Warum ich Steilpässe liebe und keine flachen Bälle
20.06.2006 | Blogger, Blogging Tipps | 4 Kommentare | Print

Nach einem imposanten Spiel kommt mir ein witzig ironischer Vergleich vom Bloggen zum Fussball in den Sinn. Wie ähnlich doch die beiden Themen sind. Was meint Ihr?
Kreative Ballwechsel sind im Internet mehr denn je gefragt. Doch statt steiler Pässe und hitziger Flanken ermattet meine Auge immer öfter durch all zu flaches Kopieren anderer Spieler. Manches Mal habe ich einfach weggesehen. Einige Ballwechsel tun aber wirklich mehr als weh. Und so muss ich mich einfach mal ins Spiel einmischen.
Manchmal ist eine Pause besser als der Zwang zum Spielen. Wer eine schwache Kondition hat, stiftet keine Begeisterung. Wer allzu verbissen dem Ball hinterher jagt, schießt meist nur einfach am Tor vorbei. Vielleicht gibt es zu Beginn noch ein nettes Raunen. Nach einiger Zeit aber fehlt den Zuschauern einfach der Spielwitz, kreative Ideen und spontane eigene Aktionen. Man muss ja auch nicht jeden Tag auf den Rasen.
Gerade wenn der Spieler den Zuschauern etwas Eigenes zu geben hat, physisch eine gute Kondition hat und fit in den Füssen ist, dann spielt es sich fast wie von ganz allein. Gute Spielideen müssen nicht erst zusammengekrampft werden. Nein, man braucht sie auch nicht von anderen abzuschauen. Interessant und gebannt schauen die Zuschauer und sie kommen wieder, zum nächsten Spiel mit noch mehr Spielfreude.
Und wer 9 Gründe weiß, kein Fussball mehr zu spielen, sollte sich vielleicht auch mal ernsthaft fragen, warum er ausgerechnet darauf die Konzentration legt. Immerhin ist es seine freie Entscheidung Fussball zu spielen. Vielleicht hilft ja auch die Entstehungsgeschichte des Fussballs nochmals zu studieren. Die ersten und heute auch die meisten besten Fussball-Spieler sind aus Spaß am Spielen bis heute bei der Sache. Und täglich kann man dann auch wahre Zauberkunststückchen sehen. Einfach toll!
Können beim Spielen kommt von Kunst,
nicht von Wollen, sonst hieße es Wunst.
Das hat mir so mal irgendjemand erzählt.
Wie Recht der doch hatte. : ))
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Warum ich Steilpässe liebe und keine flachen Bälle
Kommentare
1 | Manuela schreibt am 20.06.2006, 19:55:
Eine wunderbare Abendlektüre. Trifft voll ins Schwarze. Vielen Dank :-).
2 | Elephas schreibt am 20.06.2006, 23:09:
Überall wo es um die WM geht, wird über Fußball geschrieben (auch bei mir), hier geht es aber um einen Vergleich von Fußball und Blogging. Unterhaltsam und ermutigend zugleich. Tolle Idee.
3 | Sigrid Tausch schreibt am 21.06.2006, 11:41:
Hallo Jörg,
ich bin ja auch ein Freund von Sprüchen. Obiger hinkt vielleicht ein klein Bisschen (das mit dem Wollen und der Kunst) ;-). Mein Spruch dazu:
"Stolpersteine, Stolpersteine haben ihren Zweck -
auf die großen setz ich mich, die kleinen räum ich weg."
Diese Methode bekommt mir ganz gut und aus scheinbaren Niederlagen werden bei mir oft kleine Wunder - immer dann liegen Wollen und Kunst nah beieinander und "Wo eine Tür zugeht, geht ein Tor auf". In Wahrheit schließt man es sich selber auf, natürlich mit diesem kleinen Quäntchen Glück.
Einen schönen Tag noch
Sigrid
4 | Gabi schreibt am 21.06.2006, 12:45:
Fußball und Bloggen - ein interessanter Vergleich und auch für mich als absoluten Nicht-Fußballer kommen Deine Aussagen gut rüber ;-)
Ich mag solche Vergleich zwischen zwei Dingen, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben gern und wende diese Technik auch ab und zu an.
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