daVinci-Code statt XHTML-Code – Mein Freund Tom Hanks
18.05.2006 | Persönlich | 15 Kommentare | Print

Welche Geheimnisse werden offenbart, wenn man XHTML-Code mit daVinci-Code anreichert? Bisher unentdeckte Zusammenhänge, für die sich in der Tat wenige Webdesigner bisher interessiert haben dürften?
Überraschungen kommen plötzlich. Und so komme ich heute spontan zu etwas, was gar nicht geplant war. Während Ihr hier im Weblog diese Zeilen lest, bin ich am Lesen (oder besser Sehen) von Code, von daVinci-Code. Von meiner Tochter eingeladen, lasse ich mich nun auch noch in die Interpretation von daVinci-Code einführen.
Irgendwie hatte ich dies (so früh) gar nicht geplant. Umso besser, dass ich meinen Lieblingsschauspieler wieder einmal im Kino auf der Leinwand sehen kann. Tom Hanks hat etwas drauf, was ich bei sehr vielen anderen Menschen vermisse. Er bringt auf sehr professionelle Art und Weise Authentizität in die Darstellung seiner Rollen. Während ich bei anderen Schauspielern eher das Drehbuch durchscheinen lasse, begeistert mich Tom auf eigene Weise immer wieder, zumindest in den meisten Filmen, in denen er die Hauptrollen spielt.
Der Mensch braucht große Worte, von denen die meisten eitel sind und falsch; die Tiere kleine, doch nützliche und wahre; und besser ist eine kleine Sicherheit als ein große Lüge.
Leonardo da Vinci
Besonders interessant finde ich, wie im Vorfeld bereit wild über den Wahrheitsgehalt des Filmes spekuliert wird. Gestern Abend flimmerte erst eine Reportage über den Bildschirm.
Warum fällt mir wohl so besonders auf, mit welchem unbändigen Nachdruck die Katholische Kirche den Realitätsgehalt des Filmhintergrunds dementiert?
Wenn an dem Film nicht dran ist, merken das alle Menschen doch von selbst?
Das Beste wird es wirklich sein, sich eine eigene Meinung zu bilden.
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: daVinci-Code statt XHTML-Code – Mein Freund Tom Hanks
Kommentare
1 | Daniel schreibt am 18.05.2006, 19:44:
Hallo Jörg,
ich wage zu bezweifeln, das da Vinci wirklich Geheimnisse der katholischen Kirche offenbart hat. Ich denke der Hintergedanke ist vielmehr, das Menschen, die sich mit der Materie (=Bibel) nie auseinandergesetzt haben die Aussagen aus dem Film glauben und die eigentliche Botschaft die die christliche Lehre beinhaltet aufgrund irgendwelcher Gerüchte über die Nachfahren Jesu Christus ausblenden.
Der Film sollte sicherlich nicht von der Kirche verboten werden aber es wäre für die Besucher bestimmt gut, sich näher mit dem auseinanderzusetzen, um das es da geht.
Wenn kritsiert wird, die Kirche solle sich da nicht einmischen, gebe ich Dir Recht. Das daran etwas wahr sein könnte bezweifel ich und selbst wenn es wahr ist frage ich mich, was sich ändert? Die Sonne wird auch morgen wieder aufgehen und die Menschen werden immer noch an oder immer noch nicht an Gott oder irgendetwas höheres glauben.
Wie bei jedem Film sollte man vorher das Buch lesen. Das gilt in diesem Fall sowohl für das Sakrileg als auch für die Bibel.
2 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 10:18:
Hi,
sehe ich genauso wie Daniel. Mit DaVinci hat das eigentlich nicht viel zu tun. Eigentlich ist das nur eine Interpretation durch den Buchautor. Und bei nicht gesicherten Tatsachen kann man immer herrlich spekulieren. Mehr als Spekulation ist das aber nicht.
In der Bibel wird auf die Verbindung zwischen Maria und Jesus übrigens fast gar nicht eingegangen. Das war damals schlicht nicht üblich. Daß da eine Beziehung bestand, geht allerdings aus den Bibeltexten durchaus hervor. Auf was genau sich diese Beziehung erstreckte geht aus der Bibel nicht hervor. Man kann allerdings zumindest vermuten, daß sie wie die 12 Apostel zu seinen Anhängern gehörte. Ob mehr, weiß man nicht, und das spielt auch keine Rolle.
Eine große Rolle spielt hingegen die Behauptung, Jesus wäre nicht am Kreuz gestorben. Das widerspricht zentralen Aussagen der Bibel, und in diesem Zusammenhang kann ich nur allen Kirchen, nicht nur der Katholischen, raten, da gegen zu halten.
