TechCrunch - Peinliche Non-Kommunikation mit Blog-Designer??

16.05.2006 | Webdesign | 11 Kommentare | Print

So sollte man seine Designer keinesfalls behandeln. Das aktuelle Beispiel zeigt, worin sich Professionalität von Unfähigkeit unterscheidet. Kommunikation ist das halbe Leben.

Und leider sind einige Zeitgenossen noch nicht in der anderen Hälfte angekommen. Die zweite Runde zum Redesign von TechCrunch läuft wohl anders, als viele dies erwartet haben. Erst wird von Lesern das Redesign heiß diskutiert. Mag man zum Design stehen, wie man will. Racel hat sich toll zu ihrem Auftraggeber bekannt. Dieser jedoch veröffentlich nun offenbar gefrustet von der Reaktion der Leser eine Design-Studie eines Lesers und nimmt markant dazu Stellung.

Designer haben es heute schon nicht einfach. Auftraggeber offensichtlich aber auch nicht. Denn so wie es für mich aussieht, hat der Auftraggeber seine Vorstellungen vom Redesign ebenso wenig kommunizieren können.

  • Wie soll ein Designer gute Arbeit abliefern, wenn der Kunde nicht genau weiß, was er will?
  • Vielleicht hätte man ja die Leser vorher einbeziehen sollen?

Statt mit dem Designer nach Möglichkeiten zu suchen, stellt man diesen jedenfalls keinesfalls derart öffentlich bloß. Und so kommt es wie es kommen musste. Das Echo von einiger Leser fällt sehr deutlich und klar aus.

Wer mit dem (Zeige-)Finger einer Hand auf jemand zeigt sollte also bedenken, dass drei der Finger auf einen zurückweisen.

Der Bummerang fliegt … und kommt zurück. Aktio = Reaktio.

Update

War der Artikel für Euch wertvoll? Wollt Ihr Euch den Beitrag als Bookmark merken?
Einfach RSS-Feed abonnieren oder das Lesezeichen mit anderen Menschen teilen:

Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: TechCrunch - Peinliche Non-Kommunikation mit Blog-Designer??

Kommentare

1 | milo317 schreibt am 16.05.2006, 15:58:

schade,schade, aber der der zahlt schafft an, oder?

2 | Nadja schreibt am 16.05.2006, 17:56:

Der Auftraggeber hat immer das Ruder in der Hand und wenn er etwas besseres findet, hat er das volle Recht, es anzunehmen. Wenn der Designer das persönlich nimmt, ist das vielleicht nachvollziehbar, aber doch sehr schade und auch dumm. Vor allem in aller Öffentlichkeit.

Trotzdem hat es Mike mit seinem letzten Post geschafft, "seinen und Rachels Kopf aus der Schlinge zu ziehen" und er zollt ihr vollen Respekt. Das Design bleibt, wird vielleicht ein wenig verbessert.

Daher finde ich die Sache halb so wild und Rachels Reaktion übertrieben.

4 | Jeriko schreibt am 16.05.2006, 18:52:

Mike hat es in seiner Ankündigung zum Redesign ja erwähnt, dass er (salopp formuliert) zu blöd ist, seine Wünsche konkret zu formulieren. Hätte eine intensivere Kommunikation zwischen Rachel und ihm stattgefunden, das Redesign wäre sicher nicht so ausgefallen.

Nadja hat natürlich recht, letztlich hat der Auftraggeber alle Reche auf seiner Seite, und wenn man das Ganze von einer nüchternen, finanziellen Seite betrachtet kann Rachel zufrieden sein. Aber das ist eben nicht alles, da ist dann noch der gewisse ideelle Aspekt, das bisschen Herzblut, das in jedem Design steckt.

Wenn man dann aber sieht, dass der Auftraggeber auf einmal alles doch nicht so toll findet und dann auch noch einen alternativen Vorschlag von einem User zeigt, der ja viel besser sein soll, dann ist das vom AG einfach nur respektlos und schadet auch dem Ansehen des Designers.

