Warum Fehler nie dort sind, wo wir sie suchen!
25.03.2006 | Persönlich | 0 Kommentare | Print

Manchmal sieht man die Fehler vor lauter Buchstaben nicht mehr. Je mehr Energie wir aufwenden um zur Lösung zu kommen, desto mehr Zeit benötigen wir. Scheinbar treten wir auf der Stelle. Wie gut, wenn uns dann ein Einfall zu Hilfe kommt.
Gestern durfte ich wieder mal eine Lektion lernen, die ich so eindringlich auf diese Weise lange nicht mehr lernen musste. Ich saß viel zu lange vor einem Detail-Problem und war fast am verzweifeln. So nah ich vor dem Bildschirm saß, so sehr übersah ich offenbar ein paar klitzekleine, aber entscheidende Details.
Auch nach einer Pause bei der Arbeit wollte es nicht gelingen. Warum nur? Beim Nachdenken darüber kam mir der alte, aber immer noch gültige Spruch aus meiner Studienzeit wieder ins Gedächtnis.
Der Fehler ist nie dort, wo Du ihn suchst!
Denn wäre er an der Stelle, wo wir ihn suchen.
Ich weiß, die Botschaft mag simpel klingen, aber für mich hat sie es immer wieder im doppelten Sinne ins sich.
- Wir sitzen (zu) nah vor dem Problem...
... und dessen Lösung. Wir sind gewissenhaft und gründlich, kein Zweifel. Dennoch finden wir die Lösung nicht. Der entscheidende Gedanke will uns nicht kommen. - Wir suchen die Lösung (immer wieder) an der gleichen Stelle.
Wir können die Lösung gar nicht finden, denn der Fehler ist anderswo, nicht dort, wo wir ih verzweifelt suchen.
Erst der (geringfügige) Wechsel einer entscheidenden Rahmenbedingung oder letztlich unserer persönlichen Sichtweise bringt uns einen Schritt weiter. Es scheint, als treten wir drei Schritt zurück, sehen mit neuen Augen auf unsere Herausforderung und ... finden meist spielend den Ansatz, die Kleinigkeit, die uns zur Lösung des gordischen Knotens führt.
Was bleibt ist dann nur herzhaft zu lachen. Wir können uns auch ärgern, aber damit schaden wir uns letztlich wieder nur selber. Denn wir waren es ja selbst, die diese Lektion mal wieder gebraucht haben. Wir haben sie gelernt, bis wir an einem der nächsten Projekte wieder mal in die Falle tappen.
Aber vielleicht fällt uns dann beizeiten der Spruch von oben wieder ein.
Es wäre doch unwahrscheinlich hilfreich, meint Ihr nicht auch?