Webdesign Statistik im Rückblick: Web Authoring Statistics
27.01.2006 | Google, Suchmaschinen | 5 Kommentare | Print
Google analysierte im Dezember über eine Milliarde Webdokumente. Die Ergebnisse präsentiert die Suchmaschine Nr. 1 nun in einer aussagekräftigen Web Statistik.
Was für ein Ergebnis bekommt man zur statistischen Verwendung von Quellcode-Bestandteilen, wenn man sich die Masse der Internet-Seiten anschaut? Dieser Frage ist Google nachgegangen.
In December 2005 we did an analysis of a sample of slightly over a billion documents, extracting information about popular class names, elements, attributes, and related metadata. The results we found are available below. We hope this is of use!
Web Authoring Statistics
- Pages
- Elements
- Classes
- HTTP headers
- Page headers
- Metadata
- The body element
- Text elements
- Table elements
- Link relationships
- The a element
- The img element
- Scripting
- Editors
Alle Zahlen, Grafiken und Details lesen:
Die Daten der Dezember-Analyse sind anschaulich grafisch visualisiert. Ein Browser mit SVG und CSS-Support wird zum Ansicht der Daten von Google empfohlen.
Die Ergebnisse belegen eine Menge Handlungsbedarf. Ab und an verweist Google bei seinen Kommentaren auch auf die Nützlichkeit des einen oder anderen Quellcode-Bestandteils. Keyword Meta-Tags oder < meta name="revisit-after" > Angaben zum Beispiel werden als wertlos und unnütz gekennzeichnet. Eine Aussage, die ich so selten gelesen habe.
Andererseits zeigt ein Blick in die Tabellen-Elemente, dass Webstandards gewichtet an der Masse der Seiten kaum ins Gewicht fallen. Die Häufigkeit der im Quellcode befindlichen Formatinformationen zeigt andererseits eindrucksvoll, welches Potenzial in den meisten Seiten heute noch brach liegt und schlummert.
Das von Google so heiß und wichtig angekündigte Link-Attribut nofollow spielt eine sehr untergeordnete Rolle. In der Masse der Seiten fällt dies bisher überhaupt nicht ins Gewicht, womit wir eine recht klare Aussage und Bestätigung meiner Sichtweise bekommen.
Bisherige Untersuchungen
Bereits in der Vergangenheit wurden in unterschiedlichen Studien einzelne Trends untersucht, u.a. nachzulesen unter:
- 2004: These web sites are identical—or are they? 75% of web design is normative, the rest is merely color and pictures.
- 2003: The XHTML 100
- 2002: State of the Validation 2002
Vermutlich wird Google auch zukünftig vergleichbare Statistiken und Analysen durchführen. Eventuelle Veränderungen, Trends und Tendenzen lassen sich dann sicher auch ablesen.
[ via Web Authoring Statistiken von Google, "Google: Web Authoring tatistics:"http://www.basicthinking.de/blog/2006/01/26/google-web-authoring-statistics/ und Webseitenanalyse ]
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Webdesign Statistik im Rückblick: Web Authoring Statistics
Kommentare
1 | Uli schreibt am 27.01.2006, 14:54:
Ein Übersetzungsfehler: das englische "billion"
entspricht einer deutschen Milliarde.
Gruss
Uli
2 | Jörg schreibt am 27.01.2006, 15:21:
@Uli: War meiner Zeit voraus. ;-) Danke!
3 | SilentWarrior schreibt am 27.01.2006, 17:14:
Hm ... ich hab das grad mal kurz überflogen, und das ist in der Tat sehr beunruhigend. Beispielsweise beim body-Tag sind von 20 Attributen 14 (!) rein gestalterisch, weitere drei sind Event-Handler, und die drei übrigen sind lang, id und class (also nichts weltbewegendes). Sowas ist zum heulen, vor allem, wenn es dann noch Krüppel aus einer eigentlich schon längst totgewünschten Zeit sind wie topmargin, leftmargin usw.
Hoffen wir, dass in fünf Jahren (optimistischer sollten wir meiner Meinung nach leider nicht sein) sich die Situation etwas verbessert hat.
4 | Jeena Paradies schreibt am 27.01.2006, 19:29:
Also wer die Seiten für die Statistiken gebaut hat, hat wohl noch nie in seinem Leben etwas von Zugänglichkeit gehört, oder? Wie kommt man darauf SVG zur visualisierung zu nutzen, wenn das fast überhaupt kein Browser unterstützt???
Was spricht bei diesen Grafiken gegen GIF welches sogar noch vom Netscape 3 oder älter angezeigt wird, oder eigentlich noch sinnvoller was spricht gegen Tabellen, sind doch tabelarische Daten?!
Eigentlich sollten wir doch das Optimieren für einen Browser schon 1998 hinter uns gelassen haben, denn so sind die Ergebnisse für die meisten Internetnutzer völlig unzugänglich. Da nützt auch der schlankeste und valideste code nichts. Ich bin enttäuscht von Google.
5 | Jan schreibt am 27.01.2006, 21:08:
Gut, die Statistik sagt meiner Meinung nach einiges aus und wenn sich Google daran macht, wird es wohl nicht absoluter Kokolores sein, aber...
Bei einer Statistik ist ja immer wichtig zu wissen, auf was für Daten sie basiert. Und gerade da ist diese Statistik nicht sehr aussagekräftig.
Ein Milliarde klingt sehr viel, aber wieviel macht diese Milliarde aus, wenn man die Gesamtzahl der Internetseiten dagegen stellt? Für die Statistiker: wie aussagekräftig ist die Stichprobe überhaupt?
Wie alt sind die unteruchten Seiten? Welchen Pagerank haben die Seiten? Unterlagen die untersuchten Seiten einer Vorauswahl (Kriterien?) oder wurden sie zufällig ausgewählt? Warum wurden Seiten eventuell nicht untersucht?
Außerdem wundere ich mich, dass an vielen Grafiken die Achsen nicht beschriftet sind und Skalen fehlen.
Jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich will die Statistik nicht schlecht machen. Ich stimme Jörg zu, dass sie aussagekräftig ist. Problematisch finde ich persönlich, dass so wenig über die Datenbasis gesagt wird.
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