Oder um es mal mit meinen eigenen Worten zu formulieren: Neben dem Slashdot CSS Redesign Contest wieder ein Schlag in die Fresse für jeden Designer.

5 | Peter schreibt am 16.05.2006, 20:14:

Ich habe die "Affäre" gestern und heute auch mitverfolgt und bereits in Kommentaren bei Rachel und bei CrunchNotes in etwa dieselbe Meinung vertreten wie Du, Jörg: Michael Arrington hat sich meiner Ansicht nach total respektlos verhalten, Rachel hat im Gegensatz dazu Integrität und Klasse bewiesen. Als Unternehmer weiss ich, wie elementar wichtig es ist, Auftragnehmer (oder wie in diesem Fall eher Outsourcing-Partner) mit Wertschätzung und Respekt zu behandeln. Das "zahlt" sich auch im wirtschaftlichen Sinn aus, im menschlichen Sinn sowieso. Trotzdem kann man Tacheles reden, wenn einem was nicht passt, aber sicher nicht jemanden öffentlich so desavouieren! Genau das hat er getan, egal ob er vorher/nachher Rachel mit diesem Satz "Respekt gezollt hat" - diese Messages sind einfach zu widersprüchlich.

7 | Siegfried schreibt am 17.05.2006, 08:47:

Hi,
tja, echt Sch... Sowas. Aber immerhin hat er sich ja wohl entschuldigt. Damit sollte das vom Tisch sein.
Was ich aber genauso schlimm finde, ist, wenn die Leser über solche Dinge derartig herziehen. Natürlich kann man darüber diskutieren. Und natürlich haben andere Menschen eben andere Vorstellungen, andere Prioritäten oder schlicht einen anderen Geschmack. Selbstverständlich kann und sollte man das kommunizieren. Aber Andersdenkende dabei persönlich niedermachen ist nicht nur schlechter Stil, sondern regelrecht dumm. Ich denke mal, daß sich wohl besser etliche der Poster dieser Diskussion entschuldigen sollten.

9 | Nicole Simon schreibt am 17.05.2006, 14:30:

Sorry aber nur weil jemand einen Entwurf für mich erstellt hat oder nach meinen Vorgaben mehr schlecht als recht umgesetzt hat ("nicht wirklich meines, nur nach Vorgabe") bedeutet das nicht, daß ich nie wieder einen besseren Vorschlag zeige / vorstelle.

Es zeugt vom klassischen "ich bin ein Künstler kein Auftragnehmer!" Verhalten, sich über sowas aufzuregen.

Von dem was ich sehe, kann man sich darüber unterhalten, inwieweit das vielleicht zu viel Auftragsarbeit war und sie nicht damit glücklich war - in dem Sinne wäre es verkehrt von "der Designerin" des Layoutes zu reden und es ist akzeptabel das sie sagt, sie will nicht, daß ihr Name mit diesem Design verbunden wird.

Und: Wenn das Design wirklich so schlecht ist, daß sie damit nicht leben kann, beendet man die Zusammenarbeit vorher. HAt man aber einen Stil und eine Anspruchshaltung (mein Design) die nicht dem entspricht was man fühlt, dann muß man zusammenarbeiten beenden.

(Ich finde das neue Design auch nicht gut, daß alte war eindeutig moderner.)

10 | Siegfried schreibt am 18.05.2006, 08:11:

Hi,
ich meine bei TechCrunch.

BTW, gerade gefunden: http://www.powazek.com/2006/05/000581.html

Es passt zum Thema und könnte auch allgemein von Nutzen sein :)

Trackback-URL: http://www.einfach-persoenlich.de/m33/etb.cgi/1407

Einfach persönlich kommentieren:




Info speichern?


Bei der Formatierung hilft Textile2. - (Du kannst auch HTML verwenden)

(Achtung! Sende-Button im Vorschau-Fenster!)

Kommentare des Beitrages per RSS-Feed verfolgen?

Mit dem RSS-Kommentar-Feed kannst Du die Kommentare dieses Beitrages einfach persönlich verfolgen und im Blick behalten, einfach: