Gute Templates & weniger gute Templates - ein feiner Unterschied
06.06.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps, Webdesign | 6 Kommentare | Print
Feintuning macht für mich ein ausgewogenes Weblog-Design aus. Fluchtlinien und Farbharmonien in Stimmigkeit zur inhaltlichen Aussage aber bedürfen wirklich auch etwas Liebe zum Detail. Nicht immer. Aber ab und an öfter, wie ich feststellen konnte.
Man hat mir schon des öfteren Detail-Liebe vorgeworfen. Ja es stimmt, die Liebe zum Detail ist mir irgendwie in die Wiege gelegt worden. Nicht immer, aber doch ab und an. Gerade als Webschaffender mit dem großen und hehren Anspruch Design zu produzieren steht man erfahrungsgemäß immer schneller im Feuer der Kritik als andere Menschen.
- Wenn Du etwas gut gemacht hast, war es der Kunde.
- Wenn etwas schief läuft war es der Designer.
Warum sollte es anders sein.
Und so war ich mir sehr bewusst auf welches Glatteis ich mich bewege, wenn ich ein fremdes Template hernehme und dies für den eigenen Beta-Test einsetze. Zwar bin ich der Meinung, dass sich das Design recht frisch und zeitgemäß sehen lassen kann. Aber dennoch habe ich seit gestern einige Stellen gefunden, an denen die einzelnen Templates des MT-Design-Wettbewerbes es entweder nicht hergegeben haben, oder aber schlicht einige Punkte vergessen worden sind.
Listen sehen doch alle gleich aus
Dazu gehört, dass man die Auszeichnung von Aufzählungen und ungeordneten Listen entsprechend trennt. Gerade habe ich einen Beitrag mit eben beiden Formen der Darstellung geschrieben. Und weg ist meine Aufzählung. Da hat es wohl einfach in der CSS-Datei einen kleinen Drop-Out gegeben. Leicht zu korrigieren.
Was mir viel mehr auffällt und deswegen schreibe ich auch diesen Beitrag ist, dass die Stimmigkeit eines Template-Satzes über die verschiedenen Templates hinweg oft unterschätzt wird. Wie oft habe ich ein schnell modifiziertes Super-Standardtemplate gefunden, dass durch die Handschrift des Betreibers im wahren Sinne des Wortes verschlimmbessert wurde.
Mischpult mit bunten Knöpfen
Ein wenig Farbe hier, andere Farbabstimmung dort und schließlich noch ein paar Abstände, etc. pp. Schnell ist aus der Harmonie der Farben, der über alle Seiten einheitlichen Darstellung etwas geworden, dass weder das visuelle Auge erfreut und schon gar nicht Ansprüche an Blattaufteilung und Gestaltungsraster nebst Fluchtlinien entspricht. Und dass bei Wechsel der Spalten eines Templates ggf. auch der Kopf in Harmonie zur Seite zu wechseln ist, davon will ich mal nicht sprechen.
Kurzum.
Wenn einmal ein fremdes Template, dann sollte man sich die Mühe machen, die vielen und oftmals sorgsam eingestellten Details so zu studieren, dass insgesamt immer noch ein weitgehend rundes Ganzes dabei herauskommt.
Ästhetik ist Geschmacksfrage
Design ist aber immer auch Geschmacksfrage, werden mir jetzt einige Leser sagen. Ganz recht. Denn ich kann hier in dem Artikel ja nur einen Denkanstoß geben und meine Meinung dazu beschreiben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mitnehmen und darüber nachdenken oder im Regal stehen lassen und weiterlaufen. Jeder entscheidet selbst.
PS: Der Template-Autor mag mir meine Bemerkungen verzeihen.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht aufs Maul, ich weiß. :))