Wie schnell sind Feedburner-Feeds wirklich?
06.04.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps, RSS | 10 Kommentare | Print

Welche Nachteile haben Feedburner-Feeds? Habe ich bei meinem Feedburner-Tutorial in der Tat einige Nachteile der Lösung übersehen? Helft mir, mit welchen Nachteilen haben Feedburner-Feed-Leser noch?
War ich anfangs skeptisch bezüglich Feedburner-Feeds, so hat mein Feedburner-Tutorial vor kurzem das Gegenteil deutlich gemacht. In den Berichten und Kommentaren habe ich bisher nur positive Meinungen und Feedbacks dazu bekommen. Ebenso beschrieben bisher andere Blogger überwiegend wohlwollend.
Ein richtige K.O.-Kriterium für Feedburner-Feeds allerdings war nirgends für mich zu erkennen. Die Weitergabe der langen Feedburner-URL hat ein jeder ja selbst in der Hand. Mein Tutorial hatte Möglichkeiten aufgezeigt, Vorteile zu nutzen und Flexibilität zu erhalten.
In seinem Beitrag auf hirnrinde.de kommt Stefan nun zu gleichem Ergebnis und berichtet über seine Erfahrungen. Parallel bringt ein Kommentar von Mike Schnoor dabei aber einen bisher wenig diskutierten Aspekt zur Sprache:
- die Geschwindigkeit.
Selbst habe ich diese Zeitverzögerung noch nicht einschränkend zur Kenntnis genommen. Weder bei mir noch bei anderen Feeds macht sich das bisher negativ bemerkbar. Denke ich da also an Verzögerung durch Flickr-Integration (einige Monate her) ist dies überhaupt kein Vergleich.
Aber nicht alle Leser haben in der Tat einen Breitbandanschluss. Wenn ich das Thema ein klein wenig verallgemeinere, müsste ich sogar fragen:
- Inwieweit muss ich heute auf ISDN-Benutzer
oder Modems noch Rücksicht nehmen?
Mit anderen Augen gesehen..
Diesen Punkt möchte ich sehr gern mit Euch gemeinsam von einigen Seiten beleuchten. Verspreche mir dabei, meinen blinden Fleck im Wissen und in der Wahrnehmung von Surfgewohnheiten wieder etwas kleiner zu machen.
Welche Erfahrungen habt Ihr persönlich gemacht?
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zum Beitrag: Wie schnell sind Feedburner-Feeds wirklich?
Kommentare
1 | swordfish23 schreibt am 06.04.2006, 10:15:
Gestern hab ich eine Weiterleitung des aktuellen Newsletters der Benutzerfreun.de bekommen, der sich zufällig mit dieser Frage beschäftigt und einen Blogeintrag dazu getätigt. Sie beschäftigen sich dabei mit der Tatsache, dass immer mehr Webentwickler sich etwas von der Zielgruppe entfernen. Ein Unterpunkt betrachtet dabei die Unterschiede bei den verwendeten Anschlüßen.
"Wichtigster Faktor ist der Internetanschluss. Die Mehrheit der deutschen Internetnutzer surft über Modem oder ISDN. Dementsprechend müssen Ihre Webseiten auch über solche Verbindungen ausreichend schnell geladen werden. Anhänge sollten nie mehr als ein-, zweihundert KB haben."
Ich selber merke den Unterschied enorm, in meiner Ausbildungsfirma gibts DSL-Flat, zuhause hab ich "nur" ISDN. Schau ich mir einen Bookmark, den ich in der Firma angelegt hab, dann zu Hause an, gibts zum Teil gravierend lange Ladezeiten, die man mit DSL eben gar nicht bemerkt. Generell ist es längst noch nicht so weit auf ISDN keine Rücksicht mehr zu nehmen. Bei Modems ja, genauso wie heute keiner mehr sein CSS [...] groß für Netscape 4.0 ausrichtet. Der IE 5.5 allerdings muss weiterhin betrachtet werden, da nunmal immer noch eine sehr hohe Prozentzahl der Deutschen damit surft. Egal ob wir Entwickler nun alle den Firefox nutzen und mögen. Genauso verhält sich das mit ISDN, aber auch allgemeinen Erfahrungen und Wissenswelten rund ums Internet.
2 | Stefan Evertz schreibt am 06.04.2006, 11:50:
Hallo Jörg, in der Tat eine spannende Frage. Um so überraschter bin ich, dass bei 710 Lesern noch keiner geantwortet hat. Bei einer so großen Leserzahl sollten ja eigentlich ausreichend viele "langsame" Leser dabei sein, die diese Frage beantworten könnten. Liegt es vielleicht daran, dass die konkrete Frage nach der Geschwindigkeit im "nicht sichtbaren" Teil des Feeds steht?
3 | Jörg schreibt am 06.04.2006, 13:37:
@Stefan: Eigentlich sollten es genug Leser sein und die Frage steht ja bereits im Titel, das sollte genügen, oder. Vielleicht haben es trotzdem einige überlesen.
Für mich aber eher ein Zeichen das:
- es niemand interessiert, weil alle DSL haben,
- keinem die Feedburner-Fehler näher interessieren,
- es kaum Schwachstellen bei Feedburner-Feeds gibt.
