Umfrage & Feedback: Wieviel Serien-Posting braucht ein Leser?

13.02.2007 | Blogging, Blogging Tipps, Persönlich | 9 Kommentare | Print

Umfrage & Feedback: Wieviel Serien-Posting braucht ein Leser

Pro & Contra für oder gegen ein Serien-Posting gilt es immer wieder abzuwägen. Während oft die Dinge unmittelbar auf der Hand liegen, tue ich mich ab und an richtig schwer im Abwägen von Vor- und Nachteilen. Mit einer herzlichen Bitte um persönliches Feedback erhoffe ich mir heute von Euch Hilfe.

Beiträge habe ich in meinem Weblog viele veröffentlicht.
Bei manchen Themen und Erkenntnissen überlege ich aber immer wieder:

  • Schreibe ich einen einzelnen Beitrag?
  • Schreibe ich besser eine Serie von Beiträgen?

Bevor ich nun endgültig meine Erfahrungen mit dem Schreiben von Serien-Postings zu Papier bringen, möchte ich Euch heute aus aktuellem Anlass um Eure geschätzte Meinung, Euer Feedback und Gedanken bitten!

Der Sachverhalt am konkreten Beispiel

Zur erfolgreichen PR- und Medienarbeit gehören für mich zweifellos auch Weblogs. Kaum ein Thema wird allerdings im Business-Context so missverstanden wie das Weblog-Phänomen. Auf Erfolg & PR habe ich deswegen einen Beitrag diesem Thema gewidmet:

Vorsicht: Überlänge! Bitte mit Geduld lesen!,
habe ich bei diesem Artikel vermerkt.

Er ist recht lang geworden. Aus anfänglich 10 Stichpunkten haben sich eine Reihe von Argumenten entwickelt, dies ich gerade für angehende Business-Blogger und anderen Interessenten weitergeben wollte.

Was für einen Beitrag aber erstelle ich nun?

  • Einen Beitrag (wie im Original zu sehen )?
  • Ein Doppel-Posting?
  • Eine Serie mit 3 oder gar 10 Teilen?

Wie würdet Ihr einen solchen Beitrag gern lesen?
Was spricht sind die Pro & Contra Eurer Überlegungen?
Welche Nutzer-Gewohnheiten habt Ihr?

Zum direkten Vergleich habe ich Euch einfach einmal einige Serien-Beiträge aus meinem Weblog aufgelistet. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr diese vergleichen und Euch daraus eine bessere Meinung bilden.

Welche Argumente sprechen dafür? Welche dagegen?

Ich freue mich auf Eure Kommentare und Euer Feedback zum Thema. Im Ergebnis Eures Feedbacks schreibe ich aus meinem Erkenntnissen und Eurem Feedback eine Tutorial zur Erstellung von Serien-Postings, dass Euch dann allen zur persönlichen Verfügung stehen wird.

Helft Ihr mir?
Danke!

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Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: Umfrage & Feedback: Wieviel Serien-Posting braucht ein Leser?

Kommentare

1 | herbert schreibt am 13.02.2007, 13:18:

Wenn ein Text, wie im Beispiel, sehr lang ist, höre ich sehr bald auf zu lesen.
Ich ziehe es vor, kürzere, aber in sich natürlich geschlossene Beiträge zu lesen und warte gerne einige Stunden oder einen Tag auf die Fortsetzung aber nicht länger

2 | bit2bit schreibt am 13.02.2007, 15:02:

Da kann ich mich dem Herbert nur anschliessen.

Bei Texten, die "auf einen Blick" gar nicht oder nur schwer zu erfassen sind, geben viele gleich von vorne auf,

  • weil sie beim unbestimmten Ausgang (man weiss ja am Anfang noch nicht, ob der Text einem wirklich nützlich sein wird) nicht das Risiko des Zeitverlusts hinnehmen wollen

  • weil die meisten Leser keine Profi-Blogger sind, sondern eher "Freizeit-Hobby-Blog-Leser", deren Freizeit zeitlich klar begrenzt ist

  • weil die Profi-Blogger unter den Lesern wieder täglich soviel von der Informationsflut durchzuarbeiten haben, dass sie ebenfalls streng selektieren müssen

  • weil man bei längeren Texten eher den Eindruck bekommt,

    • dass es sich entweder um ein zu tiefgehendes und "wissenschaftliches" Thema handelt - das man am Ende eh nicht kapieren wird - also wozu der Aufwand;

    • oder aber, dass sich der Autor keine Mühe gegeben hat, seine Gedanken klar und bündig zu formulieren und Einen nur mit unnötigen Ausführungen "zuspammen" will
  • weil man sich bei zuviel Materie auf einmal sehr schnell überfordert fühlt und beim Gedanken es noch mal zu lesen nur noch Magenweh bekommt

  • weil man es ja auch aus anderen Bereichen unseres Lebens abschauen kann - z.B. TV - die meisten Serien dauern (samt Werbung) etwa eine halbe Stund' und wenn's am spannendsten wird, enden sie mit der Bemerkung:

    "Fortsetzung folgt ..."

    und das läst sich dann keiner entgehen, wenn's ja gerade erst so richtig spannend wurde ...

Ich persönlich bevorzuge ebenfalls eher bündigere Posts, bei denen man sich auf die Fortsetzung freuen kann - so bin ich bei einigen Blogs zum regelmäßigen Leser geworden, weil ich die eine oder andere Serie zu ende lesen wollte ...

Man kann so IMHO einige zufriedene und wiederkehrende Besucher gewinnen ...

