Content ist King - auch Weiterdenken & Kommentieren lohnt
22.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 2 Kommentare | Print
Teil 10: Was ich beim Bloggen gelernt habe? Content ist nicht alles. Aber ohne Content ist alles Nichts! Weiterdenken und Kommentieren sind aber neben dem Autoren-Content mindestens genaus so (überlebens-)wichtig.
Content ist King - der Inhalt zählt. Viel zu oft habe ich in den letzten Jahren immer wieder diesen Tipp gelesen. Doch ich kann es nur noch einmal betonen. In der Tat reduziert sich eine Reihe von Fragen immer wieder auf diesen Punkt. Wer guten Content zu bieten hat, wird automatisch nach und nach für Leser interessant. Wer etwas zu sagen (oder besser zu schreiben) hat, lädt immer wieder zur Einkehr in seine virtuelle Welt ein. Wenn darüber hinaus, Tipps, Anregungen und Impulse verschiedenster Art geboten werden, ist das wie eine Dauerkarte.
Verstehen und verstanden werden
In diesem Sinne könnte in Abwandlung einer aus der Kommunikation/Rhetorik stammende Formulierung es beim Bloggen auch heißen:
- Geschrieben ist nicht gleich gelesen;
- Gelesen ist nicht gleich verstanden;
- Verstanden ist nicht gleich einverstanden;
- Einverstanden ist nicht gleich nachgedacht;
- Nachgedacht ist nicht gleich weitergedacht.
- Weitergedacht ist nicht gleich quergedacht.
- Quergedacht ist nicht gleich weiter gebracht.
Etwas Geschriebenes zu lesen ist das eine. Nach dem Lesen es auch wirklich zu verstehen, scheint mindestens genau so schwer wie das Nachdenken und Weiterdenken. Mögt Ihr jetzt auch schmunzeln, manchmal liegt es scheinbar wirklich am richtigen Lesen. Oder es einfach auch so zu schreiben, dass es einfach und klar auf den Punkt gebracht ist.
Denken ist nicht Einwilligen oder Ablehnen,
das wäre Abstimmen.
Rober Frost
Auch wenn wir manchmal vorschnell der Meinung sind. Es geht selten darum, nur einfach Ja oder Nein zu sagen. Nicht immer mag das Anliegen fehlerfrei formuliert sein. Auch muss es nicht immer nur eine Antwort geben. Das wäre ja schade, denn dann würde uns ja die Vielfalt fehlen.
Schriftliche Kommunikation ist aber trotz aller Fortschritte sehr wohl auch anfällig für Missverständnisse. Immerhin fehlen Informationen, die wir über die Sprache aufzunehmen in der Lage sind. Die immer beliebter werdenden Podcasts sind Beleg, dass diese mitunter ein gutes, ergänzendes Kommunikationsmittel sind.
Bloggen & Denken
Trotz allem ist Bloggen für mich eine besonders anregende Art des Schreibens, die Kommunikation im Internet auf vielfältige Art und Weise bereichert. Anregende Diskussionen entstehen selten von allein, können aber andererseits auch durch den Autor nicht ganz im Alleingang interessant gestaltet werden. Ein Geben und Nehmen bietet ein Gleichgewicht, von dem letztlich alle Besucher eines Weblogs profitieren.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt,
deshalb beschäftigen sich nur wenige damit.
Henry Ford, amerikanischer Automobilproduzent
Umso mehr freue ich mich hier auf einfach-persoenlich immer wieder über Kommentare, die neue Gedanken in die Diskussion einbringen. Ergänzende Tipps, Anregungen machen aus manchem Beitrag erst eine lohnenswerte Seite, die andere wiederum als Impuls zu Weiterdenken oder Nachdenken aufnehmen können.
Was ich beim Bloggen gelernt habe?
Content - Quadratur des Kreises oder ein guter Mix?
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Content ist King - auch Weiterdenken & Kommentieren lohnt
Kommentare
1 | Boris schreibt am 22.03.2006, 19:28:
Ich erinnere mich an eine Reihe von Blogartikeln, die selbst recht kurz waren, und deren Wert sich erst durch die rege Kommentardiskussion (oft dreißig und mehr Kommentare) entwickelt hat.
So letzten Herbst z.B. bei Dan Cederholms kurzer Anmerkung zu Derek Powazeks Redesign von powazek.com
Hier zeigt sich die ganze Stärke des Bloggens... und auch der Spaß, den die Beteiligten dabei haben. Das steckt förmlich zum Mitmachen an.
2 | Jörg schreibt am 23.03.2006, 07:58:
@Boris: Ein schönes Beispiel, dass Du hier erwähnst. Solch ansteckenden Beispiele haben vor Jahren auch ein wenig dazu beigetragen, dass ich mich mit dem Bloggen so intensiv beschäftigt habe.
Schwer zu übermitteln für jemand, der diese Effekte selbst nicht erlebt hat. Da bekommt in der Tat ein Weblog einen noch viel interessanteren Charakter. Es kommt mir manchmal vor wie Gedanken-Ping-Pong. Je mehr Gedanken, desto schneller und interessanter. Aber es setzt natürlich auch immer voraus, dass es Menschen gibt, die zum Thema etwas beitragen können und wollen.
Mit Blick auf meine Kommentare kann ich aber denke ich schon recht zufrieden sein. Es hat sich in letzter Zeit doch recht interessant und vielfältig entwickelt.
Oder wie seht Ihr das?
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