Ein anderes interessantes Schmankerl, das in der offiziellen katholischen Lehre völlig untergegangen ist (insbesondere in Zusammenhang mit dem Marienkult), und das aber durchaus belegbar ist: Jesus hatte leibliche Geschwister. Einer seiner Jünger war übrigens einer seiner leiblichen Brüder. Die "Jungfrau Maria" hatte also außer Jesus noch eine Menge anderer Kinder.
Übrigens: Die meisten Menschen neigen dazu, die abenteuerlichsten Merkwürdigkeiten zu glauben, wenn man damit nur belegen kann, daß die Bibel Unrecht hat :)
3 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 13:05:
Ich habe mich mal aufgerafft, zu dem Thema selber ein bisschen mehr zu schreiben. Kommentieren geht allerdings dort noch nicht, ich hoffe, daß ich das dieses Wochenende hinkriege.
4 | Jörg schreibt am 19.05.2006, 13:56:
@Siefried: Anmerkung zu Deiner Schrift. Mein Mac kennt Deine schicke Schrift natürlich nicht, sondern nur eine recht dunkle Standard-Schrift(schwarz) auf dunkelgrauem Hintergrund (Safari). Auch die Grafiken werden nicht ordentlich angezeigt.
Im Firefox und Camino sehen die Grafiken o.k. aus, aber es gibt wieder eine andere Schrift.
Magst Du Dir mal einen Screenshot ansehen?
Will Deinen Enthusiamus nicht trüben, aber alle Browser haben so Ihre Rahmenbedingungen.
Hoffe, dass der Impuls Dir hilft. :))
5 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 14:03:
Hi,
hilft immer, danke. Einen Mac zum Testen habe ich nicht. Nur den aktuellen Firefox und einen älteren IE. Ist aber offtopic hier. Weiter per e-mail. Trotzdem danke.
6 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 14:17:
Grummel! Mit Deiner e-mail Adresse scheint was nicht zu stimmen. Der Mailserver behauptet, daß er die Domain nicht finden kann. Ich probier's später noch mal von zu Hause aus.
7 | Daniel schreibt am 19.05.2006, 15:49:
Eine der Aussagen der Bibel ist, das Gott seinen eigenen Sohn für die Menschen opferte. Ich bin selber kein Vater aber aus dieser Sicht denke ich das es viele gibt die, wenn sie diesen Gedanken sich durch den Kopf gehen lassen, schnell erkennen, was Gott für uns laut der Bibel getan hat.
Ob Jesus nun am Kreuz oder wo oder wie auch immer gestorben ist irrelevant, wichtig ist die Botschaft.
Allerdings ist gerade die Kreuzigung eine der kaum zu widerlegenden Passagen der Bibel. Ähnlich wie der Fisch (der sich auf die Aussage "Menschenfischer" begründet) ist das Kreuz, soviel ich weiß, eines der ältesten Symbole der Christenheit.
Auch das Grabtuch von Turin gehört hier zu den besseren Indizien. Abgesehen davon, das man davon fest ausgehen kann, das es nicht gefälscht ist (nehmt das als Tatsache hin sonst begründe ich das gerne noch) passt es auch zu den Passagen der Bibel. Deutlich sind Spuren der Misshandlug von Jesus zu erkennen (Blutspuren auf der Rückseite), Wunden in den Armen unter den Handgelenken, ledglich vier erkennbare Finger auf dem Tuch (der Daumen knickt ein, wenn man einen Nagel durch das Handgelenk schlägt) und auch Spuren der Dornenkrone mit Resten einer Pflanze, die es nur in der Gegend um Jerusalem gibt.
Bestimmt kein Beweis aber ein gutes Indiez.
Aber bitte bitte bitte: konzentriert Euch auf die Botschaft. Der Mantel ist egal. Leider beschränken sich viele viel zu sehr auf die pure Geschichte und nicht auf die Botschaft.
8 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 17:33:
Hi,
nun ja, stimmt, wie genau er gestorben ist, das ist nicht weiter erheblich. Entscheidend an diesem Teil des Evangeliums sind drei Dinge: 1. daß er erfolgreich hingerichtet wurde, 2. daß er unschuldig war und 3. daß er damit die Strafe erlitten hat, die eigentlich uns zustand. Das ist damit gemeint, wenn man sagt, daß er für uns gestorben ist.
Das Kreuz ist kein so uraltes Symbol, wie man glaubt. Der Fisch ist ein älteres Symbol. Der Fisch als Symbol stammt aus der frühchristlichen zeit und kommt von der griechischen Bezeichnung für Fisch, und daß diese Bezeichnung ein Akronym für Christus ist. Das Kreuz hat sich im Laufe der Zeit aus künsterischen Darstellungen so herausgebildet. Das tatsächliche Kreuz war wohl einfach eine senkrechte Stange mit einem Querbalken oben drauf. Oben auf den Querbalken wurde dann ein Schild gesteckt, auf dem die Schuld des Hingerichteten zu lesen war. Bei Jesus stand da "König der Juden". Dieses Schild wurde im Laufe der Zeit zu dem oberen Kreuzteil in den Darstellungen. Insoweit nichts Besonderes.
