Individuelles Weblog-Template ist Gold wert!
14.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 11 Kommentare | Print

Teil 9: Was ich beim Bloggen gelernt habe? Der erste Weblog-Eindruck ist und wird wichtiger denn je. Wer seinem Weblog-Design gebührende Bedeutung beimisst, wird davon erheblich profitieren.
Die vielfältigsten Erfahrungen habe ich im Laufe der Zeit mit Weblog-Templates gesammelt. Wahrscheinlich werden Eure Meinungen dazu genauso weit auseinander gehen, wie die Geschmäcker und die Gründe, warum Ihr selbst bloggt. Es gibt viel Pro und Contra für und gegen ein Standard-Weblog-Template.
Bereits am Anfang meiner Weblog-Surf-Touren machte ich eine Erkenntnis:
- viele Blogs sehen gleich aus,
- einige Blogs ähnlich,
- wenige Blogs unikat.
Heute hat sich durch die Masse der neuen Weblog und der rasanten Verbreitung der Standard-Templates dieser Eindruck noch viel mehr gefestigt. Es dürfte praktisch kaum einen Weblog-Einsteiger geben, der nicht wenigstens einmal über ein Kubrik-Theme für Wordpress & Co. gestolpert ist. Spätestens, seit das Template als Theme Eingang in Wordpress gefunden hat, kann ich es, nehmt mir das nicht über, nicht mehr sehen. Ob grün, blau order orange, mit Bild oder ohne, breit oder schmal, wieviel Prozent der Weblogs gleichen damit wie ein Ei dem anderen?
Standard-Templates haben auch Ihre Zielgruppe
Dennoch stehe ich Standard-Templates nicht grundsätzlich abgeneigt gegenüber. Keineswegs. Es gibt qualitativ sehr gute, aber leider auch sehr viel andere. Die Unterschiede sieht man meist, wenn man ein wenig näher unter die Haube schaut. Kubrik als Theme haben viele Blogger verschlimmbessert und damit die Ausgewogenheit des Designs teilweise recht krass zunichte gemacht. Ein Theme wirklich passend zu modifizieren heißt meist (nach meiner erlebten Praxis) nur, an den Farben zu drehen oder eine andere Header-Grafik einzubauen.
Zur Gesamtwirkung eines Designs gehören aber eine Menge Aspekte, die zwischen den Zeilen stehen und die sich nicht jedem Leser sofort erschließen, u.a.:
- Blog-Grundlayout / Aufteilung
- Grob- und Fein-Typografie
- Farb-, Grafik- und Foto-Einsatz
- Lesbarkeit, Scanbarkeit
- Gesamtstimmung, Farbharmonie, Themenbezug
Hierbei habe ich schon die größten Pferde vor der Apotheke stehen sehen. Geschmäcker sind verschieden, ganz gewiss. Dennoch scheinen mir die Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie mitunter sträflich vernachlässigt zu werden. Manch Blogger dürfte sich als wundern, warum er so wenig Besucher hat. Und die wenigsten werden es ihm bewusst sagen oder schreiben. Ein Klick, und sie sind bereits weiter unterwegs.
Gute Templates brauchen Zeit oder Geld
Ein eigenes Weblog-Template kostet entweder Zeit oder Geld:
- Zeit
Wer allzu perfekt ist, startet sein Weblog nie oder bloggt heimlich. Je nach Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Zeitbudget brauch ein gutes Weblog-Template einige Zeit, um richtig rund und ausgewogen zu werden. - Geld
Wer schnell starten will und nur wenig Kenntnisse mitbringt, der gibt besser einem Weblog-Designer die Aufgabe, ihm ein existierendes Template individuell zu modifizieren oder gar gleich ein Unikat zu erstellen.
Einzigartigkeit & Differenzierung im Fokus
Wer nicht nur für sich bloggt, dies ggf. sogar mit beruflichen Hintergrund oder zu PR macht, der sollte aus meiner Sicht ernsthaft über ein wirklich unikates, unverwechselbares Weblog-Template nachdenken. Zahlreiche praktische Erkenntnisse sprechen eindeutig dafür. Mitunter schafft ein eigenes Weblog-Template auch erst den eigentlichen Durchbruch in der Anerkennung und Akzeptanz der Leser.
Je mehr Weblogs neu entstehen, desto wichtiger wird die Positionierung und der Wiedererkennungswert bis hin zur Markenbildung eines Blogs. Wer in einer immer größeren Masse von Weblog herausstechen will, der kann das durch guten Content erreichen. Viele Menschen sind jedoch nicht nur textseitig orientiert. Auch die Integration visueller Impulse und Assoziationen ist ein wichtiger und bestimmender Aspekt. Hier auf einfach-persoenlich habe ich dies eindrucksvoll am eigenen Leib erfahren dürfen.
Mein Fazit
Beim Start eines Weblogs müssen die verschiedendsten Dinge berücksichtigt werden. Nicht nur grafische, sondern auch technische Rahmenbedingungen, ohne die das Bloggen nicht funktionieren würde. Ein gutes Standard-Template erleichtert den Start und kann nach einiger Zeit durch ein parallel erarbeitetes individuelles Blog-Layout ersetzt werden.
Besser einfach angefangen als perfekt gezögert.
Blogger sind auch Menschen. Leider bleiben schnelle Anfangslösungen oft ewig. Es gehört also auch eine bisschen Planung und Konsequenz dazu, wirklich zu einem eigenen Template zu kommen. Wer nur testen will, ob ihm das Bloggen liegt, kann heute bedenkenlos eines der vieler Orten verfügbaren Templates einspielen und es bei Bedarf auch leicht wieder wechseln. Kein Design hält ewig. Wer genau hinsieht, wird unter solchen Standard-Templates allerdings auch gewaltige Qualitätsunterschiede feststellen.
Was ich beim Bloggen gelernt habe?
Content ist King – auch Weiterdenken & Kommentieren lohnt sich
Der Beitrag ist Teil des Themen-Monats Weblog & Bloggen.
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