Danke liebe Bank: Ihr Geld ist da!
10.05.2006 | Persönlich | 6 Kommentare | Print

Toll! Ich wusste doch, dass es ausgleichende Gerechtigkeit auf der Welt gibt. Und nachdem ich dem Internet einiges gegeben habe, muss auch mal etwas zurückkommen, oder?
Über manche Post freue ich mich einfach mehr als über andere. So bin ich nun mal. Ich leben nicht von Luft und Liebe allein, wenngleich ich mag, was ich tue. Andere mögen dazu denken, was sie wollen. Geld macht das Leben um einiges stressfreier und angenehmer, oder?
Hilfreiche Impulse zum Selbstmanagement
Besonders witzig und hilfreich finde ich immer die E-Mail-Post, die ich zu diesem Thema bekomme. So manche ausstehende Zahlung hätte ich schon verschwitzt, denn ich bin ja ein völliger »Schlampi«, ehrlich. Meine neuen Bank-Unterlagen wären längst nicht komplett, wenn ich kein Postfach hätte. Vor allem die Bank-Unterlagen bei den Banken, bei denen ich gar kein Kunde bin. Und auch das eingehende Geld, das einfach nicht in den Briefschlitz meines Briefkastens passt, wäre bei seinem Empfänger niemals angekommen. Vielleicht wäre ich auch nicht so glücklich verheiratet, wenn nicht mit konstanter Regelmäßigkeit meine Widerstandfähigkeit auf allerlei freizügige Hobbys getestet werden würde.
Wer weiß?
Aber ich weiß jetzt endlich, warum auch in Deutschland mehr als 30 Prozent aller E-Mails geöffnet und auch wirklich bearbeitet werden. Denn es scheint einer Menge von Menschen ebenso zu gehen wie mir. Sie brauchen einfach Hilfe, weil sie ihr Leben sonst einfach nicht auf die Reihe bekommen würden.
Also, einfach persönlich: Vielen herzlichen Dank!
War der Artikel für Euch wertvoll? Wollt Ihr Euch den Beitrag als Bookmark merken?
Einfach RSS-Feed abonnieren oder das Lesezeichen mit anderen Menschen teilen:
Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Danke liebe Bank: Ihr Geld ist da!
Kommentare
1 | Shiru schreibt am 10.05.2006, 18:36:
Die denken sich eben, du bist Kunde aber weißt es nur noch nicht.
Noch viel schöne finde ich in Zeiten von Hartz4 die "Stellenanzeigen" per E-Mail. Hier mal ein kleiner Auszug:
--------------------
Betreff: !
Guten Tag Eintrag!!
Wenn sie einen Seriosen und einen gut-bezahlten Vollzeit / Nebenjob
suchen ...
Bildung: Nicht von Bedeutung.
Wir sind ausschliesslich nur an Leuten interessiert die ein Konto in der POSTBANK AG haben!!.
--------------------
Was sieht man also? Man kommt auch ohne Bildung an Jobs, hauptsache man hört auf "Eintrag" und hat ein (nicht existierendes?) Konto bei der Postbank.
Das Internet hilft weiter, die Sellen kommen zu mir - ich brauche nicht einmal suchen.
2 | Boris schreibt am 10.05.2006, 20:01:
Solche Stellenangebote von Betrügern bekomme ich auch ein- bis zweimal pro Woche ins Postfach. Und angebliche Banken schicken mir inzwischen sogar schon "Amtliche Bescheide"...
Kann es wirklich sein, dass auf so etwas irgendjemand hereinfällt? Sind Leute wirklich so blöde?
3 | Frank schreibt am 10.05.2006, 20:45:
Wirklich so blöde?
Ich würde ehr sagen, das ich es sehr Schade finde, das Menschen die nicht ganz so helle im Geistigen sind, auf solch schamlose Weise ausgenutzt und betrogen werden.!!!!
Nur weil ich "mehr" Grips in der "Birne" habe, gibt dies mir nicht das Recht, andere Menschen auszunutzen oder gar übers Ohr zu hauen.
4 | Billy schreibt am 11.05.2006, 09:39:
Tja, bei mir meldet sich der Bankchef sogar persönlich. Da soll noch mal jemand über die Dienstleistungwüste Deutschland schimpfen. Erst kürzlich in meinem Postfach: Von Bankchef, Betreff Ihr Geld ist da. Das hat was :)
Andere sind da allerdings deulich einfallsloser. Die können noch was von den guten alten Fax-Spammern lernen. Mein Lieblings Beispiel: Aus dem Fax kommt ein Blatt, ich lese die große Überschrift "USA erklärt China den Atomkrieg" und dann etwas weiter unten eine Liste mit Telefonnummer von Organisationen, die mir bei einer eventuellen finanziellen Schieflage mit günstigen, Schufa ungeprüften Krediten aushelfen würden. Das Fax ging direkt in meine Sammlung.
5 | Boris schreibt am 11.05.2006, 12:10:
@Frank:
Dass deratige Geldwäsche-Betrüger (nebst »Phishern«) eben dreiste Betrüger sind, hatte ich einfach mal als allgemein akzeptiert vorausgesetzt. Kriminelle gehören natürlich ohne jeden Zweifel aus dem Verkehr gezogen. Und selbstverständlich unabhängig davon, wie leicht es ihnen gemacht wird.
Unabhängig davon sind aber tatsächlich manche Leute blöde genug, um immer noch auf derartige Anmachen hereinzufallen. Alle solchen Überrumpelungsversuche, die mir bislang begegnet sind, sind eigentlich mit der normalen Alltagsintelligenz eines jeden normalen Menschen leicht durchschaubar. »Zu blöde« heißt also in diesem Zusammenhang so etwas wie »hätt'ste mal aufmerksamer gelesen und zehn Sekunden drüber nachgedacht...«.
Jetzt ist womöglich klarer, wie ich das eigentlich meinte...
6 | Gabi schreibt am 11.05.2006, 20:24:
Gerade wir (oft langjährig) erfahrenen Netzler neigen dazu, diesbezüglich auf einem hohen Roß zu sitzen.
Ende des letzten Jahres bekam mein Mann (16 Jahre online) eine Mail von der Telekom, eine Rechnung im Anhang.
Genau zu dieser Zeit hatte er den Nachlaß seiner verstorbenen Großmutter zu verwalten, die einen Telefonanschluß im Altenheim hatte. Kurz vor dem Tod der Großmutter hatte er bezüglich dieses Anschlusses einigen Schriftverkehr mit der Telekom, es ging um Online-Rechnung, Verbindungsnachweise usw. usf.
Und dann kommt diese Mail von der vermeintlichen Telekom - mein Mann klickt auf den Dateianhang und das entpuppte sich als Schädling, der einen Rootkit auf dem Rechner installierte.
Man soll niemals nie sagen - durch eine unglückliche Verkettung von Zufällen kann jeder mal auf solche Mails hereinfallen.
Das ist für mich auch ein Grund, warum ich niemals ein Konto bei einer Internetbank eröffnen würde, auch wenn verlockende Konditionen angeboten werden. Ich mache zwar Online-Banking, habe aber gleichzeitig engen Kontakt zu meiner Hausbank.
Trackback-URL: http://www.einfach-persoenlich.de/m33/etb.cgi/1386
Einfach persönlich kommentieren:
Kommentare des Beitrages per RSS-Feed verfolgen?
Mit dem RSS-Kommentar-Feed kannst Du die Kommentare dieses Beitrages einfach persönlich verfolgen und im Blick behalten, einfach:


