Wie meine Begeisterung fürs Bloggen entfachte

02.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 2 Kommentare | Print

Wie meine Begeisterung fürs Bloggen entfachte

Teil 2: Was ich beim Bloggen gelernt habe? Faszination Weblog - bis heute ist sie ungebrochen. Wodurch eigentlich wurde bei mir diese Faszination ausgelöst?

Die Gedanken zu Sprachbarriere Englisch haben der Faszination Weblog kaum Raum und Platz gelassen. Aber in der Tat ist das eine Frage, die ich schon sehr häufig gestellt bekommen habe. Und wie anderen Bloggern fällt es mir gar nicht so leicht darüber nachzudenken, wie ich zum Bloggen gekommen bin und was für mich die Faszination Weblog ausmacht?

Ist es nicht so?

Wir beschäftigen uns lange Zeit mit einem Thema, dem Bloggen. Wir sind fast täglich damit konfrontiert. Wir lernen es lieben. Und dann fragt uns jemand, was eigentlich das Besondere daran für uns ist?

Mit einem Mal wissen wir spontan keine Antwort. Wir haben uns selbst die Frage noch nie so direkt gestellt. Uns gefällt es. Nur warum eigentlich? Was macht für Euch und viele andere Menschen die Beigeisterung daran aus?
Für jeden Blogger mag die Faszination verschieden sein:

  1. Die meisten Menschen bloggen wohl in erster Linie für sich.
  2. Die Kommunikation mit anderen Menschen,
    der interaktive Dialog bringt es für viele.
  3. Jeder kann mitmachen, ohne große Vorkenntnisse.
  4. Schreiben als Methode ordnet Gedanken,
    zwingt uns zu klaren Aussagen.
  5. Alle Dialoge sind ein riesiges Netzwerk.
  6. Geschwindigkeit und Effektivität übertreffen bisherige Lösungen bei weitem.
  7. etc.

In seinem neuen Buch Naked Conversation hat es Robert Scoble sehr gut zusammengefasst als die Sechs Grundpfeiler der Weblog - Kommunkation.

  1. Öffentlich
  2. Auffindbar
  3. Sozial
  4. Viral
  5. Syndizierbar
  6. Verlinkbar

Für sich genommen ist die Technik eigentlich nicht fundamental Neues. Die innovative Kombination von existierenden Elementen beseitigt die Grenzen der Kommunikation. Quasi fast jeder Mensch kann mitmachen, eigen Ideen einbringen. Die Erstellung einer Website wird zum Kinderspiel. Ausprobieren geht über Studieren.

Was macht die Faszination für mich aus?

Die Dimension der interaktiven Kommunikation. Weblogs machen aus Webseiten persönliche Kommunikations-Instrumente. Die ehemals statischen Webseiten erwecken zum Leben. Noname-Personen und Unternehmen bekommen eine Gesicht, eine Körpersprache, erwecken zum Leben. Persönlichkeit statt Anonymität zieht ins Internet ein und macht das Netz der vielen Möglichkeiten um vieles menschlicher.

Seit Beginn an bis heute fasziniert mich immer wieder, auf welche Art und Weise ich Menschen über ihre Website kennen, verstehen und schätzen lerne. In einer vorher für mich nicht da gewesenen Weise lerne ich von anderen Menschen, die freigiebig über ihr Know-how und ihre Arbeit schreiben, live im Internet verfolgbar an neuen Herausforderungen knobeln. Sie kommen nicht nur selbst persönlich viel schneller weiter. Si eknüpfen neue Kontakte, präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit. Sie kommunizieren mit anderen und multiplizieren ihr Know-how. Erst sind sie am Geben. Und bald darauf bekommen sie gleichsam einen völlig unerwarteten Nutzen von anderen Menschen zurück. Unglaublich schnell und effektiv wandern Nachrichten in Minuten um die ganze Welt.

Persönlich habe ich die Faszination im englischen Sprachraum erleben dürfen. In den jungen Jahren der Weblogs war es wie in einer Gründerzeit. Seitdem hat sich zum einen in der deutschen Landschaft vieles verändert. Dennoch vermisse ich bei uns (oft noch) die Offenheit, die wohlwollende und Synergie stiftende Kommunikation. Die hart und unerbittlich fällt mir manchmal die Kommunikation aus. Kommunikation ist ein wirklicher Engpass. Aber es müssen ja auch noch Wünsche offen bleiben.

Ich mag Weblogs, aber nicht allein des Bloggen willen. Sie sind für mich ein Medium, dass menschliche Werte, reales Leben viel besser virtuell abbilden kann, als dies bisher in anderer Form möglich war. Neben der privaten Anwendung nutzen es momentan nur ca. 10 Prozent der Deutschen aus beruflichem Hintergrund. Auch das wird sich bald dramatisch verändern, werden erst einmal die Nutzeffekte besser sichtbar und Ängste und Vorbehalte abgebaut sein. Anderen Menschen auf diesem Weg mit meinen Leistungen Erkenntnis-Gewinn, Synergie und Nutzeffekte zur Verbesserung ihrer privaten und beruflichen Tätigkeit zu leisten, habe ich mir u.a. zur Aufgage gemacht.

Für mich ist eine Weblog nur eine andere Form einer Website. Viele Potenziale liegen brach. Es ist spannend dabei zu sein, den Prozess der Entwicklung und Veränderung der Medienlandschaft zu verfolgen und aktiv zu begleiten. Und ich bin gespannt, wie sich die Faszination und die Zukunft der Weblogs gestalten wird. Viel Stoff für eine spätere Betrachtung.

Meine Faszination ist jedenfalls ungebrochen

Und wir stehen erst ganz am Anfang. Auch wenn das Thema heute (noch) viele skeptisch sehen mögen. Es steckt viel mehr Potenzial in der besonderen Form der interaktiven Kommunikation. Es erzeugt aber nicht nur Faszination. Sondern ebenso Angst und Furcht bei einigen Beobachtern, und das gerade weil Weblogs und Bloggen ungeahnte Potenziale und damit auch Veränderungen freizulegen vermag.

Der Geist ist aus der Flasche.
Und es wird ihn nie wieder jemand einzusperren vermögen.
Wetten?

Was ich beim Bloggen gelernt habe?

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Der Beitrag ist Teil des Themen-Monats Weblog & Bloggen.
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