Bloggen zwischen Anspruch und Realität

23.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 0 Kommentare | Print

Bloggen zwischen Anspruch und Realität

Anspruch und Realität klaffen auch beim Bloggen (wie auch anderswo) zum Teil weit auseinander. Und was tun manche nicht alles, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Gar manche drollige Beobachtung gibt mir da durchaus zu denken.

Beobachte ich in den letzten Wochen die Landschaft der Weblogs, dann freue ich mich ob der rasanten Entwicklung und der zunehmenden interaktiven Kommunikation. So sehr wir uns aber manchmal nach massiver Akzeptanz und Entwicklung sehnen, so sehr ist auch klar - alles brauch seine Zeit. Keine erfolgreiche Seite entwickelt sich über Nacht. Auch ein eigenes Konzept will gefunden, ausprobiert und erweitert werden.

Content macht (Un-)Sinn?

Statt inhaltlicher Tiefe beobachte ich diverse Versuche, einen Ausgleich auf anderen Wegen zu finden. Ultraflache Blondinen-Witze geben dabei genauso Stoff zum Nachdenken wie sprunghaft ansteigende Besuchszahlen, die nicht nur die Infrastruktur physisch testen, sondern auch die Frage der langfristigen Sinnfälligkeit stellen.

Vielleicht mag es uns auch gelingen, kurzfristig eine Art Luftpumpen-Motivation zu erzeugen. Nach einem kurzfristigen Aufschwung wird sich aber langfristig eher ein Abwenden einstellen. Nicht immer, aber vielleicht immer öfter. Und so ist nicht in jedem Fall die Quantität das Maß der Dinge. Quantität bei guter Qualität aufrecht zu erhalten ist immer auch eine Grad-Wanderung. Wenige aber dafür die richtigen Leser zu erreichen scheint mir mindestens genau so wichtig.

Wahrnehmung aus anderer Perspektive

Interessant und bemerkenswert nehme ich in diesem Zusammenhang die Meinungen von Unternehmern und Firmen wahr, die sich mit dem Thema Weblogs auseinandersetzen. Wenige geschäftlich ambitionierte Weblogs und der nach außen (offenbar vorherrschende) merkwürdige Kommunikations-Stil hinterlassen bei vielen Beobachtern den Eindruck, dass es bei Weblogs wirklich nur um tagebuchartig geführte Webseiten handelt, die aus dem persönlichen Leben selbstdarstellungswütiger Menschen plaudern.

Aus dieser Sichtweise finde ich es nicht verwunderlich, dass zu viele Unternehmer offenbar Vorteile und Potenziale der interaktiven Kommunikation frühzeitig abtun und belächeln. Die Entwicklung von interessanten Konzepten und eigenständigem Content kommt in jedem ernsthaft betriebenen Weblog einer der größten Prioritäten zu.

Nachdenken macht Spaß

Bitte aber richtig verstehen. Weblogs sind u.a. ein Medium, dass für den persönlichen Bereich ideal geeignet ist und dies zweifellos auch bleiben soll. Nur leisten alle, die sich mit Weblogs auseinandersetzen ungewollt auch einen Beitrag dazu, wie diese von anderen Menschen im Internet wahrgenommen werden. Spätestens nach einigen eigenen Versuchen und Ausprobieren steht dann für ernsthafte Anwender die Frage:

Wie komme ich zu interessantem eigenständigen Content?

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