Bloggen kostet Zeit & Engagement
03.03.2006 | Blogger, Blogging, Blogging Tipps | 1 Kommentare | Print

Teil 3: Was ich beim Bloggen gelernt habe? Wer Erfolg beim Bloggen haben will, sollte sich ernsthaft damit beschäftigen. Ohne Fleiß und persönliches Engagement fällt sehr selten ein Preis vom Himmel.
Wenn ich anderen Menschen mit meiner Begeisterung von Weblogs und vom Bloggen erzähle, treffe ich oft auf Bedenkensträger. Es gibt selten positive Einstellungen. Fast scheint mir, dass ich mit meiner Meinung manchmal nicht nur geschlossene Türen einlaufe. Fest und tief eingefahrenen Denkschemen stellt sich mir in den Weg. Gar zu unbeweglich und kreativ geht man vieler Ortens an die Herausforderung heran.
Unweigerlich denke ich an die 3 Grund-Gesetze der Betriebswirtschaft:
- Das haben wir schon immer so gemacht.
- Das haben wir noch nie so gemacht.
- Da könnte ja jeder kommen.
Gut, die Fragen fallen einfach etwas anders aus:
- Was haben die Weblogs so Besonderes?
- Was bringt Dir das Bloggen?
- Kostet das nicht Zeit?
Was von den Einen (fast) als Heiligtum verehrt und in den Status eines Kults erhoben, wird ist, bei Lichte besehen, nur eine etwas andere Art der virtuellen Kommunikation. Zugegeben, eine sehr interessante, spannende und auch Zeit beanspruchende Tätigkeit. Doch auch ohne ernsthaftes Engagement mit dem Thema sind nur durchschnittliche Ergebnisse zu erreichen.
Hand aufs Herz:
- Welches Eurer Hobbys braucht keine Zeit oder Engagement?
- Und welches berufliche Engagement bedarf keiner Zeit?
Wenige Menschen setzen Weblogs heute bereits gezielt für ihre beruflichen Zwecke ein. Meist werden sie von anderen Menschen dazu angestiftet, ein Weblog zu eröffnen. Aber allein der Nachahmungseffekt und die Neugier ist kein Garant für Erfolg. Auch habe ich die Erfahrung machen können, dass es längst nicht wirklich die Angelegenheit aller ist, kontinuierlich an einem Thema zu arbeiten und für andere Menschen (oder sich selbst) zu schreiben.
Geben kommt vor Nehmen
Wir leben im Internet in einer Welt der Kostenlos-Mentalität. Solches Denken prägt uns tief und hinterlässt deutliche unsichtbare Spuren. Das Internet lebt für mich durch den Fakt, dass ein jeder gibt und nehmen kann. Wer lernen will, muss vielleicht auch erst Nehmen und dann Geben. Doch grundsätzlich gibt es ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.
- Erfolg erfordert ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema
In einigen Büchern über Selbstmanagement wird oft der Ausspruch zitiert:
Erfolg heißt Erfolg, weil Er-folgt.
Zuerst bedarf es der ernsthaften Beschäftigung mit dem Thema. Wer mit dem Medium persönlichen oder beruflichen Erfolg haben will, investiert zunächst entweder Zeit oder Geld. Entweder Ihr beschäftigt Euch damit oder bezahlt jemand, der Euch einige Schritte auf dem Weg abkürzen kann. Einen anderen Weg habe ich noch nicht gefunden.
Das Wunderbare an der Beschäftigung mit dem Bloggen ist: es macht auch noch Spaß. Für viele Menschen gewiss ein unabdingbares Bonbon, dass die Beschäftigung mit dem Thema spannend, lehrreich und immer wieder zu einer interessanten Herausforderung macht. Die Entwicklung erfolg so dynamisch, dass selbst eine oder zwei Wochen Urlaub und Abwesenheit erst einmal nachgeholt und aufgearbeitet werden wollen.
- Ohne Fleiß keinen Preis
Obwohl oder gerade weil der Zugang zu Weblogs und dem Bloggen so einfach ist, trifft man oft den Glauben, alles ginge von alleine. Weit gefehlt. Beständigkeit, Ausdauer und sehr viele kleine Schritte machen eines Tages ein Projekt zu dem, was es ist. Rom ist nicht in einem Tage erbaut worden. Ebenso kein erfolgreiches Blog. Ihr könnt im Frühjahr nicht die Aussaat verpassen, Euch im Sommer sonnen und im Herbst erwarten, dass Ihr eine große Ernte einfahren könnt. Auch die Entwicklung eines Weblogs braucht einige Zeit. Ernsthafte Beschäftigung, Optimierung und die Berücksichtigung von einigen einfachen Erkenntnissen kann den Weg verkürzen und die Fahrt schneller gestalten. Auch wenn es für das Bloggen normalerweise keine festen Regeln gibt.
- Spaß und Herzblut
Wie bei jeder Tätigkeit wird es Höhen und Tiefen geben. Ca. 50 Prozent der neuen Weblogs kommen nicht über die ersten drei Monate hinweg. Warum? Vielleicht werden sie nur zu Testzwecken eröffnet. Oder es passieren grobe Fehler zu beginn und es hagelt eine Abmahnung. Wenn aber Spaß und vor allem das Herzblut, anderen Menschen (oder sich selbst) etwas mitzuteilen fehlen, mit der Zeit abhanden kommen oder kein Thema zum Schreiben da ist, geht die Euphorie bald verloren. Interessierte Leser und Kommentare wollen erst gewonnen und begeistert werden. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Wer ein Mix an Themen hat, die für viele Menschen in einem bestimmten Fachgebiet von Nutzen sind, der hat eine sehr gute Ausgangsposition.
- Probieren geht über Studieren
Nicht zuletzt gilt es einfach auszuprobieren. Ihr könnt viele Erfahrungen von anderen Bloggern durch Studium ihrer Beiträge lernen. Ob und in wieweit aber diese Erkenntnisse bei Euch im Blog hilfreich, sinnvoll oder nützlich sind, kann keiner für Euch entscheiden. Manche Dinge sind schneller ausprobiert als allzu theoretisch analysiert.
In den Zuschriften und Kommentaren lese ich immer wieder, dass Leser ein Weblog planen, demnächst online gehen wollen oder einfach noch eine Weile studieren wollen. Es lohnt sich gewiss, im Vorfeld zu einem Weblog Gedanken zu machen. Hilfreich ist die Berücksichtigung einiger grundlegender Aspekte.
Aber auch eigener Erfahrungen kann ich nur immer wieder eines raten:
Was ich beim Bloggen gelernt habe?
Einfach anfangen und ausprobieren!
Der Beitrag ist Teil des Themen-Monats Weblog & Bloggen.
Schneller Durchblick bringen Euch alle Themen auf einen Blick!
Kommentare und Trackbacks
zum Beitrag lesen & selbst kommentieren
War der Artikel für Euch wertvoll? Wollt Ihr Euch den Beitrag als Bookmark merken?
Einfach RSS-Feed abonnieren oder das Lesezeichen mit anderen Menschen teilen:

