Entscheider lieben Blogs nicht - Wer sind eigentlich Entscheider?

24.05.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 1 Kommentare | Print

An der sinnvollen Nutzung von Blogs wird wohl kein Trend vorbeigehen. Zumindest sehe ich momentan keinen, der das Zeug dazu hat. Und daran wird auch nicht der Fakt etwas Großes ändern, dass Unternehmen heute dem Thema mit Ignoranz oder Gleichgültigkeit begegnen.

Internationale Trend sind keine deutschen Trends. Zumindest dürfte es aber bei deutschen Konzern-Etagen nicht viel anders aussehen, wenn man eine Umfrage machen würde, vermute ich, nachdem ich die Ergebnisse im folgenden Beitrag gelesen habe:

Es zeigte sich, dass viele Entscheider nur langsam erkennen, welche Möglichkeiten Corporate Blogs als Kommunikationsmedium bieten. Nur eine kleine Minderheit der Top-Entscheider setzt deshalb heute schon auf Blog-Kommunikation und Blog-Marketing.
PR-Blogger

Für mich ist völlig nachvollziehbar, dass die Kommunikationskultur der meisten Unternehmen weder so authentisch, noch so offen, so ehrlich und keinesfalls auf der Höhe der Kunden ist, dass man mehr Aufmerksamkeit auf die entstehende Kommunikationskultur richten würde. Nicht umsonst wird bemängelt, die Kommunikation nicht kontrollieren zu können. Aber auch das Fehlen kreativer Konzepte bei der Umsetzung zaubert abgesehen von der Content-Generierung derzeit Falten auf der Stirn der Verantwortlichen.

Wenn ich mir die vielen Bedenkensträger in deutschen Landen ansehe, dann komme ich mehr als zu der Feststellung, dass mancher statt zum Unternehmer eher zum Unterlasser tendiert. Nachmachen ist eben scheinbar immer besser, als in der ersten Reihe sich Boilen zu holen. So gesehen stelle ich die Frage noch Mal:

Entscheider lieben Blogs nicht - Wer sind eigentlich Entscheider?

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Kommentare

1 | Andreas Berg schreibt am 24.05.2006, 13:53:

M.E. ist der Ausdruck "Entscheider" für Manager von Konzernen oft fehl am Platz. Zumindest für das mittlere Management würde eher "Verwalter" passen. Und dass Verwalter keine neuartigen Kommunikationsinstrumente einführen, ist soweit klar.

Weiterhin ist die (sinnvolle) Einrichtung eines Corporate Blogs keine triviale Aufgabe, die irgendein Webmaster mal nebenher erledigt. Auch wenn ein Konzern eine offene Kommunikationskultur pflegt, gibt es durchaus sehr viele Dinge, die die Konkurrejnz nicht wissen sollte. Weiterhin gibt es juristische Einschränkungen. Manche Mitteilungen müssen als Ad-Hoc-Mitteilungen veröffentlich werden - und das kommt extrem schlecht an, wenn ein Mitarbeiter das Thema ein paar Tage vorher schonmal im Blog erwähnt hat.

Also ich habe da schon Verständnis für, dass die Konzerne nicht so schnell auf den Blog-Zug aufspringen.

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