Leser denken weiter und inspirieren Autor

28.01.2006 | Persönlich | 2 Kommentare | Print

Irrtum: Archiv-Beiträge werden sehr wohl gelesen. Und weitergedacht. Verblüffende Erkenntnisse belegen uns die Fakten und geben interessante Anregungen. Danke!

»Jeder Blogger ist auch nur ein Mensch!« habe ich vor fast einem Jahr im Beitrag Weblog Impuls #2: Paretos 80/20-Prinzip geschrieben. Wie Recht ich mit dieser Aussage hatte, wurde mir durch folgenden spannenden Kommentar meines Lesers Johannes aus Österreich ins Bewusstsein gebracht.

Wenn ich nur 20% des Textes verstanden habe, wurden dann 80% umsonst geschrieben? Andersrum: wären nur 20% des Textes geschrieben worden, hätten diese dann 80% der Aussagen enthalten? Hätte ich davon wieder 20% verstanden, so hätten nur 4% des Textes gereicht, damit ich 64 Prozent verstanden hätte, oder war da jetzt ein Rechenfehler?
Liebe Grüße
Johannes

Nun, Johannes hat sich echte Gedanken gemacht.

  1. Meine Archive werden gelesen.
    Er hat mir zum einen klar gezeigt, dass auch noch so versteckte Beiträge aus den Archiven von einfach-persoenlich sehr wohl gelesen werden. Toll!
  2. Impulse fallen auf fruchtbaren Boden
    Mich erfreut zu sehen, dass selbst wenig kommentierte Beiträge wie der obige sehr wohl stilles (oder weniger stilles) Nachdenken produzieren. Neue Gedanken werden hervorgebracht.
  3. Leser geben neue Anregungen
    Es ist nicht der erste Beitrag, Hinweis oder Anregung eines Lesers, die mir Gelegenheit gibt, ein Thema aufzugreifen, aus einer anderen Sicht zu beleuchten.

Das 80/20 Prinzip ist für mich aktueller denn je.
Aber darüber hinaus wollte ich schon lange mal etwas zu:

  • effektiven Lese-Techniken und
  • Anforderungen an Text-Aufbau eines Bildschirmtextes

schreiben. Zudem weiß ich um das Potenzial meiner Texte. Sie können noch viel, viel besser werden.

Eines aber wird bleiben. Ich werde so schreiben, wie mir die Buchstaben aus den Fingern fließen. Steno-Postings finde ich in anderen Blogs zur Genüge. Drei Sätze, ein Kommentar und ein Link sind mir einfach zu wenig. So arbeite ich weiter an der Optimierung und Effizienz meiner Texte, um Lesefreude, Kurzweil und Denkanstöße gleichermaßen liefern zu können.

Fazit

Das soll noch mal einer sagen, dass Weblog-Beiträge keine Impulse für die Leser beinhalten können. Witzig und nachdenklich weitergedacht wollte ich diesen Kommentar einfach nicht in den Archiven versauern lassen.

PS: Enttäuscht hat mich nur, dass Johannes die wichtigsten 8 Prozent seines Kommentares, nämlich seine Website-URL, nicht mit gepostet hat und bewusst anonym geblieben ist. Es hätte mich zu sehr interessiert auf seiner Website zu lesen, wie die Texte aussehen, die nur noch 4 Prozent der Information enthalten. Wirklich schade!

Was meint Ihr zur Johannes seinem Vorschlag?

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Kommentare und verweisende Trackbacks

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Kommentare

1 | CountZero schreibt am 29.01.2006, 02:00:

sorry, aber der zyniker in mir schreit danach, dem guten johannes seine mangelhafte kenntnis der prozentrechnung vorzuwerfen ;) das ist jedenfalls die wesentliche essenz, die sich aus diesem feedback ergibt. eine andere konsequenz ist die, dass wenn sich der leser gedanken darum machen muss, ob er nun 20 prozent des artikels verstanden hat oder mehr oder weniger oder sonstwas, der eigentliche hintergrund, warum du diesen bestimmten artikel verfasst hast, beim leser offensichtlich nicht angekommen ist, denn sonst würde dieser sich seine zeit nicht mit solchen mathematisch haarsträubenden überlegungen vertreiben, sondern das soeben gelesene selbst aufgreifen ;) just my two cent ;)

2 | Birgit schreibt am 05.02.2006, 23:34:

du hast tatsächlich so viele interessante Berichte in deinen Archiven, daß ich mich allmählich frage, wann ich das alles lesen soll ;)
Im Ernst, jedes Mal entdecke ich etwas, was ich noch nicht gelesen habe, was die Lektüre aber unbedingt lohnt. So auch den oben verlinkten Artikel über das Pareto-Prinzip.

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