Leser Kommentare auf Irrwegen
07.01.2007 | Blogging, Blogging Tipps, Persönlich | 2 Kommentare | Print

Wer Kommentare und Feedback mag, muss manchmal auch einige Hürde überwinden. Betreiber und Leser gleichermaßen müssen Kompromisse eingehen, wenn ein Kommentarbetrieb wirtschaftlich und sauber funktionieren soll. Einige Blicke hinter die Kulissen meines Weblog sollen dies aufzeigen.
Das Anti-Spam-Plugin arbeitet in meinem MT assistiert durch Akismet reibungslos. Filtern diese weitestgehend alle Missbräuche heraus, bleiben einige immer wieder auch einmal in der Sperre hängen. Manchmal mag ich darüber schmunzeln, denn es sind offenbar Kommentare, die durch Gehalt und Anlass wohl nicht durch Zufall dort landen (und verbleiben).
Ungewollt passiert es aber ebenso, dass qualitativ gute Kommentare im falschen Ordner landen. Sie stehen dann nicht in der Moderation, sondern fallen ebenso in den Spam-Ordner. Regelmäßig ist der Junk-Ordner prall gefüllt und wird vom System automatisch gelöscht. Ich prüfe den Junk-Order manuell (un)regelmäßig, mal mehr, mal weniger. Alle schriftlichen Anfragen bin ich selbstverständlich nachgegangen.
Kommentare mit mehreren Links, wie neulich bei der Umfrage, werden fast alle moderiert. In einem prallen Junk-Ordner wird dies ggf. auch zur zeitraubenden Angelegenheit. In Verbund mit der Spam-Belastung des Servers war dies in letzter Zeit nicht besonders angenehm.
Wieviel Kommentar-Datei braucht ein Blog?
Ich mag die Kommentare hier im Blog weder moderieren noch künstlich einschränken. Allerdings habe ich in der letzten Zeit vermehrt ein Auge auf die Systemeinstellungen zur Verminderung der Kommentar-Datei-Nutzung geworfen.
- Kommentar- und Trackback-Datei-Namen
Eine Umbenennung der Kommentar- und TB-Datei bringt nur mittelbar einen Erfolg. Bereits erstaunlich kurze Zeit später ist der Spam-Verkehr wieder bei alten Werten. Langfristig also keine Lösung.
- Pause zwischen den Kommentaren
Eine verordnete Zwangspause zwischen den Kommentaren mag Euch aufgefallen sein. Sie ist üblich und wird meist vom System entsprechend angekündigt. Sie bringt aber nur sehr wenig und hält nur bedingt Spamer ab.
- Begrenzung der Kommentare pro Stunde/Tag
Eine massive Nutzung der Kommentarfunktion lässt sich ebenso durch zwei Einstellungen im System erreichen, die ich seit Weihnachten ausprobiert habe. Leider fallen darunter auch manche Leser-Kommentare. Verwundert hatte mir hier ein Leser geschrieben, der gewaltsam am Kommentieren gehindert wurde. Letztlich habe ich zwar eine Reduzierung des Spam-Aufkommens erreicht, aber die Relation zum Schaden für Leser war zu groß.
Für alle interessierten und Einsteiger unter den Lesern sein angemerkt, dass wirksame Abwehrmaßnahmen an den richtigen Punkten ansetzen müssen. Die Hauptlast der Spamer wird nicht über die Kommentar-Formulare auf den Seiten selbst ausgelöst. Nach Bekanntwerden der Dateinamen werden diese Dateien von Spamern in der Regel direkt aufgerufen. Und genau hier liegen die eigentlichen Angriffspunkte.
Hinweis in eigener Sache
Für eine funktionierende Kommentar-Funktion ist es natürlich auch Voraussetzung, dass die Kommentare sich nicht durch spam-affine Eigenschaften selbst in den Junk-Ordner befördern oder sonstig geblockt werden. Die kürzliche Nachfrage eines Lesers gehört auf jeden Fall hierhin, denn allein durch den Namen seines Blogs kamen seine Kommentare nie ans Tageslicht, sondern verschwanden so schnell wie geschrieben zwischen allen anderen Spamern.
Nicht in jedem Fall mag also der Betreiber Verantwortung tragen. Zudem sein angemerkt, dass ich nicht in Echtzeit die Trackbacks und Kommentare moderiere, so dass es manchmal einfach auch etwas Zeit dauern kann. Solltet Ihr also Unregelmäßigkeiten feststellen, schreibt mir eine Mail. Das ist immer noch der beste und sicherste Weg.