Eine Website ist wie eine Immobilie

04.07.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps, Weblog - Talk | 8 Kommentare | Print

Eine Website ist wie eine Immobilie

[ Weblog-Talk ] Wer kommt auf die absonderliche Idee, eine Website oder gar ein Weblog mit einer Immobilie zu vergleichen. Der Mensch muss schon etwas ver-rückt sein, etwas schief und ungewöhnlich denken. Aber es ist etwas dran. Insbesondere, wenn ich den Vergleich mit einem aktuellen Beispiel unterlege.

Nun, um es kurz zu machen, ein guter Freund von mir (liebe Grüße Klaus!) überraschte mich eines Tages mit diesem Gedanken. Spontan konnte ich nur eines, mit einem bedächtigen Nicken und großen Schmunzeln hatte er mich ins Nachdenken gebracht.

Ende letzter Woche bat mich eine Leserin, Ihr Tipps zum Einsatz von Typepad als Weblog-System zu geben. Kein Problem. Ich habe zwar kein Weblog bei Typepad, aber eher aus Zeitgründen musste ich meinen Demo-Account verfallen lassen. So was soll vorkommen!

Handfeste Überlegungen?

Aber es gab auch noch einen anderen, sehr handfesten Grund.

Ich habe mir einfach u.a. nach obigem Vergleich überlegt, was ich wohl davon habe, wenn ich mein Haus in den Garten des Nachbarn baue. Genau darauf läuft es nämlich hinaus. Außer der Haustür, die meinen Namen trägt und die mir gehört, bleiben alle Vorteile weitestgehend beim Vermieter des Nachbargrundstücks.

  • Sämtliche Mensche wissen, wo Sie den Nachbarn finden,
    selbst wenn ich da gar nicht mehr wohne.
  • Wenn ich umziehe, fange ich wieder ganz bei Null an.
    Alle Pflanzen gedeihen bei meinem Nachbarn.
  • Er freut sich. Ich habe nur mein Türschild.

Rechnung ohne den Wirt gemacht

Wie bei einem Auto habe ich nur Leasing-Raten für die Benutzung bezahlt. Aber eigentlich noch mehr. Ich habe mehr oder minder kräftig geholfen, dem Vermieter ein schönes zu Hause zu bauen. Schmerzlich merke ich beim Umzug, dass die Rechnung nicht so Recht aufgehen will.

Deshalb tragen sich auch verschiedene bekannte Mieter in Deutschland mit dem Wissen, dass Ihnen eigentlich nur die Eingangstür zu Ihrem Haus gehört. Mehr nicht. Deshalb ziehen sie auch nicht um. Je länger sie aber schmerzlich sich mit dem Fakt abfinden, desto schwerer wird es eines Tages, wirklich die Sachen zu packen und umzuziehen.

Fazit: Wer verschenkt eine goldene Gans?

Eine Website und natürlich auch ein Weblog kann man wie eine Immobilie betrachten. Selbst wenn ich nur mäßig für den Ausbau der Domain sorgt. Der Wert wächst mit jedem Monat. Wer der Meinung ist, dass die Domain also nur den Mietpreis wert ist, der mag ganz schnell Aufwachen. Denn eine auf die richtige Art und Weise ausgebaute Domain ist im Verlauf der Zeit eventuell auch wie eine goldene Gans.

  • Und wer mag schon eine goldene Gans einfach verschenken?
  • Oder gar schlachten?

Könnt Ihr Euch mit dem Gedanken anfreunden?

PS: Wer dieser Tage ein Weblog bei Typepad startet oder betreibt, sollte diesen Aspekt einfach mit bedacht haben. Mit überschaubarem Aufwand lassen sich solch Weblogs in eigene Installationen umsetzen. Gern helfe ich dabei.

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