Haben wir es verlernt, einfach zu reden?
19.04.2006 | Blogging | 4 Kommentare | Print
Auf diese einfache Frage möchte ich zwei Leseproben von heute herunter brechen. Schlagartig wird mir wieder klar, warum Weblogs in der Wirtschaft so langsam Akzeptanz finden. Sie bringen es auf den Punkt und werden konkret!
Mit bedeutungsschwangeren Worten merkt der stellvertetende PR-Blogger Roland Keller den Werteverfall beim Kommunikationsdienstleistern an. Wenig Etat, wenig Zeit und große, erwartete Effekte … schöne Fassaden mit viel Nichts dahinter.“
Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht,
werfen auch Zwerge große Schatten.
Karl Kraus
Ein wirklich schöner Ausspruch, der mich herzhaft schmunzeln lässt, passt er doch längst nicht nur in den Kontext, den Roland da anspricht. Vielmehr fallen mir sofort einige weitere Zusammenhänge ein.
Und insbesondere nimmt Roland die Kommunikation der IT-Branche aufs Korn:
Bei jedem Kongress frage ich mich: wird hier die Welt neu erfunden oder einfach die Worte, mit der sie mir aufs Neue erklärt wird.
Roland Keller
Mehr dazu in Worthülsen ohne Früchte.
Als ich dann aber weiterlese und den Beitrag von Peter Jordan im PR-Blogger lese, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als ob die eben diskutierten Zusammenhänge auch auf den Schluss-Satz von Peter zutreffen sollten. Das schreibt er im Beitrag Die Kommunikation in der Krise ist wichtig - und nun?
Lassen Sie uns im pr-blogger darüber diskutieren, wohin sich die Krisen-PR entwickelt und welche Punkte in einer differenzierteren Betrachtung auf die Agenda gehören.
Peter Jordan
Ich bin ja mal gespannt, welche Diskussion sich aus dieser "Aufmunterung" ergeben soll. Mag sein, dass ich das in den falschen Hals bekommen habe. Aber wenn ich hier so schreiben würde, wären meine Leser wohl längst weg geblieben. Mich sprechen solch Argumente jedenfalls überhaupt nicht an. Aber vielleicht habe ich heute auch nur einen falschen Tag und bin lesemüde.
Ihr könnt mich gern berichtigen! : ))