Tutorial: Unabhängige Feedburner-Statistiken

29.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps, RSS, Site intern | 21 Kommentare | Print

Wie kombiniere ich die Vorteile von Feedburner mit der Flexibilität eines Weblogs? Auf die wiederholt gestellte Frage einiger Leser gibt das mein vorliegende Praxis-Tutorial Antwort und erläutert die Vorteile.

Schon seit September nutze ich hier im Weblog die Feedburner-Statistiken. Und ich bin sehr zufrieden mit der Lösung. Anfänglich wollte ich eigentlich nur einmal genauer wissen:

  • Wer meine Feeds liest?
  • Welche Software dabei eingesetzt wird?

So ganz am Rande bekomme ich mittlerweile dadurch noch einige weitere Informationen. Feedburner zeigt mir nicht nur die Anzahl Feed-Leser und die Lesegewohnheiten meiner Leser. listet mir die Beiträge auf und zeigt mir an, welche Leser im Feed sich für die Beiträge besonders interessieren und klicken. Heut bin ich nicht zuletzt dank den letzten Änderungen im Konfigurationsmenü von Feedburner begeisterter Nutzer.

Nachteile in Vorteile umwandeln

Was aber inzwischen einige Leser im persönlichen Gespräch nachgefragt oder von mir erfahren haben, war mir dabei noch wichtiger:

  • Meine Feed-URL ist unabhängig von externen Diensten.

Man braucht dabei nicht mal (unbedingt) ein Plugin, sondern kann das viel nutzerfreundlicher individuell sicherstellen. Und so wird es gemacht!

Bisheriger Nachteile vieler Lösungen waren dabei meist:

  • viele Feeds,
  • keine genauen Statistiken,
  • Abhängigkeit von Feedburner.

Unabhängige Nutzung von Feedburner

Aber es geht noch besser. Die folgende Lösung kommuniziert nicht die Feedburner-Adressen, sondern behält nach wie vor die eigenen Feed-Adressen bei. Damit bleibe ich unabhängig von Feedburner und könnte morgen schon einen neuen Service nutzen, und dass alles ohne irgendeinen RSS-Leser zu informieren und ggf. gar zu verlieren.

  • Denn meine Feed-URLs bleiben immer unverändert!

Folgende Schritte zur Anpassung sind nötig:

Schritt 1: Generierung einer neuen Feed-URL

Bei Movable Type Weblogs ist dies ganz schnell durch die Einrichtung eines zusätzlichen Feed-Templates gemacht. Wer dies nicht will, ändert einfach die RSS2.0-Feed-Adresse und generiert diese auf eine neue Adresse:

  1. http://www.einfach-persoenlich.de/feedburner-feed.xml

Schritt 2: Anmeldung eines Feedburner-Accouts

Wer noch nicht bei Feedburner angemeldet ist, holt dies einfach nach. Anderenfalls braucht ihr nur einen weiteren Feed zur Verwaltung des neuen RSS-Feeds einzurichten.

Schritt 3: Ergänzung der htaccess-Datei

  1. RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} !FeedBurner
  2. RewriteRule ^atom\.xml$ http://feeds.feedburner.com/demo [R=302,L]
  3. RewriteRule ^index\.rdf$ http://feeds.feedburner.com/demo [R=302,L]
  4. RewriteRule ^index\.xml$ http://feeds.feedburner.com/demo [R=302,L]

Dieser Schnipsel macht nun den Rest der Arbeit. Jeder Aufruf der bisher allen Lesern bekannten Feed-URL wird nun von Feedburner übernommen. Die Leser merken davon recht wenig. Feedburner sorgt für die automatische Konvertierung und Validierung der Feeds, eine weiterer Vorteil. Zusätzlich gibt es eine besser lesbare Feedburner-Feed-Seite, sofern man mal den Feed im Browser aufruft.

Schritt 4: Feintuning (optional)

Zum Schluss habe ich die Feedburner-Anzeige noch eingebaut. Dabei habe ich ebenso wie in der htaccess die Feedburner-URL gegen meine eigene Feed-URLs ausgetauscht. Somit wird die URL von Feedburner praktisch niemals im Quellcode erwähnt. Nur wer in die Browser-URL schaut bemerkt sie noch.

Die alte Feed-Datei wird quasi durch die Umleitung gar nicht mehr aufgerufen und kann dann später gelöscht werden.

Mein Fazit

Anfangs wollte ich die Leser erst davon informieren. Später habe ich es unterlassen, weil es die wenigsten wahrscheinlich wirklich mitbekommen haben. Da nun mehrfach nach der Lösung gefragt worden ist, will ich die Details hiermit allen zur Verfügung stellen.

Für mich überwiegen die Vorteile!
Praktisch jederzeit kann ich ohne Information an meine Leser intern:

  • einen anderen Dienst nutzen,
  • neue RSS-Formate einspielen,
  • meine alte RSS-Version wieder nutzen,
  • etc.

Auf elegante und zugleich intelligente Art und Weise verbinden sich die Vorteile eines externen Dienstes mit der Flexibilität eines Weblogs. Und das Beste für mich ist: ich verliere keinen Leser, wenn ich meine Feed-URL einmal ändern sollte.

Kleiner aber netter Marketing-Effekt ist, dass jeder Besucher durch die Anzeige der Leser-Anzahl (siehe Grafik oben) tagesgenau weiß, wie viele Abonnenten jeweils am Vortag im Feed eingeschrieben waren.

Inspiriert wurde dieser Beitrag durch das Posting Feedburning von Douglas Bowman. Herzlichen Dank! Die Lösung hat sich sehr bewährt.

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