First Break All The Rules
28.06.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 6 Kommentare | Print
Spam-Attacken und andere schlimme Krankheiten - wer kennt sie nicht. Während wohl kein Allheilmittel existiert, bringen einige Überlegungen aus meiner Erfahrung langfristig mehr Ruhe ins Bloggen.
Die Techniken der Spamer werden immer perfekter. Ein Ende des Wettkampfes scheint schwer in Sicht. In diesen Tagen lese ich immer wieder Erlebnis-Berichte über Vorkehrmaßnahmen und leidvolle Erfahrungen. Den goldenen Weg habe auch ich nicht gefunden. Dennoch fällt mir auf, dass wir manches Mal sehr nah vor dem Wald zu stehen scheinen. Mit etwas mehr Abstand und Klarheit hat der Wald wohl auch nur Bäume.
Wer aufgibt, gewinnt nie, wer nie aufgibt, gewinnt.
Napoleon Hill
Getreu des Mottos von Napoleon Hill bin ich immer wieder einmal am Überlegen, wie auf intelligente Art und Weise ein Riegel vorgeschoben werden kann. Gerade die besonderen Charakteristika von Weblogs machen diese anfällig für externe Zeitgenossen.
First Break All The Rules
- Alle Regeln brechen
Von Hause aus widerstrebt es mir, immer alles genau so zu machen, wie mir es Vorgaben suggerieren. Intuitiv mag ich hier und da offene oder eher versteckte Abweichungen von der Norm. Pfade, Dateinamen, Vorgehensweisen und anderes mehr lassen sich mit etwas Überlegung und Kenntnis der Details so konfigurieren, dass mit wenig Aufwand große Erfolge erzielt werden können. Man muss nur an den entscheidenden Stellen ansetzen und dort Regeln brechen. Die Software ist allgemein verfügbar und bekannt. Werden alle Standard-Vorgaben umgesetzt hat man die Laus quasi fast schon im Pelz.
- Missbrauch weitgehend vorher Blocken
Eine Reihe von Zugriffen kann auf Wegen geblockt werden, die sehr früh ansetzen und wirkliche Belastungen gar nicht erst entstehen lassen. Bei all den netten Besuchern ist auch ein gewisses Muster an Vorgehensweisen zu erkennen, selbst wenn sich diese ändert. Auf diese Weise habe ich selbst lange Zeit Angriffe eingrenzen und abwehren können, ohne ein spezielles Plugin dafür zu brauchen. Und ggf. sind diese Maßnahmen noch heute Grund dafür, dass ich den Optimismus nicht verloren habe.
- Wenig echte Details öffentlich kommunizieren
Viel Schaden wird, kurioserweise aus meiner Sicht bei allzu öffentlichen Diskussionen zum Thema produziert. Der Feind hört immer mit! Je interessanter die Vorkehrungen sind, umso dezenter sollten diese kommuniziert werden. Dabei bin ich mir sehr wohl der Tatsache bewusst, dass dies auch kontraproduktiv sein kann. Dennoch eine Überlegung wert, wie ich meine.
- Server, Blog-Software & Plugins effektiv konfigurieren
Wenn wir ehrlich sind, schauen wir oft an manche Stellen einmal und dann nie wieder. Entscheidendes Potenzial zur Optimierung geht uns verloren, weil serverseitige Maßnahmen nicht angepasst sind, Plugins nicht scharf eingestellt oder manchmal auch die Blog-Software nur ungeeignete Vorkehrungen zulässt. Was bringt es zum Beispiel die Leser beim Kommentieren zur Registrierung zu zwingen. Statt Kommentaren bleiben Leser einfach weg. Besser wäre hier die Wahl der Software zu überdenken.
Diese Gedanken sind als Impuls zur Ergänzung und zum Weiterdenken gedacht. Meist stecken die Lösungen ja an Stellen, die wir bisher noch nicht bedacht haben. Denn an den anderen Orten haben wir ja bereits gesucht.
Ich lasse mich gern von neuen Impulsen überraschen!