»Geheim-Experiment« Sommerpause

18.08.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 1 Kommentare | Print

Wenn man eine Pause macht, kann man auch was erleben. Antwort auf die Andeutung meines Geheim-Experimentes Sommerpause will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Neugierig?

Schon wieder ist eine ganze Woche herum. Und wieder ist noch so viel zu tun übrig geblieben. Es wird wahrhaftig Zeit, dass ich meiner Tatstatur mal wieder Arbeit mache. Sonst glaubt die am Ende wirklich noch, dass sie sich auf meine Kosten ausruhen kann. Das wäre ja noch schöner…

Geheime Aktivitäten und wage Andeutungen regen Leser wohl mehr an als sachliche Berichte. Zumindest hat meine Andeutung von einem Experiment bereits einige Nachfragen angeregt. Warum also nicht einmal kurz ein paar Reflektionen dazu schreiben?

Geplant war die Sommerpause bei mir nicht. Selbstredend war die Pause auch kein Experiment. Nach einiger Zeit war ich dennoch etwas neugierig, wie sich die Zugriffszahlen entwickeln und welche Konsequenzen die Sommerpause für mich mit sich brachte. Bei näherer Beleuchtung ergaben sich durchaus interessante Fakten.

  • Einbruch der Zugriffszahlen blieb aus
    Normalerweise bleiben Leser sehr schnell sehr stark weg, wenn es in einem Weblog keine neuen Beiträge mehr gibt. Auch die RSS-Abrufe gehen recht schnell zurück. Insbesondere, wenn die Phase der Inaktivität mehrere Wochen andauert.
    Hier im Blog haben sich die Zugriffszahlen reduziert, aber sehr moderat. Verblüfft habe ich mir die Ergebnisse angeschaut. Nur einige Prozentpunkte machte es aus. Mein Weblog erfreute mich mit mehr Langzeitstabilität. Zufall ist dies aus meiner Sicht keineswegs. Eher ist es das Ergebnis langfristiger und kontinuierlicher Arbeit.
    Lediglich in der Liste der Top-Blogs bei Blogscout rutschte einfach-persoenlich auf Platz 26 zurück. Die Werte von gestern mag ich nicht überbewerten. Auch will ich mir ingesamt nicht so stark auf die Schulter klopfen, denn weder ich noch Ihr habt davon einen Nutzen.
  • Besucher-Strom von Suchmaschinen
    Natürlich ist Google im Wesentlichen verantwortlich für das Ergebnis. Der recht hohe Anteil der Besucher, die mich auch ohne eine Neuveröffentlichung jeden Tag finden und besuchen macht sich hier sehr positiv bemerkbar. Wer ein Weblog hat, dass nur einige Prozent Besucherstrom von den Suchmaschinen bekommt, schneidet hier sicher schlechter ab. Suchmaschinentechnisch gut aufgestellt zu sein loht sich entgegen mancher Unkerei also doch, wenngleich die guten Positionen bei Google vielgestaltige Ursachen haben.
  • Langlebiger Content
    Natürlich gehört der Punkt auf die Liste. Für mich ist es nicht unbedingt der erste Punkt. Der konzeptionelle Ansatz meines Weblogs zahlt sich aus, das erkenne ich mit Freude. Längere eigenständige langelebige Texte, Studien, Tutorials und Erlebnisse machen das Blog interessant zum Wiederkommen und Stöbern, Vergleichen. Nicht wenige Besucher vermelden mir dieses Feedback auch noch nach mehreren Monaten.

Gewiss gibt es für die beschriebenen Effekte auch noch andere Ursachen. Neue Besucher werden einen Schwund an Ungeduldigen ggf. etwas kompensiert haben. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung. Auch Euer Feedback hierzu lässt mich sicher an Dinge denken, die ich bei meinen Betrachtungen einfach übersehen habe.

Es freut mich, dass ein entspanntes Herangehen abseits von Trends die Freude und den Spaß an der Sache in den Vordergrund stellt. Gleichzeitig bin ich mir aber bewusst, dass diese Ergebnisse nicht unbedingt signifikant für alle Weblogs sein werden. Nachahmen solltet Ihr da also nicht unbedingt (bedenkenlos).

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Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: »Geheim-Experiment« Sommerpause

Kommentare

1 | Sigrid Tausch schreibt am 18.08.2006, 20:39:

Guten Abend Jörg,

gerade als mir eine Grafik zum Thema Kreativität eingefallen ist (weil ja Bilder oft mehr sagen als Worte), erfahre ich also von Deinem "Geheim-Experiment". Sommerpausen sind wohl auch ganz gut zur Selbstreflexion, was bei mir der Fall war.

Ich werde demnächst einmal ein Zeitexperiment - einen ganzen Tag ohne Uhr und ohne Plan - wagen und natürlich in meinem Blog darüber berichten.

Gruß Sigrid

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