Einfach peinliches Geständnis eines Blogger-Irrtums
26.01.2007 | Business-Blog-Karneval, Persönlich | 2 Kommentare | Print

Wer einen Fehler gemacht hat, darf diesen (auch mal) zugeben. Ja, O.K. Auch wenn es wirklich einfach peinlich ist, denn dafür muss man schon über seinen Schatten springen. Aber Ihr sagt es auch keinem weiter, versprochen?
Auch wenn ich für viele neue Dinge schnell zu begeistern bin, beim ersten Business-Blog-Karneval stand ich nicht in der ersten Reihe. Vom Start der Business-Blogger erfuhr ich per RSS-Feed bei anderen Bloggern. Lange vor dieser Aktivität hatte es in deutschen Landen einen ersten zaghaften Versuch gegeben, solch ein närrisches Treiben zu veranstalten. Ich fand die Idee toll, kannte ich diese ja bereits seit Monaten aus dem amerikanischen Blogs. Aber in Deutschland war wohl die Zeit noch nicht reif für eine Adaption.
Beim ersten Nachdenken zum Business-Blog-Karneval wollte mir aber zu Akquise kein passender und zündender Einfall kommen.
- Was habe ich mit dem Thema zu tun?
Erst auf den zweiten Blick und nach einem längeren Telefonat mit einem Freund wurde mir schlagartig klar, dass meine Gedanken in den üblichen Bahnen in eine Sackgasse gefahren waren.
- Meine spontanen Assoziationen knüpften einfach nur an die am häufigsten benutzen Schaltstellen an. Mein rationales Denken hatte sofort eine glasklare Antwort. Wie sich herausstellen sollte, war wohl meine Reaktion durch die negativ belegten ersten persönlichen Aktivitäten so stark belastet, dass ich nur die eine Seite der Medaille bewusst war.
- Mein kreatives unbewusstes Denken hatte aber durch eine einzige Frage meines Freundes angeregt, plötzlich ein Vielzahl von Gedanken und Ideen zum Thema parat. Mit einem Mal wurde mir klar, wie eng ich das Thema gesehen und für mich interpretiert hatte. Aus einem anderen Blickwinkel ergaben sich für mich plötzlich völlig neuen Möglichkeiten.
Erfolgreiche PR & Medienarbeit – Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum?
So etwas passiert mir so schnell nicht wieder! Wie schnell wir aber dazu tendieren einen Fehler zweimal zu machen, sollte ich wenig später wieder einmal am eigenen Leib erfahren.
- Was habe ich mit dem Erfolgreicher PR & Medienarbeit zu zun?
Erfolgreiche PR & Medienarbeit ist doch etwas:
- für Journalisten,
- für PR-Agenturen,
- für Presse-Menschen,
- für Business-Experten,
- für Blogger?
Ja genau so habe ich gefragt?
Ich maße mir nicht an, mich als PR-Profi auszugeben. Davon bin ich weit weg. Auch mache ich gewiss zu wenig PR-Arbeit.
- Wieso sollte ich aber nichts zum Thema PR & Medienarbeit beizutragen haben?
- Betreibe ich nicht selbst mit diesem Weblog PR in eigener Sache?
- Gehört das Internet nicht auch zu den aktuellen Medien?
Natürlich betreibe ich ein Weblog als PR- und Marketing-Instrument. Nicht zuletzt habe ich mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit dem Medium Weblog und deren Anwendungen im Business-Kontext befasst. Selbstverständlich fallen mir diverse Themen ein, die sich mit der erfolgreichen und authentischen Kommunikation beschäftigen.
Wann bin ich ein Business-Blogger?
Diese Frage habe ich in dieser Woche öfter gestellt bekommen. Reichlich verwundert habe ich registriert, dass der eine Blogger nicht als Business-Blogger bezeichnet werden will. O.K. Wir haben also noch reichlich Nachholebedarf bezüglich der Begriffe. Sie sind nicht immer so toll, dass wir momentan jeden zu einem Jubelsprung veranlassen. Neue Begriffe wollten wir aber in Anlehnung an bisherige Erfahrungen auch nicht definieren.
