Kommunikation: Kontaktaufnahme - Geben kommt vor dem Nehmen (2)
11.04.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 0 Kommentare | Print

Blogger kommunizieren anders - Webmaster auch. Kleine Feinheiten machen gewaltige Unterschiede. Persönliche Gedanken zum Nachdenken, denn Geben kommt vor Nehmen und bricht das Eis.
Wenn mir jemand schreibt, dann bin ich natürlich immer auch neugierig und versuche schnell zu antworten. Und ich gebe der Nachricht (so ich sie mir nicht unterrutscht) eine interne Priorität. Meine Bereitschaft zur aktiven Hilfe steigt umso mehr, je besser ich eigentlich weiß, wer mir woher zu welchem Projekt und Arbeitsstand eine Mail schreibt.
Es ist für mich einfach etwas anderes, ob mich jemand als kostenfreien Support betrachtet oder ernsthaft an der Lösung eines Problems arbeitet. In meiner beratenden Arbeit bin ich ergebnisorientiert tätig. Und es gibt für mich keinen Pauschalprojekte. Um die 0815-Projekte kümmern sich andere. Für mich steht der Nutzen des Kunden im Vordergrund. Kein Arzt stellt eine Diagnose, ohne den Patienten untersucht zu haben oder wenigstens das Gesundheitsbild etwas näher zu kennen. Pauschale Anfragen können also immer auch nur pauschale Ergebnisse bringen. Das liegt in der Natur der Sache.
Aber vielleicht stehe ich mit meiner Meinung auch in dieser Hinsicht wieder auf weiter Flur allein. Ich finde, dass
- eine kurze persönliche Vorstellung,
- ein freundliches Feedback als Gegenleistung,
- etwas (vertrauliche) Projekt-Information vom Anfragenden oder
- ein wenig flankierende Kommunikation
vor der direkten Anfrage und dem Mit-der-Tür-ins-Haus-fallen der beiderseitigen Kommunikation sehr zuträglich ist. Immerhin ist die wenige Information des Fragenden oft der einzige Nutzeffekt, den die mehr oder minder umfangreiche Hilfe als Gegenwert hat. Und es macht die Sache deutlich freundlicher.
Völlig anders, als wenn mir jemand (mehr oder minder freundlich, manchmal sogar ohne Anrede) schreibt, kostenfrei 500 Fragen beantwortet haben will, mir noch nicht mal seine Adresse nennt und dann noch unverblümt durchblicken lässt, dass er diese Erkenntnisse gern gewinnbringend geschäftlich weiterverwerten will.
Wie würdet Ihr Euch in einem solchen Fall vorkommen und fühlen?
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