Wo bekommen Wordpress Weblogs dicke Backen?
05.01.2006 | Blogging Tipps, WP Wordpress | 9 Kommentare | Print

Wie verhält sich ein Weblog bei heftigem Traffic? Wie groß werden Wordpress-Datenbanken? Welche Engpässe machen sich bei regen Besucherströmen bemerkbar? Fragen über Fragen, und nur wenige Antworten.
Während über das Bloggen sehr viel geschrieben wird, kann man zum Blogtuning oder das Optimieren eines Weblogs wenig interessante Beiträge lesen. Und so habe ich mich aus aktuellem Anlass gefragt, was die Grenzen von Wordpress Weblog eigentlich liegen?
Robert Basic schreibt aus aktuellem Anlass in seinem BasicThinking seine Maßnahmen zum Blogtuning bei erhöhten Trafficaufkommen. Und er schiebt noch eine Frage nach will wissen:
Gerade diese Woche hatte ich mit ihm über das Thema Datenbank-Größe und Engpass-Faktoren bei Wordpress-Weblogs gesprochen. Wie verhalten sich Weblogs, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben und zudem richtig gut und steigenden Traffic bekommen?
Berichte über kritische Belastungen von Weblog sind selten. Postings mit konkreten Statistik-Daten und Analysen haben meist gleich den Anstrich von Ego-Marketing. Dennoch finde ich solche Beiträge wie die von Robert Basic sehr wichtig, weil vergleichende Betrachtungen und gemeinsame Analysen und Erfahrungsaustausch zu diesen Themen wie auch bei anderen Schwerpunkten mehr Synergie stiftet als Ego-Marketing bringt. Schließlich diskutiert ja auch kaum einer freiwillig kritische Bereiche. Für einen optimalen Betrieb sind diese Erkenntnisse aber bisweilen unentbehrlich.
Für mich ergeben sich darauf u.a. folgende Erkenntnisse, die ich in einzelnen Punkten einmal zusammengefasst habe:
- Erkenntnis 1: MySQL Datenbank leistungsfähig
MySQL-Datenbanken sind recht unverwüstlich und schaffen noch ganz anderen Datenmengen als Weblog der o.g. Größe erzeugen können.
- Erkenntnis 2: Wordpress Blogs flink
Wordpress kann durch den dynamischen Betrieb sehr flink und schnell Daten liefern.
- Erkenntnis 3: Wordpress Plugins können kritisch werden
Wordpress Plugins, insbesondere Datenbank-hungerige wie offenbar das Customizable Post Listing können bei großen Besucheranstürmen offenbar schon begrenzend wirken. Wie auch bei Movable Type ist ein achtsamer Einsatz von Plugins gefragt, ebenso wie eine saubere Programmierung.
- Erkenntnis 4: Statistik-Datenbank von Blog-Datenbank trennen
Statistik-Tools mit eigenen MySQL-Zugriffen sollten bei steigenden Zugriffszahlen in getrennte Datenbanken untergebracht werden. Durch diese Maßnahme kann auf einfach Art und Weise eine Lastverteilung erreicht werden. Bisweilen erzeugen je nach Tool diese kleinen Statistik-Helfer richtig viele Zugriffe. Sie sollten im Auge behalten werden.
- Erkenntnis 5: Apache Optimierung & Caching bringen Besserung
Die Optimierung des Servers und schafft ebenso wie das Caching von Daten weitere Performance-Reserven.
- Erkenntnis 6: Webhosting - je weniger Nutzer desto besser
Preiswerte Webhosting-Traife reichen nur für den Anfang. Wer mehr Traffic bekommt, sollte sich früh einen leistungsfähigen Server/Tarif suchen. Je individueller dann das Weblog konfiguriert ist und je mehr es vom Standard abweicht, desto wichtiger wird dieser Punkt.
Mehr Besucher bringen mehr Einnahmen über die Seite, die dann das Gegengewicht bilden. Umsonst gibt es keine optimalen Bedingungen.
Ohne gleich in Panik zu verfallen bleiben für mich die Fragen:
- Welche praktischen Einschränkungen habt Ihr mit Euren Installationen gemacht?
- Welche Faktoren spielen aus Eurer Sicht noch eine Rolle?
Rechtzeitig einen Plan-B zu haben, hat mir bisher noch immer geholfen. Movable Type habe ich bereits an die Grenze seiner Möglichkeiten beansprucht, wobei mir dies wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Bevor ich ein größeres Wordpress-Projekt angehe, würde ich aber schon einige praktische Erkenntnisse zu Wordpress-Engpässen prüfen wollen. Freue mich auf Eure Post dazu.