Kommunikation: Kein Blogger bittet um einen Verlinkung (6)
11.04.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 7 Kommentare | Print

Blogger kommunizieren anders - Webmaster auch. Kleine Feinheiten machen gewaltige Unterschiede. Persönliche Gedanken zum Nachdenken, denn jeder Link ist eine Empfehlung.
Es mag auch Ausnahmen geben. Manch anderes Verhalten habe ich bereits kennen lernen können. Aber in der Regel bittet kein Blogger um eine direkte Verlinkung und die Aufnahme in den Blogroll. Eben weil jeder Link auch eine vertrauensvolle Empfehlung ist, muss man sich die Links verdienen. Alle Versuche diese irgendwie zu kaufen oder künstlich zu fördern werden deshalb mehr oder minder scheitern.
Auch zu Zusendung einer Postkarte mit der platten Bitte um einen Link erzeugt bei mir keine Motivation. Das war auch der Grund, warum ich im Gegenzug zu anderen Bloggern über diese Aktion nicht geschrieben habe. Was zum Teufel sollte ich denn Sinnvolles verlinken? Die Aktion war zwar nett, in der Ausführung aber wieder geprägt vom alten Denken. Und für meine Begriffe fehlte es der Aktion an Charme und Witz, die mich begeistert dazu bringen könnte, darüber zu berichten.
Besonders nachdenklich stimmen sollte Euch dieser Fakt meiner Schilderungen, wenn Ihr sonst seht, mit welchem Elan ich Links zu Weblogs und anderen Beiträgen setze. Irgendwo gibt es da einfach Dinge, die für mich den Unterschied machen.
Ich habe keine feste Checkliste für Links und Beiträge. Intuitiv drängen mich aber einige Dinge zum Schreiben. Und mit der gleichen Intensität stoßen mich andere Verhaltensweisen derart ab, dass das Ergebnis einfach nicht hierhin passt. Zu meiner Ehrenrettung will ich aber auch eingestehen, dass mir einige Vorhaben zum Posten schlicht und einfach in der täglichen Arbeit untergegangen sind. Manchmal auch einfach ein Indiz dafür, dass Menschen eben auch nur solche sind und eine zweite kleine Erinnerung manchmal sehr wirkungsvoll sein kann.
Gute, gehaltvolle Beiträge, ob ein Tutorial, eine eigenes Posting, eine Link-Sammlung oder andere wissenswerte Informationen (möglichst einmalige!) waren schon immer eine Garant, von mir verlinkt zu werden. Und wenn dann einer freundlich um Aufnahme in die Berichterstattung bittet, ist das etwas ganz anderes als die üblichen Presse-Verteiler, die einen zumöhlen und um Beachtung bitten oder gar per Reminder daran erinnern.
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Kommunikation: Kein Blogger bittet um einen Verlinkung (6)
Kommentare
1 | dreamhill schreibt am 11.04.2006, 16:01:
Interessant... In einem anderen Beitrag hast du mal geschrieben, man könne auf jeden Fall mal anfragen bei anderen, um einen Vernetzung des eigenen Blogs zu erzeugen. Ich finde aber leider grad der Beitrag nicht.
Viele Grüße
dreamhill
2 | Gabi schreibt am 11.04.2006, 16:01:
Um eine Verlinkung bitten: Das ist und wird mir nie einfallen. Ich sehe es auch so, dass man sich so einen Link erst "verdienen" muß.
Des Weiteren ist eine Verlinkung für mich auch kein Grund für einen Backlink, das scheint für viele ja zum guten Ton zu gehören.
3 | Eugê schreibt am 12.04.2006, 02:03:
Ich finde aber, dass er vor allem in Blogs sehr einfach ist, verlinkt zu werden. Dazu muss man nur einen Kommentar hinterlassen.
Leser und Autoren, die den Kommentar interessant oder relevant finden, besuchen dann oft die Seite des Kommentators. Das habe ich bei mir beobachten können: nach einem Kommentar meinerseits kommen meistens einige Besucher zu mir von der jeweiligen Seite.
Also kann jeder Blogger sich selbst verlinken, soviel er will, er bekommt unter Umständen sogar noch PageRank.