Wichtig, und da stimme ich mit Daniel absolut überein, ist die "Botschaft", und nicht die Details drumrum. Allerdings muß man mit dem Begriff "Botschaft" hier etwas vorsichtig sein. Allzuoft lautet diese Botschaft nämlich "Christus war ein guter und vorbildlicher Mensch". Das ist sicherlich nicht falsch, aber allenfalls eine Marginalie. Die entscheidende Botschaft lautet "Christus hat unsere Schulden bezahlt". Und genau diese Botschaft wäre buchstäblich zum Teufel, wenn Christus eben nicht unsere Schulden bezahlt hätte, sondern mit Maria Magdalena nach Spanien geflüchtet wäre.
Was mich dabei wirklich etwas erstaunt: Die katholische Kirche hat genug Leichen im Keller, die echt sind. Warum geht der Autor dieses Buches nicht auf diese tatsächlichen Leichen ein? Warum konstruiert er ein ziemlich merkwürdiges Puzzle, das mit nur geringen Anstrengungen zu entkräften ist? Mit dem Buch ist er also definitiv nicht gegen die Kirche vorgegangen. Auch nicht gegen das Opus Dei. Er ist stattdessen gegen die Biblische Botschaft vorgegangen. Warum? Mit welcher Absicht? In wessen Interesse?
9 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 18:07:
Hi Jörg,
mit Deiner e-mail Adresse ist tatsächlich was faul. Auch von zu Hause aus bekomme ich eine Fehlermeldung:
Recipient address rejected: User unknown in virtual mailbox table
Die e-mail Adresse habe ich von Deiner Kontaktseite.
Die rendering-Fehler im Safari kann ich mir inzwischen vorstellen. Ich hab's mit Konqueror versucht. Der mischt munter diverse "alternate stylesheets" wild durcheinander. Daß da vorne und hinten Nichts passt, ist logisch.
10 | Jörg schreibt am 19.05.2006, 19:08:
@Siegfried: Habe Dir gerade eine Mail geschrieben.
Du musst die Leerzeichen rausnehmen und das @ umschreiben.
11 | Jörg schreibt am 19.05.2006, 20:41:
@Siegfried: Du musst die Umlaute schon so schreiben, wie sie angegeben sind. Sonst kann ich Dir leider auch nicht helfen, denn die Umlaut-Domain gehört mir nicht. :))
12 | Siegfried schreibt am 19.05.2006, 20:45:
Hi,
jaja, habe ich auch schon rausgefunden. Tippfehler meinerseits. Aber der Username "kontakt", so wie er auf Deiner Seite angegeben ist, existiert nicht. Man muß schon "info" angeben. Merke: info != kontakt :)
Und das mit den Leerzeichen und dem '@ war mir auch klar.
Diese Art von Spamschutz ist übrigens rechtlich zumindest sehr zweifelhaft. So weit ich weiß, ist Vorschrift, daß man diese e-mail Adresse einfach anklicken können muß, um eine e-mail an den Verantwortlichen abzuschicken. Allerdings bin ich kein Rechtsanwalt. Und verstehen tue ich diese Art von Spamschutz allemal.
13 | Jörg schreibt am 19.05.2006, 22:54:
@Siegfried: Ich weiß nicht wo der Fehler ist, sorry, aber "kontakt" funktioniert bei mir ganz normal und existiert.
14 | Siegfried schreibt am 20.05.2006, 08:55:
Hi,
hat bei mir nicht funktioniert, warum auch immer. Ich habe grade eine Mail an diese Adresse abgeschickt und bislang noch nicht wieder zurückbekommen, also scheint es jetzt zu funktionieren. Keine Ahnung, warum resp. warum vorher nicht. Egal, Hauptsache, es funktioniert jetzt.
Bin mal gespannt, was aus diesem merkwürdigen Bug im Konqueror und Safari wird :)
15 | Stefanie schreibt am 22.11.2006, 16:18:
Hallo ihr!
Habe seit geraumer Zeit ein Tom Hanks Forum und würde mich freuen, wenn sich vielleicht ein paar Mitglieder einklicken würde.
Ihr könnt unter anderem auch über De Davinci Code Diskutieren.
Stefanie
Folgende Weblogs verweisen auf diesen Beitrag:
» | ugotit.de am 19.05.06 18:43
Leonardo muss es wissen…
Und mal wieder glaubt die breite Masse lieber denjenigen, die sich gegen die Kirche stellen und einfach behaupten, alles, was fast 2000 Jahre unsere Zivilisation geprägt hat, basiere auf falschen Tatsachen. Natürlich geht es hier um den ̶... Weiterlesen »
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