Frischer Wind: Wie erfinde ich (m)ein Weblog neu?

04.09.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 0 Kommentare | Print

Frischer Wind: Wie erfinde ich mein Weblog neu

Eine frische Brise in die Segel unserer Seiten tut jedem Projekt gut. Übliche Vorgehensweisen punktuell zu durchbrechen bringt vielfach bereits interessante neue Ansätze zu Tage. Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht ...

Seinem Weblog immer wieder einen Frischzellen-Kur zu verpassen scheint offenbar für viele Blogger ein echtes Thema zu sein. Bemerkenswerte Denkanstöße lieferte dazu Chris Pirillo, dessen Beitrag auch vom Darren Rowse aufgegriffen wurde.

  1. Jeden Tag wenigstens einen eigenen Beitrag schreiben
    Ein Stamm-Leser hat es mir einmal auf den Punkt gebracht: er kommt jeden Tag, weil eine Idee, einen Impuls oder einen Tipp für ihn meist dabei ist. Dann hat sich das Weblog-Lesen für ihn gelohnt.
    Nun, immer kann ich das auch für mich nicht in Anspruch nehmen erfüllt zu haben. Trotz aller unterschiedlichen Interessen wäre aber die Landschaft wesentlich bunter, würde jeder Blogger diese Regel einmal am Tag beherzigen. Manche mögen nur einmal am Tag schreiben. Dann kann der Hinweis natürlich nur einige Mal Anwendung finden. Dennoch bringen wirklich weitergedachte, neue Sichtweisen und Ansätze frischen Wind in eine Seite und machen sie attraktiv.
  2. Auch außerhalb des Feedreaders leben
    Impulse für eigene Berichte kommen nicht nur aus den Nachrichten von anderen Seiten. Auch außerhalb der Bloggerszene gibt es Impulse, die aufgegriffen und geeignet aufbereitet werden können. Neuheitswert und frischer Wind sorgen dafür, dass immer wieder neue Impulse dem Blogfeuer zugeführt werden.
  3. Mut zum Zitat fremder unbekannter Quellen
    Die Anzahl der abonnierten Feeds ist bei mir bekannten Bloggern recht konstant und verzeichnet Standardeinträge. Dennoch entstehen jeden Tag neue Weblogs. Und auch darunter entwickeln sich still und heimlich Perlen, die es zu entdecken gilt.
  4. Nur einen Beitrag pro 14 Tage/Quelle schreiben
    Jeder hat seine Lieblingsblogs und schreibt gern über sie. Ab und an vielleicht auch zu oft. Je nach Konzept und persönlichen Vorlieben sorgt eine vornehme Zurückhaltung für Abwechslung und größere Vielfalt.
  5. Eine Woche warten bis zum eigenen Beitrag
    Über brandheiße News lassen sich geeignet verarbeiten. Manchmal ist es aber auch ratsam, eine Weile zu warten, bis man sich eine Meinung gebildet hat. Wenn man dann einen eher überblicksartigen Artikel mit Orientierung für andere Leser schreibt, gewinnen wir Überblick über diverse Beiträge. Einsteiger und neue Leser freuen sich ob der guten inhaltlichen Aufbereitung.
  6. Kreativer neue Ideen statt einfache Nachahmung
    Wo es irgend geht scheint es geraten, nicht das zu Bloggen was andere posten. Zu schnell wird das Blog uninteressant oder gar vergleichbar mit anderen Weblogs. Kreative neue eigene Ansätze benötigen mehr Gehirnschmalz und Engagement. Langfristig sind sie aber gewiss die bessere Investition.
    Gegen den Einheitsbrei in punkto Content & Design hilft nur, einmal mehr weiter zu denken und quer zu denken. Neue Weg zu erproben und sich Gedanken zu machen, wie man bisherige Standards mit wenig Einsatz entscheidend zum Nutzen der Leser abwandeln und verbessern kann.
  7. Zweimal Nachdenken, einmal Schreiben
    Kurz auf den Punkt gebracht lohnt es bei kontroversen Themen und Erlebnissen, noch einmal darüber zu schlafen. Ein rascher Kommentar oder vorschneller Beitrag sollten noch einmal in Ruhe bearbeitet und korrigiert werden. Sprachkultur und Ausdruck sowie der Ton machen die Musik.
  8. Unkonventionell sein
    Eigenen Kopf zum Denken benutzen, ist eine der schwersten Aufgaben, die es gibt. Unkonventionell sich treu zu bleiben ohne immer in die Fußstapfen von anderen zu treten ist eine tägliche Herausforderung. Wer sie bewältigt, formt eigenes Profil und gibt seinem Projekt mehr Gesicht, Persönlichkeit und damit Glaubwürdigkeit.
  9. Kein Listen und Statistiken im Blick haben
    Beiträge zu schreiben, um irgendwelche Listungen und Top Ten Listen zu bedienen scheint derzeit groß in Mode. In letzter Zeit nehme ich diese Entwicklung mit Schrecken wahr. Weniger Aufmerksamkeit und Missbrauch eines Super Stilmittels erreichen überdimensioniert genau das Gegenteil des eigentlich Beabsichtigten.
  10. Die Säge immer wieder schärfen
    Statt immer nur vor der Tür der anderen zu kehren und zu suchen bedarf es ab und an auch der eigenen Rückschau und Reflektion. Stimmen meine Schwerpunkte mit der ursprünglichen Absicht des Projektes noch überein? Wie hat sich der Themenfokus verändert? Habe ich noch die gleichen Ziele? Wie kann ich mein Vorgehen anpassen und dabei frischen Wind in mein Tun bringen?
  11. Vielfältige Quellen der Inspiration nutzen
    Impulse kann man sich natürlich aus der Szene holen. Viel interessanter ist aber, jenseits der gewohnten Bereiche auf Wildfang und Inspirationssuche zu gehen. Welche Themen und Methoden aus anderen Branchen und Bereichen kann ich mir in meinem Projekt vorstellen? Welche Initiativen und Aktivitäten lassen sich transformiert in das Projekt einbauen? Welche neuen Nutzeffekte können sich daraus ergeben?

Anmerkungen

Ich habe mich bei meiner Aufstellung einmal mehr nur inspirieren lassen und weder auf Vollständigkeit noch zu weite Ausführung Wert gelegt. Auch erhebe ich keinesfalls den Anspruch, alle Punkte täglich zu erfüllen. Sie dienen lediglich als Orientierung und Denkanstoß darüber einem nachzudenken, wie Ihr immer ein wenig mehr frischen Wind in Euer Projekt bekommen könnt.

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