Kommentiert wird meist halt nur, wenn es interessiert,
nicht wenn es nichts zu bemerken gibt. ;-))
4 | Jörg schreibt am 06.04.2006, 13:57:
@swordfish23: Mir ist schon klar, dass viel noch mit ISDN unterwegs sind. Nur habe ich die Geschwindigkeit der Feedburner-Feeds im Auge und deren Schwachstellen, weniger die Schwachstellen der Internet-Gemeinde generell, wenngleich die sicher auch interessant sind.
Mich interessiert, welche +Nachteile* die Nutzung von Feedburner für RSS-Eingeweihte oder RSS-Newbies hat. Ich mag in erster Linie mein RSS-Angebot optimal gestalten.
5 | karsten schreibt am 06.04.2006, 17:01:
ich nutze feedburner nun seit mehr als einem jahr und habe nicht wirklich was negatives festgestellt. der feed klappte immer. genial finde ich die möglichkeiten flickr, delicious usw. einzubinden. etwas negativ ist die refresh rate. der feedburner feed hängt dem artikel meist etwas hinterher. das fällt aber in der regel nicht auf. der statistik teil interessiert mich nicht wirklich. hierzu kann ich nix sagen
6 | Mike Schnoor schreibt am 06.04.2006, 17:03:
Ich habe diese Mail ursprünglich an Stefan geschrieben, denke aber, dass es vielleicht hilfreich ist, sie hier als Kommentar mit reinzubügeln ;) - los gehts:
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Normalerweise ist alles in Ordnung. Aber in der letzten Märzwoche waren wir zu Besuch bei der Schwiegermama in spé. Dort nutzen Katharina und ich die AOL Zugangssoftware, um per Modemverbindung (nicht ISDN!) unsere Bloglisten zu aktualisieren. Ich hatte schon extra die connectivity-Einstellungen von dem Feedreader RSSOWL auf die Hälfte reduziert, damit nicht zu viele Verbindungen zur gleichen Zeit gemacht werden sollten. Das Tool basiert auf Java und einigen MS-IE-Einbindungen zur Darstellung der Feed-Inhalte.
Jedenfalls stellte sich heraus, dass unter meiner subjektiven Betrachtung die Feeds, welche über Feedburner eingebunden wurden, länger dauerten und teilweise einen Timeout nachzogen. Scheinbar hatte entweder AOL ein Problem, dass sich über 4-5 Tage hinzog... oder - tja, keine Ahnung?
Da dieses Phänomen im Urlaub passierte - - - wir haben hier zu Hause ja unsere 4MB ADSL Anbindung - - - war das nicht so wirklich tragisch. Es war ja schließlich Urlaubszeit. Ich hatte mir schon gedacht, dass AOL eh nicht so viele Verbindungen über das Modem zulässt, oder dass einfach der Feedburner Dienst im Eimer war.
Doch im Zuge der jüngsten Diskussion bzw. der Blog-Einträge von Dir und Jörg wage ich zu behaupten, dass der Dienst für Besitzer (und Nutzer) von Modems eine kleine Geschwindigkeitseinbuße darstellt. Wer aber noch im Regelfall das 56k Modem einsetzt und nicht zu DSL greift, sind denke ich aber auch nur diejenigen, die schlimmstenfalls "ad hoc" im Urlaub mit dem Laptop in "ländlicher Gegend" online gehen wollen.
Der "otto normal Leser" fällt wohl gar nicht in dieses altmodische Raster...
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7 | Manuela schreibt am 06.04.2006, 19:14:
Ich hatte um Weihnachten rum die "Freude", bei Bekannten per ISDN und iBook im Netz gewesen zu sein und habe keinen Unterschied zwischen Feedburner-Feeds und den "normalen" Feeds in NetNewsWire festgestellt. Ich habe allerdings auch nicht speziell darauf geachtet.
8 | Jörg schreibt am 06.04.2006, 20:43:
Danke Euch für die netten Anmerkungen und persönlichen Erfahrungen. Wir müssen ja nichts herbei reden. Wenn es weiter keine Nachteile gibt, dann liege ich mit meiner Einschätzung der Nützlichkeit ja recht in der Mitte.
Wenn die Feedburner-Feeds mal etwas länger brauchen sollten, dann hilft ggf. bei langsamer Anbindung auch die spärlichere Abfrage über den Engpass hinweg, denn Nutzereinstellungen gibt es ja auch noch und die kann der Anbieter eh nicht beeinflussen.
Wenn es noch weitere Erkenntnisse gibt, schreibt ruhig,
auch wenn Ihr es erst später lest.
9 | Jeena Paradies schreibt am 09.04.2006, 15:50:
Ich empfehle absolut auch FeedBurner zu nutzen, vor allem wenn man WordPress im Einsatz hat, hier ein kleiner Erfahrungsbericht: http://jeenaparadies.net/weblog/2006/apr/wordpress-und-feedburner
10 | Carsten Dobschat schreibt am 11.04.2006, 10:05:
In den letzten Tagen in denen ich unterwegs und per GPRS/UMTS online war habe ich mal darauf geachtet: ich konnte in NetNewsWire keinen Unterschied feststellen, egal ob ein Feed direkt oder über per Feedburner geholt wurde.
Folgende Weblogs verweisen auf diesen Beitrag:
» | hirnrinde.de - was in unseren K?pfen herumspukt... am 26.04.06 23:22
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» | einfach persoenlich Weblog am 10.10.06 17:27
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