Man kann da entgegnen, dass es „Arbeit” ist, einen Kommentar zu schreiben, dass man sich da an einer Diskussion beteiligt und damit zum Weblog beiträgt. In vielen Fällen ist es jedoch nicht der Fall (z.B. Dank-Kommentare oder Gruß-Kommentare). Mit nur einem Satz kann man Verlinkung erreichen. In die Blogroll reinzukommen ist natürlich schon schwieriger.
Eugê!
P.S: Nicht, dass ihr denkt, ich hätte diesen Kommentar nur verfasst, um Besucher zu bekommen. ;-)
4 | Eugê schreibt am 12.04.2006, 02:09:
Achja, fast vergessen:
Danke für diese kleine Serie! Sie ist kurz, interessant und nützlich. :-)
5 | Jörg schreibt am 12.04.2006, 11:51:
@dreamhill: Für mich ist das kein Widerspruch, ich freue mich, dass ich sehr aufmerksame Leser habe. ;))
Wenn ich guten Content habe, dann kann ich im Rahmen von nett gemachten E-Mails durch aus wie es einige andere tun, Blogger schriftlich davon in Kenntnis setzen, dass ich ggf. interessante Beiträge geschrieben habe.
Persönlich mache ich davon allerdings weniger Gebrauch. Vielmehr ist es sehr schön, bei passenden Beiträgen anderer Weblog einfach inhaltlich eine kleine Ergänzung zu schreiben und diese ggf. mit dem Link auf den Beitrag zu verbinden. Beide Seiten haben dabei erheblich gewonnen.
Was ich absolut nicht mag und auch noch nie praktiziert habe, bei Neu-Bloggern aber immer wieder erlebe ist, dass mich jemand anschreibt und von seinem neuen Blog berichtet. Da stehen dann 3 Einträge drin, natürlich die Welcome-Botschaft mitgerechnet (GUT, etwas habe ich übertrieben!) Aber Ihr wisst, was ich meine.
Es gibt also praktisch keinen richtigen Content. Ich kenne den Menschen womöglich nicht und soll ohne Content dann auch noch Blogroll und Beitrag schreiben. Da tue ich mich einfach schwer, selbst wenn ich sonst leicht mal einen Link setze.
Wenn jetzt aber Robert Basic oder ein anderer Blogger ein neues Blog aufmachen, dann habe die in der Regel erstens ein Konzept, sie wissen WAS sie eigentlich zukünftig schreiben werden. Zweitens kenne ich ihre Schreibe und weiß recht genau, was ich davon erwarten kann.
Fazit: Nicht alle Fälle lassen sich über einen Kamm scheren. Ausnahmen bestätigen auch immer die Regel. Aber auch der Leser sollte eine verlässliche Information bekommen. Ist die Qualität einmal im Eimer, dann bleiben auch die Leser sehr schnell wieder weg.
6 | Jörg schreibt am 12.04.2006, 11:59:
@Eugê: Schön, dass Du das hier mal schreibst. Es ist wirklich leicht, Verlinkung aufzubauen. Nur es tun die wenigstens - UND - es ist mit Arbeit verbunden.
Das beschriebene Verhalten ist aber nur ein Aspekt, der normalerweise in einen Zusammenhang mit vielen anderen PR-Maßnahmen rund um ein Blog gehören. Ich habe das längere Zeit immer wieder beobachtet und war der Meinung, zumindest Besonderheiten einmal unbedingt ansprechen (oder heißt das anschreiben?) zu müssen.
7 | gogo schreibt am 18.04.2006, 02:53:
Um Verlinkung habe ich auch noch nie gebeten. Aber wenn ich jemanden darüber informiere, dass ich seinen Blog toll finde und ich ihn deshalb in mein Blogroll aufgenommen habe, dann erwarte ich doch wenigsten ein kurzes "danke" oder "nee, lösch mich wieder" per E-Mail. Ist das zu viel verlangt? Ich will ihm ja nichts böses und erst recht keinen Gegenlink. Gar nicht zu reagieren hat, finde ich, keinen Stil und wirkt arrogant. Also ist der Link auch wieder geflogen ;-)
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