TechCrunch Redesign löst heiße Diskussionen aus
13.05.2006 | Blogging, Blogging Tipps, CSS, Webdesign | 11 Kommentare | Print

Webdesign ist Geschmackssache. Wenn Erwartungen von Lesern, Betreiber und Designer differieren, dann gibt es auch oder gerade bei bekannten Seiten heftige Diskussionen. Zur eigenen Meinungsbildung ein Überblick.
Wie schwierig ein Redesign einer Traffic-starken Seite sein kann, können wir derzeit beim Redesign von TechCrunch live miterleben. Blog-Designerin Rachel Cunliffe hat das neue Design Im Auftrag erstellt und sieht sich nun in harscher Diskussion. Die unterschiedlichsten Kommentare von Lesern zeigen in der Mehrheit eine Vorliebe für das alte Design. Eine Webumfrage
zur Meinung der Leser weißt momentan gar 73 Prozent Teilnehmer aus, die für das alte Design ihre Stimme erheben.
Offiziell wurde in CrunchNotes: New TechCrunch Site Launched das Design der Seite vorgestellt. Nik Cubrilovic beschreibt darüber hinaus in Techcrunch Re-design and Sponsors weitere Einzelheiten.
Designerin Racel selbst hat in TechCrunch redesigned nur kurz auf das Redesign hingewiesen. Interessant sind hier die Kommentare des Beitrages.
Leser-Meinungen
- resiny.org: TechCrunch uglified
- BusinessLogs: TechCrunch Redesigns, The Emperor Has No Clothes
- Technosailor: TechCrunch Redesign
- Tyme's Thoughts: TechCrunch design
- Whitespace: uck you, pay me: the TechCrunch Redesign
Vorher - Nachher - Vergleich
Selbst lese ich TechCrunch sporadisch. Zum besseren Vergleich der beiden Designs habe ich aus Googles Cache und vom Original einmal zwei Bilder gezogen. So gelingt eine Gegenüberstellung und eigene Meinungsbildung besser. Nicht mehr lange wird das alte Design bei Google Cache verfügbar bleiben.
Anmerkungen
Graydon hat beim ProBlogger seine Meinung recht sachlich und detailliert beschrieben. Sie hat mir bei allen unterschiedlichen Auffassungen nicht nur am besten gefallen. Sie zeigt auch einige Aspekte auf, die ich für lesenswert halte.
Die obigen Kommentare und Beiträge machen deutlich, dass die Anforderungen an ein Design nicht unbedingt immer deckungsgleich mit dem Entwurf des Designers sein müssen. Weiterhin ist eine Reihe von Entscheidungen reine Geschmackssache. Am schwersten wiegen aber die Fakten, die zur Unterhaltung eines Projektes einfließen. Ob und wieviel Ads an welchem Ort platziert werden (müssen), legt i.d.R. der Betreiber als Vorgabe fest. Schließlich werden die Leser keinesfalls für den Content zahlen wollen.
Bei einer Traffic-starken bekannten Seite werden solche Faktoren zudem immer noch dramatischer diskutiert als bei weniger bekannten Seiten. Inwieweit bei dem neuen Konzept Einzelentscheidungen oder Meinungen von Autoren und Lesern eine Rolle gespielt haben, vermag ich schwer einzuschätzen. Es sieht aber wohl eher nach Einzelentscheidungen des Betreibers aus.
Was mir beim Vergleich der Seiten fehlt sind eigentlich nur zwei Dinge:
- Ein Home-Link in der Menüzeile
- Eine wirklich weißer (kompletter) Seiten-Background
(insbesondere zu sehen bei den Seiten Companies & Products Index, Archives, Contact)
Das würde ich mir als kleine Nachbesserungen im Design wünschen.
Was meint Ihr zum TechCrunch Redesign?

