.2005, 21:59:
Da warst Du tatsächlich schneller, denn gerade habe ich einen Kommentar dazu in Deinem Blog geschrieben. Leider gibt es bei Dir noch keinen Trackbacks, war doch richtig so, oder?
BTW, was sind für Dich die wichtigsten Argumente?
Das würde mich persönlich am meisten interessieren.
3 | Iris Bleyer schreibt am 06.12.2005, 23:42:
Ich finde, einer der wichtigsten Gründe fehlt:
Die Einhaltung der Webstandards, seitens der Mehrheit der Webdesigner, verleiht den Standards Bekanntheit und Gewicht. Das verstärkt kontinuierlich den Druck auf die Browserhersteller, dafür zu sorgen, dass ihre Anwendungen diese Standards ebenfalls unterstützen. Das wiederum führt mittel- oder langfristig dazu, dass einerseits Webgestalter endlich ein verlässliches Repertoire plattformübergreifender Gestaltungsmöglichkeiten bekommen und andererseits Internetnutzer die freie Wahl unter den Anwendungen haben, ohne fehlerhafte oder weniger komfortable Darstellung in Kauf nehmen zu müssen, nur weil ihr persönlicher Favorit nicht der der Mehrheit ist.
Auf Anerkennung und Durchsetzung der Webstandards zu pochen, liegt also m.E. im Interesse aller, die das Web nutzen und/oder gestalten.
4 | Jörg schreibt am 07.12.2005, 09:23:
Hallo Iris, begrüße Dich herzlich im Kreise der Kommentatoren und ebenso als Bloggerin. Drücke Dir die Daumen für Dein Blog und freue mich, nun öfter mal von Dir zu lesen. Muss mir Dein Blog nochmal genauer anschauen. :))
Einhaltung von Webstandards ist manchmal nicht ganz so einfach, insbesondere, wenn der Kunde dies nicht mithalten kann oder technische Rahmenbedingungen dagegen sprechen. Aber ich denke auch hier ist der Wille wichtig, nicht die allein 100% und für mich auch immer das klare persönliche Bekenntnis zu Webstandards.
Wenn wir es erreichen könnten, einen Teil der Webseite konformer zu gestalten, hätte wir denke ich schon gut was erreicht.
5 | Martin Labuschin schreibt am 07.12.2005, 09:46:
Wie schon in meinem Journal erwähnt, finde ich 2-7 am wichtigstem.
Übrigens: Ich sitze gerade an dieser ominösen Trackback-Funtion :) Mal sehen ob das was wird..
6 | Heiko schreibt am 07.12.2005, 09:57:
Webstandards sind meiner Meinung nach wichtig und unverzichtbar, um Daten nicht nur den Desktop Usern zur Verfügung stellen zu können. Man sollte alle technischen Endgeräte mit in Betracht ziehen, ob Handy, Palms, TV-Gerät, PSP etc. Standards korrekt umzusetzen, ermöglicht Anbietern eine breitere Clientel ansprechen zu können. Die Möglichkeiten die sich einem eröffnen, wenn man sich an den Standards des W3C orientiert sind immens. Dies muss erst von der Mehrheit der Entwickler verstanden werden und so lange muss man sich mit Ihnen auseinander setzen, warum die Trennung von Layout und Content bspw. von Vorteil ist. Den Kunden ist es meistens egal ob Standard oder nicht ( so lange es keine gestzlichen Vorschriften gibt ), entscheident ist der Umsatz der erzielt wird. 38 Millionen Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Europa und 40 Millionen in den USA, sowie die immer grösser werdende Schicht der "Silversurfer" (ab 50 Jahre ) sollten Grund genug sein, sich an Standards zu orientieren, da diese Clientel erwiesenermaßen bei der Umsetzung von Webpräsentation orientiert am Standard, unverkennbare Vorteile ( bspw. durch bessere Accessibility & Usability ) hat. Es kann sich niemand mehr erlauben auf diese Verbraucherschicht zu verzichten, nicht nur daher werden sich die Standards durchsetzen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe das war jetzt nicht zu ausschweifend ;o)
7 | Iris Bleyer schreibt am 07.12.2005, 20:52:
Hi Jörg, Danke für die nette Begrüßung. Grüße Dich ebenso herzlich zurück.
Standardkonformes Webdesign bedeutet ja erst mal nicht mehr, als dass man valides (gültiges) (X)HTML und CSS schreibt - eben nach den Empfehlungen des W3C.
Alles andere, was mit Webstandards z.Zt. vielfach vermischt wird, gehört m.E. eigentlich in andere Themenbereiche (Accessibility, Usability), die zwar auch wichtig sind und ihre Berechtigung haben, aber schon ein paar Schritte weiter gehen, als die reine Forderung nach Einhaltung der Webstandards.
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