Nachdenken über Weblog-AGB und Kommentar-Regeln

02.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 8 Kommentare | Print

Nachdenken über Weblog-AGB und Kommentar-Regeln

Robert Basic beschreibt nach langen und reiflichen Überlegungen seinen Entwurf zu Kommentar-AGB. Stoff zum Lesen, Nachdenken und Meinung bilden.

Normalerweise gibt es keinen Regeln beim Bloggen. Doch ganz im luftleeren Raum befinden wir uns ja schließlich auch nicht. Bisher habe ich wenig Weblogs gesehen, die über ihre eigenen Regeln geschrieben und diese formuliert haben. Vielleicht habe ich sie mancher Orts auch übersehen.

Robert packt nun das heiße Eisen an. Leider ist durch die Verbindung mit der T-Shirt-Aktion die Konzentration auf den eigentlichen Beitrag verloren gegangen. Unbequeme Themen werden eben meist wie heiße Kartoffeln angefasst. Manchmal auch gleich wieder fallen gelassen.

Dennoch ist für manchen Blogger die Überlegung zu eigenen Kommentar-Etikette oder eigenen Kommentar-Regeln (es muss ja nicht gleich AGB heißen!) nicht so abwegig. Nicht zuletzt die hier im Weblog recht emotional von mir initiierte Diskussion um die Kommentar-Kultur hat Fragen aufgeworfen und offen gelassen.

Und einige Blogger haben mir deutlich zu verstehen gegeben, was sie unter dem Hausrecht eines Bloggers verstehen und wie sie das ganz konkret bei sich im Weblog regeln.

PS:
Interessant wäre für mich und sicher auch für Euch etwas zu den persönlichen Erfahrungen zu wissen, die Robert zu diesem Nachdenken gebracht haben. Ich gehe davon aus, dass seine erste Absicht gewiss eine ganz positive war.

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Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: Nachdenken über Weblog-AGB und Kommentar-Regeln

Kommentare

1 | Martin Labuschin schreibt am 02.03.2006, 11:38:

Da hatte ich auch schon Probleme mit. Das kam dabei heraus.

2 | Flo schreibt am 02.03.2006, 11:43:

Ich würd vielleicht schon solche Regeln aufstellen, du hast ja echt wie schon geschrieben das Hausrecht und wenn ich hier einfach so schleichwerbung für meine Seite mache würde mich das auch stören...
Aber mal im ernst ich finde das die meisten Kommentare, solange sie kein Spam sind sthehen bleiben sollten, denn sonst wäre ja ein Sinn der Blogs, die Freie Meinungsäusserung und Meinungsbildung sehr gestört. Wenn allerdings AGBs akzeptiert werden müssen hält das aber meiner Meinung nach auf jedenfall einige Kommentierer vom Kommentieren ab, solange sie sich ihrer Meinung nicht ganz sicher sind oder es halt doch irgendwie Spam ist.

3 | Robert Basic schreibt am 02.03.2006, 12:05:

an sich ist der o.g. Artikel von mir mehr eine Persiflage auf die unglaublichen Regelungen von Coca Cola, die ich völlig für überzogen halte. Das kommt davon, wenn man auf die Juristen hört und macht sich überhaupt nicht gut mE.

Kommentarregeln selbst halte ich für sehr merkwürdig im Grunde, da ich meine Gäste zu Hause auch nicht mit einer ganzen Latte von Regeln begrüße, was sie alles tun und nicht tun dürfen. Letztlich trifft man damit das Grós der User, die selbst eine gewisse Höflichkeit an den Tag legen, ob im Netz oder im RL. Denn die User, die herumtrollen, wird man auch mit Regeln nicht ankommen.

5 | Robert Hartl schreibt am 02.03.2006, 15:13:

In Rahmen eines aktuellen Artikels behandle ich Weblog-Spam und damit auch Kommentar-Spam.
Gegen manuellem Kommentar-Spam oder -Missbrauch hilft meines Erachtens kein abschreckender Hinweis, Werbung sei kostenpflichtig. Andere - ähnlich weitgehend überzogene Sätze stoßen mich persönlich meist ab. Den Spamer wohl kaum. Bleibt nur allgemein auf Niveau zu achten und bei Bedarf darauf hinzuweisen (so wie bsp. Jörg, Martin Röll, Robert, ...).
Überrascht war ich dennoch über die "AGBen", welche Robert Basic zitiert.

6 | Michael schreibt am 02.03.2006, 23:48:

Ich denke nach wie vor ist die Netiquette (die ja aus dem Usenet stammt) gültig, bzw. hat sich daraus die Blog-Netiquette entwickelt. Diese gibt es zwar nicht offiziell als "Gesetz", aber dennoch kann man darauf m.E. bauen, sie ist etabliert. Was da drin steht? Das übliche: das meiste aus der "alten" Usenet-Netiquette.
OK, die Blog-Netiquette ist ungeschrieben, aber jeder der regelmäßig auf Blogs kommentiert, kennt sie.
Man lernt sie unterbewußt beim ersten Stöbern in den Kommentaren von Blogs, wenn man sie nicht eh schon aufgrund Erfahrungen im Usenet oder Webforen kannte oder einfach den gesunden Menschenverstand walten lässt.

Zusätzlich spielen Blog-individuelle Verhaltensregeln ein, und diese prägt schwerpunktmäßig der Autor (top down). Erwähnt der Autor z.B. in seinen Beiträgen Schimpfwörter, so braucht dieser sich sicherlich nicht wundern, wenn Schimpfwörter auch in den Kommentaren vorkommen.
Dann gibt es noch eine Blog-interne Kultur, und diese kann ebenfalls der Autor steuern, wenn auch nur indirekt, kommt auch auf die Größe des Blogs an.

Jetzt individzelle Blog-Regeln aufzustellen, die im Prinzip die Blog-Netiquette wiedergeben, halte ich für überflüssig und sinnlos.

7 | Wolfgang schreibt am 03.03.2006, 00:01:

Diese Art von AGBs ist anscheinend im Kommen. Auch bei ICQ tritt man alle seine Rechte am Geschriebenen an ICQ ab.

Den Beitrag von Robert über seine neuen "AGBs" habe ich im ersten Moment garnicht als Persiflage verstanden. So gut kenne ich ihn und sein Blog noch nicht. Dafür war der Inhalt doch zu nah an dem was andere Ernst meinen.

Und was die Behandlung von Kommentaren angeht, so hat der Blogger nunmal Hausrecht, schon weil er im Zweifelsfall erstmal den Kopf für das dort geschriebene hinhalten muss. Hierbei denke ich zum Beispiel an solche Fälle wie sie in dieser Meldung bei heise beschrieben sind.

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