einfach Loslassen, um einige Schritte weiter zu kommen
10.02.2006 | Site intern | 5 Kommentare | Print
Wir trennen uns ungern von lieb gewordenen Gewohnheiten. Es fällt uns meist schwer, loszulassen. Doch wir müssen erst gedanklich etwas aufgeben, bevor wir zu neuen Lösungen (oder gar Ufern) aufbrechen können.
Nachdem ich in den letzten Monaten viel zu nah am Blog gesessen habe, müssen einige Dinge einfacher, schlichter und funktioneller werden. Schritt für Schritt werde ich mich, begleitet durch hoffe ich anregende Diskussionen, mit dem einen oder anderen Detail auseinander setzen.
Umbau Startseite begonnen
Heute habe ich begonnen, die Startseite in einer ersten Aktion etwas zu straffen. Auch etwas mehr inhaltliche Orientierung und Gliederung war mir dabei im Fokus. Im Verlauf der Zeit sind die Teaser immer größer geworden und haben die Startseite aufgebläht. Nun habe ich die aktuellen Beiträge der Startseite etwas verkürzt, den verbleibenden Text in die Beitragsseiten verschoben. Auch dabei meine RSS-Feeds nicht im Blick hatte, sind diese durch die Programmierung natürlich mit betroffen.
RSS-Feed angepasst
David hat dies bereits positiv zur Kenntnis genommen. Freunde der Vollfeeds werden mir das wohl etwas mehr übernehmen. Aber alles im Leben kann man nicht haben. Es wird auf jedem Fall dabei bleiben, dass es bei mir nur Auszugs-Feeds gibt. Ich mag nun mal Euch gern bei mir auf der Seite sehen. : ))
Lesegewohnheiten im Feedback
Aus detailliertem Feedback einiger Leser habe ich entnommen, dass Titel und mein fett gesetzter Mini-Teaser die wichtigsten Lesetexte für Euch sind. Wer dies gelesen hat, entscheidet meist, ob er sich die Seite anschaut oder nicht. Darüber hinaus stehen bei mir eh die wichtigsten Erkenntnisse eines Beitrages immer im kompletten Beitrag, das wird auch so bleiben.
Vorübergehend getrennt habe ich mich auch von den letzten Kommentar-Einträgen auf der Startseite. Sie wurde in letzter Zeit zu lang, waren eh nur ein Auszug und sollen den Weg frei für mehr Struktur und Übersicht machen. Der Startseite muss zukünftig mehr denn bisher neuen und alten Lesern einen Zugang zu den vielfältigen Beiträgen von einfach-persoenlich bieten.
Herausforderung angenommen
Keine leichte Aufgabe also, ich weiß. Kluge Ratschläge gibt es viele, wirklich innovative Konzepte dazu habe ich wenige gesehen. Auch scheint der Fortschritt in der Beziehung auf der Stelle zu stehen, weil sich sehr wenige darüber kreative Gedanken machen.
Dennoch will ich ausdrücklich betonen, dass es mir nicht um Kahlschlag geht. Auch werde ich nicht über die Köpfe hinweg alles umreißen. Wer jedoch wie Robert konstruktive Vorschläge und Gedanken einbringen will, kann dies sehr gern öffentlich wie per E-Mail tun.
Fehler bringen Lernfortschritte
Ich riskiere dabei Fehler zu machen. Trotz allem bin ich mir sicher, zu neuen Erkenntnisse kommen zu können, die ich dann in meinem Beitrag zum Weblog-Design und dessen Trend-Überlegungen einfließen lassen werde.
Eine rege Diskussion auf meinen Seiten ist mir ebenso wichtig. Aber das wäre dann schon wieder ein weiteres Thema.
Feedback & Dialog ist wichtig
Freue mich über Eure Gedanken dazu und lese gern Pro und Contra aus Eurer Sicht.
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zum Beitrag: einfach Loslassen, um einige Schritte weiter zu kommen
Kommentare
1 | Christian schreibt am 10.02.2006, 19:36:
Evtl. wären auf der Startseite größere Artikel-Titel besser, um die Artikel so stärker voneinander zu trennen. Jedoch hast Du dann wahrscheinlich ein Problem mit Zeilenumbrüchen bei sehr langen Titeln. Auch würden wahrscheinlich nicht ganz so viele Artikel-Auszüge sondern mehr "Anschnitte" die Übersicht verbessern. Also z.B. nicht immer den vollen Auszug, wie im Moment bei "Jobblog.ch im Notbetrieb! Helft Marcel!" sondern mehr kleine Auszüge, wie "Was interessiert Euch an einfach-persoenlich am meisten?" bzw. allgemein, die Auszüge um 2-3 reduzieren.
2 | Manuela schreibt am 10.02.2006, 21:04:
Meine Lesegewohnheiten weichen wohl von den von dir bisher befragten Lesern ab. Ich lese den fett gesetzten Mini-Teaser eigentlich nie, mag Volltext-Feeds ;-) und finde die Textauszüge auf der Startseite jetzt etwas zu kurz.
Ich kann Deine Beweggründe zur Länge der Feedartikel verstehen und möchte hier keine Diskussion beginnen.