3 | Alexander Greisle schreibt am 13.02.2007, 16:35:

It depends ;-)

Oben genannten habe ich komplett überflogen, einzelne Passage intensiver gelesen. Bei manchen höre ich schon mal nach einigen Absätzen auf.

Nun ja, ich schreibe selbst öfter mal längere Beiträge. Das hängt ein wenig vom Thema ab. Beim obigen hätte ich es schade gefunden, wenn er zerstückelt gewesen wäre.

Vielleicht kann folgende Faustformel gelten
(Achtung, gnadenlos neue Weisheit ;-):
Längere Beiträge => (Noch) bessere Strukturierung, Gestaltung und Schreibe.

Es stimmt aber, dass das Blog-Leseverhalten eher kürzere Texte fördert. Ach je, schon wieder ein "aber": Längere Beiträge im National Geographic oder im Spiegel haben auch was für sich, oder?

4 | Gabi schreibt am 13.02.2007, 16:35:

Ich empfinde es als anstrengend, am Bildschirm konzentriert einen längeren Text zu lesen - selbst wenn er mich brennend interessiert und die Webseite noch so barrierefrei ist - das hilft nicht gegen Augenbrennen und einen steifen Nacken, was sich nach längerem, regungslosen Sitzen und Starren zwangläufig einstellt ;-)

Also, für mich lieber Serie, aber ohne den von bit2bit zitierten Cliffhanger wie in TV-Serien. Der Beitrag sollte in sich geschlossen sein, aber trotzdem Appetit auf die Fortsetzung machen.

6 | Manuela schreibt am 13.02.2007, 20:35:

Den von Dir angesprochenen Beitrag würde ich auch genau in dieser Form lesen: In einem Artikel. Denn inhaltlich bieten sich die Möglichkeiten der Trennung nicht wirklich, denke ich. Du hast 10 Punkte, die nicht unebdingt aufeinander aufbauen. Würdest Du nach dreien abbrechen und mich dann auf den nächsten Beitrag »vertrösten«, hätte ich eher dieses unzufriedene Hungergefühl als Vorfreude.

Andere Themen lassen sicher Serien zu, wenn es z.B. um Plugins für MT geht könnte man im ersten Beitrag die erwähnen, ohne die es nicht geht, im zweiten die, die wirklich empfehlenswert sind und im dritten die kleinen Schmankerl. Wenn diese Beiträge dann zeitversetzt nach mehreren Tagen und nicht nur beitragsversetzt erscheinen würden, hätte ich als Leser Zeit, sie zu verdauen, zu testen und mich auf das Versprochene zu freuen :-).

Ich denke wirklich, es hängt vom Thema ab. Wenn Serie, dann trotzdem prägnant und - v.a. für mich wichtig - nicht am gleichen Tag. Denn sonst erscheint es mir immer wie eine künstliche Trennung und ich habe mehr Input als ich abarbeiten kann und meist auch will.

7 | Marco Philipeit schreibt am 13.02.2007, 20:56:

Hallo Jörg,

ich persönlich lese lieber einen Artikel - denn will ich ihn ausdrucken (der Regelfall) habe ich meistens nur das, was ich will: Den blanken Inhalt. Wird ein Artikel auf mehrere Einzelartikel aufgeteilt (die dann auch noch im wochenweißen Abstand erscheinen - das geht meiner Meinung nach überhaupt nicht, sofern es sich wirklich nicht anders machen lässt), so habe ich meistens zweimal den Kopf, mehrere Kommentare wie "Freue mich darauf, wie es weiter geht" und weitere Störfaktoren, die mich bei der Informationsaufnahme behindern.

Allerdings kann ich auch gut verstehen, wenn ein Artikel wie "Wie erstelle ich eine professionelle Webseite und mache sie bekannt" in einer Serie erscheint. Hier muss man eben - wie bereits mehrfach genannt - den Einzelfall abwägen und versuchen durch gute Gliederung die Übersicht zu bewahren.

Gruß,

Marco

8 | Boris schreibt am 13.02.2007, 21:04:

Jetzt brauche ich nichts weiter mehr zu schreiben, denn Manuela hat genau meine Sichtweise kurz und treffend dargestellt. Also kurz einfach nur Danke und Punkt. ;-)

9 | Rene Kriest schreibt am 15.02.2007, 09:07:

Hallo!

Man könnte auch einen dritten Weg einschlagen, wie etwa im folgenden Beispiel in meinem Blog.

Man unterteilt das längere Posting in zwei. Um ihr aber den Serien-Charakter zu nehmen, bedient man sich eines Kunstgriffs.

Das erst Posting nennt man etwa "Die 6 häufigsten Fehler..."

Das hierauf aufbauende zweite Posting zeichnet man mit "4 weitere Fehler..." aus.

Ich halte dies für eine elegante Lösung, falls ein (Listen-) Posting zu lange gerät.

Unter Serien fallen für mich grundsätzlich nur Postings, die 3 separate Einträge beinhalten. 2er-Serien sind bei mir sehr selten. Eher strecke ich dann den Text.

Schlußendlich ist auch eine gute (Sub-Gliederung) wichtig, als auch eine Druck-Funktion. Lange Texte lese ich mir grundsätzlich nur auf Papier ausgedruckt durch.

Beispiele:
"10 Dinge..."

http://www.depressionsblog.com/blog/?p=50

"7 weitere Dinge..."
http://www.depressionsblog.com/blog/?p=51

Und ein Beispiel für eine 3er-Serie:
http://www.depressionsblog.com/blog/?p=77

Was haltet ihr von diesem Kunstgriff?

Gruß,

René Kriest

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