re:publica 2007 Tag 1 - Rückblick

11.04.2007 | Blogging, Blogging Tipps | 0 Kommentare | Print

Ein gelungener langer Tag 1 auf der re:publica 2007 neigt sich dem Ende entgegen. Später als gedacht nehme ich mir nun Zeit für einen kurzen Rückblick auf den Tag und einige Eindrücke.

Gespannt war ich nach Sichtung des umfangreichen Veranstaltungs-Programmes auf den 1. Tag. Bereits beim Einlass wurde deutlich, welche Herausforderung die Organisation eines solchen Besucherinteresses darstellt. Sowohl Organisatoren als auch viele fleißige Helfer aber unternahmen alles für einen reibungslosen Ablauf. Breits an der Stelle ein Lob an die Organisatoren. Lockeres Herangehen und gute Programmtreue gaben dem ersten Tag einen tollen Rahmen.

Nach der Eröffnung im großen Saal der Kalkscheune splitteten sich die Veranstaltungen und Workshops nach dem Mittag auf bis zu 4 parallele Räume auf. Mit der originellen SMS-Wand im großen Saal bieten sich bald witzige Zwischendialoge von Besuchern und Internet-Nutzern, deren Nachrichten Live auf die Wand Kommentarwolken entstehen lassen. Sie sorgen für manchen Lacher und kurzweiligen Unterbrecher der Vortragenden.

Nach einem weniger spannenden Einstieg in die Welt von Gutenberg bis zur Moderne stellt Jan Schmidt einige Mythen der Blogosphäre vor und kommentiert diese. Das Leben im Netz wird ebenso diskutiert wie die RSS-Röhren zum Selberbauen. Partizipatorisches Internet steht ebenso im Fokus wie die Frage nach der Anonymität im Internet. Der Besucher muss Akzente setzen, die Terminüberlappungen machen dies notwendig.

Interessanter als gedacht der Vortrag über Trolle im Internet. Wissenswert ebenso die Diskussion um das Thema: Brauchen wir eine Blog-Etikette?: Erneut angefacht durch die Diskussion aus den USA wird einige Reihe von Regeln debattiert. Die technische Remix-Kultur wird in Generation MashUp aufs Korn genommen. Eine Vielzahl von Fragen werfen die Redner auf. Nicht für alle haben sie immer sofort eine Antwort parat. Die Entwicklung ist mitten im Gange. Sensibilisiert und nachdenklich kann sich der Zuhörer Impulse mitnehmen.

Abschluss bilden zwei späte Vorträge zum Thema Identität Im Netz. Was macht eine mögliche Identität 2.0 aus? Wie sieht heute bereits das persönliche Profil aus, das ohne oder mit unserem Wissen bereits im Netz existiert? Schnell wird im Rahmen der Diskussion deutlich, dass wir alle einen Beitrag dazu leisten können und auch müssen. Geplante Änderungen im Bund sind dafür ebenso Anlass wie die Unzulänglichkeit von bisherigen Lösungen wie OpenID. Gleichzeitig aber legt die Technik den Zahn der Entwicklung vor, ohne dass die Gesellschaft die Diskussion um Werte für kommende Reglungen auch nur annähernd ausreichend geführt hätte.

Fazit

Alles in allem ein gelungener Auftakt. Das unterschiedliche Anspruchs- und Vorkenntnisniveau mag nicht jeden Vortrag im Detail für alle Besucher gleich interessant gestalten. Aber für jeden dürften einige Denkanstöße und wertvolle Impulse dabei gewesen sein. Was ein jeder aus den persönlichen Kontakten am Rand der Veranstaltungen macht, hat jeder selbst in der Hand.

Manuela hatte ihre Kamera dabei und hat ihre Eindrücke bei Flickr für andere Besucher bereitgestellt. Danke dafür und den netten Fach-Talk!

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