Studie EuroBlog 2006 - Kluft zwischen Bloggern und Skeptikern?
31.01.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 1 Kommentare | Print
40 Prozent der befragten PR-Manager setzen auf Weblogs. Doch griffige Strategien sind rar. Die ersten Ergebnisse der kürzlich vorgelegten Studie EuroBlog 2006 belegen sehr unterschiedliche Auffassungen zwischen Enthusiasten und Anti-Bloggern und einen gravierenden Engpass.
Weblogs und deren geschäftlicher Einsatz werden immer wieder kontrovers und heiß diskutiert. Die Studie EuroBlog 2006 der der European Public Relations Education and Research Association (Euprera) ermittelte unter 587 PR-Befragten aus 33 europäischen Ländern interessante Ergebnisse:
- 33 % der Kommunikationsverantwortlichen betreiben ein Weblog
- 31 % der Befragten schreiben regelmäßig für ein Weblog
- 25% aller Befragten ignorieren Weblogs vollständig
Wesentlichen Nutzen von Weblogs sehen die Verantwortlichen in:
- der Konkurrenzbeobachtung,
- dem Monitoring von Branchentrends,
- der direkten Kommunikation.
Weblog-Enthusiasten kommen vor allem in
- Österreich,
- Dänemark,
- Großbritannien und
- Deutschland.
Perspektive & Ausblick
- 42 % der nicht bloggenden Kommunikationsmanager hat die Absicht dies spätestens in 12 Monaten zu tun
- 32 % davon werden aber kein eigenes Weblog starten
- 4 % haben noch nie etwas von Weblogs gehört
Engpass: Mangel an Ideen und Konzepten
Die Gründe für Nichteinsatz von Weblogs sind vielschichtig:
- Vorteile nicht klar
- Mangel an Personalkapazitäten
- Kommunikationsinhalte nicht kontrollierbar
- Blogs schwer in Kommunikations-Strategie zu integrieren
- Entwicklung geeigneter Inhalte
Nicht die Technologie, sondern der Mangel an Ideen und Konzepten behindert derzeit die Verbreitung von Weblogs in der Unternehmenskommunikation.
Dr. Ansgar Zerfaß, MFG Baden-Württemberg
Es zeichnet sich ein Trend weg von einseitiger Informationsverarbeitung hin zu Dialogorientierung ab. Bemerkenswert fallen dabei die Gründe aus, die gegen den Einsatz von Weblogs zu sprechen scheinen.
Nachdenkenswerte Erkenntnisse vor allem für viele Unternehmen, die diese Entwicklung offenbar unter erheblichen Handlungsdruck setzt. Der Mangel an Ideen und Konzepten wirft einige fundamentale Fragen auf. Unter diesem Vorzeichen kann ich die aktuelle Diskussion um das Thema noch sehr viel besser verstehen.
- Ergebnisse der Studie
- EuroBlog-Studie: 2 von 5 PR-Managern setzen auf Weblogs, aber gute Strategien sind rar
Die Gesamt-Ergebnisse der Studie werden am 16. März 2006 vorgestellt.
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Studie EuroBlog 2006 - Kluft zwischen Bloggern und Skeptikern?
Kommentare
1 | Conny Lo schreibt am 31.01.2006, 18:25:
Ideen und Konzepten kommen bei Weblogs nicht aus dem Kopf sondern aus mangelnden Gefühl für die Sache. Ich sehe schon die Firmenvertreter na, z.B. für Gurken oder für Reifen und andere Produkte, und deren Einstellung zur Firma und dem Produkt.
Was kann man dazu Interessantes bloggen? Das setzt ein gewisses Interesse für die Sache voraus, nicht nur beim Leser, sondern auch beim Schreiber. Gut, dass Blogging mit Authentizität verbunden ist und das schnell deutlich wird.
Andererseits wird es nicht lange dauern, dass auch diese "Leistung" durch professionelle Schreiber eingekauft wird.
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