Blog Case Study - Dokumentation eigener Erfahrungen

09.05.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 5 Kommentare | Print

Blog Case Study - Dokumentation eigener Erfahrungen

Wer die Früchte seiner Arbeit ernten will, sollte genau wissen, warum seine Pfanze so gut gewachsen ist. So manche Erfahrung wird erst ersichtlich, wenn man die eigenen Erfahrungen schriftlich dokumentiert.

Wer ein Weblog beginnt, legt meist einfach los. Wie umfangreich die Vorbereitungen auch sind. Zwischenstationen der Blog-Entwicklung werden zur Kenntnis genommen. Weitaus seltener wird darüber geschrieben. Doch auch wenn die Ergebnisse nicht öffentlich gemacht werden. Festhalten muss der Schreiber sie zunächst einmal regelmäßig.

Eine Blog Case Study in eigener Sache ist umso informativer, je regelmäßiger man sie führt. Das habe ich persönlich immer wieder feststellen können. Leider fehlen auch in meinem eigenen Weblog einige Stationen zur Blog-Entwicklung in der Dokumentation. Zwar habe ich diese wahrgenommen, selten aber außer einigen Beiträgen Log-Buch dazu geführt.

Ausdauer und Fleiß werden belohnt

Mein Fokus zu dieser Fleißarbeit hat sich im Verlauf der letzten Monate verändert. Waren solche Eigenbetrachtungen früher weniger wichtig, erlauben sie in der Langzeitbetrachtung bemerkenswerte Rückschlüsse. Sie liefern mitunter sehr interessante Erkenntnisse zur Projektentwicklung.

Mitunter bringt aber auch erst ein Vergleich der Ergebnisse mit anderen Blogdaten eine Aussage, die allein durch die eigene Betrachtung nicht möglich geworden wäre.

Anschauliche Praxis am Beispiel

3 Beispiele sollen meine Beobachtungen erläutern:

  1. Robert führt im Turnus der Quartale (und darüber hinaus intern) recht akribisch Protokoll über die Entwicklung seiner Weblogs. Schon einige Male waren seine Berichte Anstoß zu Überlegungen oder einfach Gelegenheit zum Praxisvergleich.
  2. Stefan Evertz analysierte kürzlich auf Basis der diskutierten Erfahrungen mit Feedburner und Feeds seine Statistiken und schrieb einen aufschlussreichen Bericht zu seinen Beobachtungen. Lesenswert, wie ich finden!
  3. Für Robert war dies Anlass zum Praxisvergleich von drei Weblogs, den er zur Feedburner-Nutzung einfach mal kommentiert und visualisiert hat.

Info
Im Selbstmanagement gilt allgemein eine 72-Stunden-Regel. Alle Ideen, die man danach nicht in den ersten 72 Stunden beginnt umzusetzen, wird man voraussichtlich zu 99 Prozent Wahrscheinlichkeit nie in Angriff nehmen!

Mein Fazit

Eine Dokumentation in eigener Sache schafft also für alle am Projekterfolg interessierten Betreiber von Weblogs Anhaltspunkte, Vergleichsstatistiken und vielfältige Erkenntnisse. Hilfreiche Rückschlüsse können in zukünftigen Projekten einfließen. Der Austausch mit Gleichgesinnten schafft darüber hinaus Gelegenheit für weitergehende Erkenntnisse. Gemeinsam erreicht man auch in diesem Feld also deutlich mehr.

PS: Und vielleicht ist diese Beitrag ja für Euch ein Impuls, Euer Blog auch einmal im wahren Sinne des Wortes als Log-Buch zu gebrauchen. Ihr werdet staunen und eines Tages dankbare Erkenntnisse besitzen. Ausprobieren auf eigene Gefahr. Verfallszeit 72 Stunden.

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