Natürlich kann jeder beim Business-Blog-Karneval mitmachen, der eine persönliche Meinung zum Thema hat, Ideen und Anregungen dazu beitragen kann. Er braucht dafür kein Profi auf dem Gebiet der PR und Medienarbeit zu sein. Auch muss sein Ansinnen ein Weblog zu führen auch nicht unbedingt primär von einem Unternehmen getragen werden.
Ich habe eine Bären-Angst!
- Was passiert, wenn alle Leser unserer Einladung nachdenken und das Thema Erfolgreiche PR & Medienarbeit in Verbindung mit ihrer Arbeit und ihrem Wirken als Mensch, Blogger, Fachmann oder Unternehmer bringen?
- Was passiert, wenn das Thema Internet als Bestandteil der Medienarbeit inklusive Weblog als passend zum Thema angesehen und von den Bloggern aufgenommen werden?
Normalerweise macht der Mensch sich die meisten Sorgen im Leben umsonst. Die befürchteten Konsequenzen treten so gut wie nie ein. Ob meine persönlichen Erfahrungen sich auch in diesem Falle bewahrheiten, vermag ich nicht zu sagen.
Bisher habe ich jedenfalls alle Herausforderungen in den Griff bekommen. Wie auch immer Ihr darüber denken mögt, solltet Ihr bis heute gezögert haben, dann könnt Ihr ja noch mal drüber schlafen.
Auf den zweiten Blick ist das Thema jedenfalls so facettenreich und viel versprechend, dass ich gespannt bin, auf welche Ideen Ihr in den nächsten Tagen und Wochen kommen werden. Eines aber müsst Ihr mir versprechen. Sagt bitte keinem Menschen weiter, dass Ihr hier solch ein einfach peinliches Geständnis gelesen habt. Versprochen?
Der 2. Business-Blog-Karneval ist eröffnet. Drei Wochen lang schreiben Blogger und PR-interessierte Menschen ein Wissensdossier zur Erfolgreichen PR & Medienarbeit. Mitmachen lohnt sich gleich mehrfach!
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Kommentare und verweisende Trackbacks
zum Beitrag: Einfach peinliches Geständnis eines Blogger-Irrtums
Kommentare
1 | Jörg Weisner schreibt am 26.01.2007, 14:00:
Jörg,
diese Überlegungen kommen mir durchaus bekannt vor.
Während ich mit dem Akquise-Thema aber immerhin nach der zweiten oder dritten "Denkschleife" mich anfreunden konnte, brauchte ich für Euer Thema noch ein paar Denkschleifen mehr.
Also auch die Fragen an mich selbst:
"Was habe ich mit PR zu tun?
PR - das ist doch nur was für Journalisten, und für die PR-Berater - da lass man Klaus Eck und Konsorten ran."
So ganz losgelassen hat mich Euer 2. Business Blog Karneval dann wohl doch nicht. Auf jeden Fall schoss mir heute morgen ein Gedanke durch den Kopf: "Welche PR hat wohl die größte Wirkung? Diejenige, die zwar alle sogenannten Regeln dieser Experten einhält dafür aber die Leidenschaft für ein Thema vermissen läßt - oder diejenige die unbewußt die eine oder andere Regel verletzt, der man aber die Leidenschaft und die Begeisterung für eine Sache anmerkt?"
Meine eigene Antwort auf diese Frage wirst Du nächste Woche lesen können.
Danke auf jeden Fall noch einmal für diesen allerletzten Anstoß!
2 | Jörg schreibt am 26.01.2007, 14:32:
@Jörg: Ich kann Dich wirklich beruhigen. Mir geht es (immer) noch genau so! Gut, ich habe mich schon etwas intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt.
Dennoch merke ich jeden Tag, wieviel eigentlich in dem Thema steckt und dass mehr oder minder jeder einen persönlichen Bezug zu Details des Themas einbringen könnte.
PS: Wäre übrigens toll, wenn wir bei der Gelegenheit wieder mal miteinander sprechen könnten. Vielleicht ann ich Dir noch ein paar interessante Impulse liefern. ;))
PS: Danke fürs Mitmachen!
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