Da ich aus dem Feedreader meist gleich auf den Einzelbeitrag gelange, "stören" mich die Kürzungen auf der Startseite nicht beim Geniessen von EP. In einer Kategorieübersicht würden die Länge mich auch nicht verwundern, aber auf der Startseite ...
Na mal sehen, wie sich das bei Dir bewährt.
3 | Jörg schreibt am 11.02.2006, 10:10:
Danke für Eure Rückmeldungen,
interessante Gedanken, die Ihr Beiden da einbringt:
@Christian:
In der Tat bin ich kein Freund zu großer Überschriften. Ich finde, dass diese momentan(!) die Harmonie auf der Seite stören, zumal ich recht lange Titel habe, die mir wichtig sind. Die momentan Schriftgröße erlaubt fast alle Titel auf eine Zeile zu bringen.
Der Jobblog.ch Artikel fällt echt aus dem Rahmen, weil ich bewusst mehr Aufmerksamkeit erzeugen wollte. Also ein wirkliche Ausnahme.
@Manuela:
Die Länge der Feedartikel (Kürzung durch Anpassung Startseite) war nicht mein Ziel, nur das Abfallprodukt der Startseiten-Überarbeitung. Es gibt leider (normal) nur zwei Felder für Text. Wie da unterscheiden?
Meine Erkenntnis:
Wer bei mir wirklich liest, dem reichen letztlich nicht nur die Texte auf der Startseite. Der liest eh den ganzen Beitrag und muss dazu auf die Seite.
Die fetten Teaser fassen "journalistisch" den Beitrag zusammen. Der zweite Absatz führt ins Thema ein. Weniger ist schädlich. Mehr blockiert die Startseite.
Zur Startseite habe ich persönlich eine andere Auffassung. Sie muss Überblick und Einstieg bieten, Anfänger wie Stammbesucher abholen, aber nicht vollends informieren. 3 Beiträge wie damals bei Dir wären mir persönlich zu wenig.
Ich arbeite weiter dran, es gibt kein Optimum für alle, jeder muss es selbst definieren.
Persönlich:
Ich mag nicht unbedingt die ganze Startseite scannen, um zu wissen, ob es was Neues gibt. Und ich mag es persönlich auch weniger, wenn ein Beitrag auf der Startseite so lang ist wie auf der Beitragsseite. Dann frage ich mich allen Ernstes meist, warum es die zweite Seite eigentlich gibt.
Aber das lese und erwarte ich wahrscheinlich etwas ganz anderes, habe auch das Bedürfnis, anders informiert zu werden. Meine Beiträge sind meist auch länger als der Durchschnitt in anderen Blogs. Aber kurz Re-Postings von anderen News bringen mir schon zu viele Blogs.
Wahrscheinlich lesen mich auch viele Besucher gerade wegen dem Mix und dessen Darstellung. Es bleibt interessant und spannend, weil zu solchen Punkten einfach sehr wenig detaillierte Rückmeldungen da sind.
4 | macx schreibt am 11.02.2006, 16:26:
Ich bin auch Journalist und bei der "Gestaltung" meiner Artikel denke ich auch wie ein Journalist: Wie in einer Zeitung ist die Überschrift dazu da, die Story prägnant zu betiteln. Der Vorspann ist dazu da, die gesamte Geschichte zu erzählen, und Appetit für die Einzelheiten in der Gesamtgeschichte zu machen. Der Vorspann sollte dabei so geschrieben sein, dass der Leser in der Lage ist, informiert zu sein, ohne den gesamten Artikel lesen zu müssen. Der Text ist dann von oben nach unten in Prioritäten unterteilt. Desto unwichtiger Details werden, desto tiefer stehen sie im Text. Dazu könnte ich ja mal eine Beitrag schreiben. ;-)
Wie Manuela aufzeigt, haben sich offensichtlich die Lesegewohnheiten im Internet bei einigen Mitmenschen geändert. Ich werde bei der "Gestaltung" aber immer mehr als Journalist vorgehen, als als ein Designer.
5 | Manuela schreibt am 11.02.2006, 18:21:
Ich denke, das es hier nicht in erster Linie um die Herangehensweisen von Journalisten und Designern geht. Es geht um die Leseeffizienz.
Die Herangehensweise an Text ist im Internet sicher auch eine andere als in Zeitungen. Natürlich müssen die Formalia auch im Netz und auch in den "schnellen" Weblogs vorhanden sein, keine Frage.
Ausführlichere Texte benötigen eine längere Einleitung, kürzere Meldungen dagegen kaum. Man erwartet vom ersten Abschnitt eine Einleitung in den Text. Der Anriss hier stellt eher eine kleine Zusammenfassung oder den übergreifenden Kommentar des Autors dar, der für das Verständnis des Textes nicht "zwingend" notwendig ist. Wer auf die "schnelle" Information aus ist, braucht ihn nicht.
Es kommt hinzu, dass der Anriss für die Leser, die über das Feed kommen, bereits bekannt ist.
Da Jörg meist ausführlichere und detailierte Beiträge schreibt, liest man sie eh auf den Beitragsseiten komplett. Das meinte ich, als ich davon sprach, den kleinen fetten Anriss nicht unbedingt immer zu lesen.
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