Höfliche Trackbacks - ungeschriebene Etikette
12.06.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 19 Kommentare | Print
Leser verweisen auf Euer Blog und setzen einen Trackback. Doch wenige Blogger kennen die ungeschriebe Etikette für höfliche Trackbacks.
Wenn Blogger einen Link setzen, dann ist das immer eine Art Empfehlung. Als Blogger linke ich großzügig nach außen, keinesfalls wird mit Links gegeizt. Allerdings überlege ich mir auch ganz klar, wohin und wie ich einen Link setze. Und so habe ich für diesen Eifer bereits auch einige Linkverweise zurückbekommen können.
Immer öfter entstehen neue Weblogs. Besonders freue ich mich darüber, wenn ich in den noch kleinen neuen Blogrolls als Eintrag auftauche. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Blogger, die ihrerseits bereits eine Empfehlung an andere Leser ausgesprochen haben! : ))
Wenn es dann ans Bloggen geht, wird die Trackback-Funktion natürlich genutzt. Dafür ist sie ja auch da. Trackbacks werden bei mir im Blog grundsätzlich moderiert. Zwar pflege ich dies nicht in Echtzeit. Aber selten rutscht mir ein Trackback durch, es sein denn, die andere Seite hat ihn gar nicht abgesendet oder die Weblogs verstehen sich technisch nicht. Nach spätestens einem, maximal zwei Tagen sollte also im Beitrag das Feedback vermerkt sein, vielfach sehr viel schneller.
Der Trackback eines Lesers ist aber ebenso eine Empfehlung an meine Leser, wenn auch in etwas anderer Form. Und die Voraussetzung für einen Trackback ist ein Link im Beitrag des anderen Blogs auf meinen Artikel. Fehlt dieser Link fehlt logisch auch der Grund für meine Empfehlung. Warum sollte ich also auf den anderen Beitrag verlinken?
Kein Trackback ohne (Gegen-)Link!
Es ist nur höflich und eine kleine Mühe (wenige Ausnahmen technischer Natur ausgenommen!) das so zu handhaben. Finde ich also keinen Trackback in dem verlinkten Beitrag, lösche ich den Trackback in den meisten Fällen. Aktuell gibt es unterschiedliche Tools und Plugins, die das bereits standardseitig eingebaut haben und automatisch händeln. Dies sei hier angemerkt für den Fall, dass Ihr Euch ggf. bereits über Fehler gewundert habt.
Ich finde es einfach höflich so zu verfahren. Auch wird dem Missbrauch schnell und gründlich vorgebeugt. Und darum geht es den meisten Bloggern ja von Haus aus. Gelinkt wird großzügig aber immer aus freier Entscheidung. Und dem anderen werden ebenso gern Referenzen erwiesen, denn das ganze Internet besteht nur aus Verlinkung. Ohne diese funktionierte keine Website und würde auch kein Mensch Eure Seiten finden.
Manche Zeitgenosse betreiben die Verlinkung aber offenbar eher als Sport, denn als Hobby oder Berufung. Und glaubt mir eines, die anderen Blogger merken dass schneller, als Ihr Euch das denken könnt. Ehrliche offene Kommunikation unterscheidet sich gewaltig von aufgesetzter Freundlichkeit. Nicht überall, aber immer öfter.
Wer sein Weblog von Beginn an also wohlwollend führen, gestalten und entwickeln will, tut gut daran, sich diesen Grundsatz anzunehmen. Und weil das ungeschriebene Gesetz der Höflichkeit eben vielen Menschen so noch nicht bekannt ist, weise ich gern offline und online immer mal wieder aus aktuellem Anlass darauf hin.
In dem Sinne freue ich mich, wenn meine Empfehlungen bei Euch ankommen.
Weitersagen ausdrücklich erlaubt! ; ))
PS: Wie man es vielleicht lieber am besten nicht machen sollte, könnt Ihr in folgendem Beitrag lesen, den ich extra als ebenso unmissverständliche Botschaft an Mitglieder des Internet 1 geschrieben habe.
Update
Mehr Information zum Thema findet Ihr auch in der Diskussion zum Thema im Beitrag: Ping-Pong - Ärger & Umgang mit doppelten Trackback-Pings
Danke Frank, dass er meine Erinnerung auf Trab gebracht hat!