Content - ein guter Mix statt Quadratur des Kreises
28.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 5 Kommentare | Print

Teil 11: Was ich beim Bloggen gelernt habe? Ein guter Content schafft im Verbund mit einer interessanten Schreibe eine Basis. Interessant gemixt entstehen vielfältige Nutzeffekte für den Leser.
DEN guten Content für ein Weblog gibt es meiner Meinung nach nicht. Zu unterschiedlich sind die Gründe, warum jemand bloggt. Zu verschieden die Motivation und die Ziele. Gerade das macht ja insgesamt die Vielfalt der Weblogs aus und begeistert mich immer wieder. Aber gerade bei der Planung eines Weblog scheint die Wahl und Zusammenstellung des Content wie die Quadratur des Kreises.
Eines sollte ich beim Bloggen auf alle Fälle verspüren: den Wunsch, sich mitzuteilen und etwas zu sagen bzw. zu schreiben zu haben. Wer bei der Planung zu perfekt anfangen will, wird wahrscheinlich nie starten. Immerhin bekommt man auch erst beim Schreiben Stück für Stück seinen Schreibstil heraus, kann Feedback sammeln und weitere Fortschritte erreichen.
Das erste Projekt wird selten der große Wurf
Aus dem Stand den großen Wurf haben selten Blogger mit dem ersten Projekt hingelegt. Vielmehr sind es die zweiten, dritten, … Projekte, die dann in der Fokussierung, der Schreibe und nicht zuletzt der Content-Wahl schärfer und genauer werden und schließlich den Leser-Durchbruch bringen. Auch stellen sich die Leser nicht vom ersten Tage an ein. Man kann gewisse Vorarbeit leisten. Dennoch brauch auch hier ein Blog einiges an Anlaufzeit. Je mehr Vorkenntnisse jemand mitbringt desto schneller geht es und umgekehrt. Doch zurück zum Content.
Nützlich & Einmalig
Themenfokus versus Breitband-Blog: egal ob Ihr über ein Thema schreiben wollt oder lieber ein breitbandiges Blog zum Ausprobieren aufsetzen wollt, nützlich und nach Möglichkeit einmalig sollte der Content sein. Nicht immer hat man gleich zu Beginn eigene Artikel und Gedanken auf Lager. Eine Reihe von Weblogs habe ich auch starten sehen, indem der Autor einfach begonnen hat, über seine berufliche Tätigkeit oder sein Hobby zu schreiben. Dabei musste er von Beginn an gar nicht Profi sein. Das Bloggen half ihm Schritt für Schritt sich mit dem Themengebiet zu befassen und die Erkenntnisse persönlich zu reflektieren und mit anderen Menschen zu diskutieren.
Persönlich habe ich aber auch eine Menge Weblogs gesehen, die nicht nur am Start, sondern lange danach sich darauf beschränkt haben, Beiträge von anderen Weblogs mehr oder minder wörtlich zu kopieren. Und selbst wenn es dann einige eigene Beiträge gegeben hat, ohne persönliche Anmerkungen, ohne weitergedachte Aspekte und ohne ergänzende Ideen bleibt oder wird ein Weblog nicht lange attraktiv.
Je nützlicher und neuartig der Content für andere Leser, desto einfacher wird es, dass anderen Besucher auf das Weblog verlinken und ihrerseits Beiträge darüber schreiben. Hat man bei Start des Weblogs (oder bald danach) eine gute Serie von selbst geschriebenen Content erleichtert dies den Einstieg ungemein. Denn selten hat ein Blogger dadurch einen Link gesetzt, dass er per Einladung dazu aufgefordert wurde. Was will ich verlinken, wenn kein nützlicher Beitrag existiert? Die althergebrachten Regeln der Webseiten-Verlinkung greifen hier sehr, sehr selten.
Aktualität und Informativ
Kurzlebiger Content versus langlebiger Content - welchen findet Ihr besser? Schwere Frage finde ich. Zudem eine, an der sich die Geister wieder scheiden werden. Denn beiden Arten von Content haben Ihre Berechtigung, eben ihre Vor- und auch Nachteile. Bloggen kostet auch Zeit. Aber auch die Leser benötigen Zeit um ein Blog zu lesen.
Ein gesunder Content-Mix schafft aus meiner Sicht eine gute Grundlage, auf der man verschiedene praktische Erfahrungen sammeln kann und sicher auch muss. Nicht alles lässt sich im Vorfeld planen. Das macht auch den Reiz am Bloggen aus. Und manches Mal darf man sich auch überraschen lassen, positiv wie auch weniger angenehm. Ein Mix aus mehreren Zutaten bringt Abwechslung, macht immer wieder neugierig und hat für viele etwas im Gepäck.
Ein guter Conten-Mix darf:
- Unterhalten,
- Wissen vermitteln,
- Informieren,
- Neuigkeiten,
- Diskussion fördern,
- Kontakte knüpfen,
- u.a.m.
Eine interessante Schreibe
Ein Blog soll Geschichten erzählen, nicht verkaufen. So hat es sinngemäß Robert Scoble in seinem Buch Naked Conversations geschrieben. Und auf die besondere und sehr persönliche Art des Schreibens kommt es meiner Ansicht nach an, die Dinge interessant darzustellen, unterhaltsam zu machen und dennoch nicht trocken oder belehrend zu wirken. Es ist viel leichter gesagt als getan. Denn lange nicht jeder der schreiben kann, begeistert auch seine Leser.
Die Schreibe eins Bloggers ist eine Begabung, die man nicht so ohne weiteres kopieren kann, wenn man ein Weblog liest. Auf den ersten Blick sieht das meist so einfach aus. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, was ein interessantes Blog wirklich ausmacht. Man kann oder muss es vielleicht sogar studieren. Auch wenn einige hier sinnfällig schmunzeln werden und es abtun. Eine Schreibe kann an Blog zur Einbahnstraße und Sackgasse oder zum Highway und Autobahn machen.
Mix it up!
Es gibt eine Reihe von Methoden, die nicht auf den ersten Blick sichtbar in den Weblogs verborgen sind. Allein für sich genommen helfen sie wenig. Zusammen mit der Wahl eines interessanten Content und dem Studium der Lesegewohnheiten von Besuchern machen sie aber etwas aus. Es ist wie in jedem Fachgebiet. Kleine aber feine Unterschiede machen den Unterschied.
Welche Blog-Formate stehen für einen guten Mix zur Verfügung?
Der Beitrag ist Teil des Themen-Monats Weblog & Bloggen.
Schneller Durchblick bringen Euch alle Themen auf einen Blick!