Kunde droht mit Sekt-Flasche
17.02.2006 | Dankeschön, Persönlich | 5 Kommentare | Print

Hilfe! Kunde droht mit Auftrag. Das kennen sicher viele. Seltener scheint mir zu sein, dass ein Kunde anruft und mit einer Sektflasche droht. Was im ersten Moment wie ein Witz klingt ist dabei bitterer Ernst!
Es gibt die unterschiedlichste Art und Weise, wie diese Woche Menschen auf mich losgehen. Und ich will liebend gern gestehen, dass die hier beschriebene Art und Weise des Vorgehens für mich eine der angenehmsten ist.
Sehe ich da bei Euch unglaublich verdutzte Gesichter??
Eben dieser Kunde hat mir (als wir uns kennen lernten) erzählt, dass jeder Mensch jeden Tag mindestens 3 unglaubliche Dinge glauben sollte. Und wahrscheinlich habe ich an diesem Tag genau so geschaut, wie Ihr – jetzt! Offen gestanden, ich weiß es heute nicht mehr genau.
Sekt statt Selters
Nichts ist erotischer als Erfolg.
Diese Woche rief der Kunde mich jedenfalls völlig aufgeregt an und drohte mir mit einer Sektflasche. Ich müsse nur noch einen Termin aussuchen, wo er diese über mich schütten wollte. Galanterweise in zwei schöne Sektkelche abgefüllt, versteht sich.
Und warum?
Es war seine Art auf persönliche Art und Weise Danke zu sagen.
Sein Website hat nicht nur binnen von 6 Monaten die Investition wieder eingespielt. Sie arbeitet für ihn rund um die Uhr, 24 Stunden. Sie akquiriert für ihn, selbst wenn er in Ruhe schläft. Menschen lernen ihn kennen, als ob er zu Ihnen spricht und neben ihnen steht.
Ein Herz aus Movable Type
Wenn die Website jemand sieht, ahnt kaum jemand, dass das Herz (oder der Motor) aus Movable Type besteht. Komplett alle Seiten (bis zur Suche) lassen sich statisch auf Knopfdruck generieren. Mit einem kleinen Klick auf einen (anderen unsichtbaren) Link kann jedes Text-Modul der Seite geändert werden. Wieder ein Knopfdruck generiert völlig ohne HTML-Kenntnisse eine weitgehend fehlerfreie tabellenfreie Website. Und Google liebt seine Arbeit ungemein!
Nach einiger Zeit der Arbeit führt sie mehr oder minder mittelbar und immer mehr ausschließlich dazu, dass er Aufträge bekommt, die er vorher auf diesem Wege nicht bekommen hat.
Unglaublich!
Wieder eines meiner Internet-Konzepte ist aufgegangen. Wie schön.
Da kann man sich durchaus auch an einem Wochentag Zeit nehmen, und genüsslich bei einer Flasche Sekt über den nächsten Paukenschlag nachdenken, oder?
Na dann: Prost! Auf neue Erfolge!
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Kunde droht mit Sekt-Flasche
Kommentare
1 | Roman schreibt am 17.02.2006, 11:37:
Na, und wo du uns den Mund jetzt so schön wässerig gemacht hast, würden wir natürlich auch gerne dieses "Baby" sehen ;-)
2 | Dominik schreibt am 17.02.2006, 13:39:
Na, und wo du uns den Mund jetzt so schön wässerig gemacht hast, würden wir natürlich auch gerne dieses "Baby" sehen ;-)
Geeeenau, mich hast du auch neugierig gemacht. Was macht denn der Mensch beruflich?
3 | Jörg schreibt am 17.02.2006, 15:20:
@Roman, Dominik: Es war nicht meine Absicht, Euch dem Mund wässrig zu machen. Ehrlich nicht. Sorry, wollte einfach nur persönlich schreiben.
Das haben sich meine Leser von mir ja gewünscht.
Leider muss ich Eure Neugier etwas dämpfen.
Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:
- Der Wunsch meines Kunden steht mir ganz oben.
Nicht jeder mag solche Veröffentlichungen. Sie können leicht in völlig falschem Licht verstanden werden. Meine Erfahrungen dieser Woche aus Manuelas Diskussion gibt mir da mehr als traurige Gewissheit. - Mein Arbeitsstil ist komplex und (noch) weitgehend unbekannt.
Ich habe bisher sehr wenig über bestimmte Bereiche meiner Arbeit geschrieben. Auch ist das Gesamtspektrum meines Dienstleistungsangebotes noch nicht ausgebreitet. Schritt für Schritt werde ich das hier auf den Seiten nachholen. Etwas Geduld also. - Ein URL brächte nur die Hälfte.
Wenn ich Euch eine URL schreiben wollte (vorausgesetzt mein Kunde wäre einverstanden), dann seht ihr daran nur einen Bruchteil der Arbeit. Den eigentlichen Erfolg der Arbeit könnt Ihr nur bedingt oder gar nicht nachvollziehen, da er sich in einer Art und Weise ausdrückt, die nicht sichtbar ist. Es gibt viele Erfolgsfaktoren. Letztlich wirkt das Gesamtkonzept. Das ist mir das Wichtigste, denn daran misst mich der Kunde! - PR über solche Präsentationen nützen mir wenig.
Wenn ich meine Arbeit vorstelle, und die Frage danach kam ja auch von Euch, dann im Rahmen von Fall-Studien, die wieder nur von ausgewählten Kunden präsentiert werden können. Erste solche Fall-Studien können Aufgaben, Leistungen und Charakter der Arbeit für Außenstehende nachvollziehbar darstellen.
Kein Projekt ist wie das andere. Einige Dinge bleiben dabei immer ungenannt. Von Null auf 100 mit einem Projekt in 6 Monaten, dass ist eine Beschreibung, die meine Arbeit sehr gut charakterisiert. Es mag sich jeder ausmahlen, was das für ihn bedeutet. Das Webdesign ist dabei nur ein Teil.
Das Projekt ist nunmehr ein Jahr alt. Auch heute würde ich einige Dinge schon wieder anders gestalten und umsetzen. Permanentes Studium und Anpassung an aktuelle Gegebenheiten gehört für mich bei meiner Arbeit immer dazu.
4 | Thomas schreibt am 24.02.2006, 17:13:
Den eigentlichen Erfolg der Arbeit könnt Ihr nur bedingt oder gar nicht nachvollziehen, da er sich in einer Art und Weise ausdrückt, die nicht sichtbar ist.
Das ist genau der Grund, weshalb es so schwer ist, Leute von Webstandards/Zugänglichkeit/Barrierefreiheit zu überzeugen: Es ist nicht viel sichtbar und die Reaktion von Kunden noch weniger (außer in so positiven Ausnahmefällen, wo die Seite wirklich sichtbaren Gewinn einbringt). Denn wer regt sich schon über eine verhunzte Seite auf?
Zum Thema: Glückwunsch für die gute Arbeit. :)
5 | Jörg schreibt am 24.02.2006, 17:20:
Danke Thomas!
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