re:publica 2007 - ein persönlicher Rückblick

17.04.2007 | Persönlich | 1 Kommentare | Print

Mit etwas Verspätung nehme ich mir die Freiheit für einen persönlichen Rückblick auf die re:publica der letzten Woche. Ein paar Anmerkungen verbunden mit meinen Wünschen für 2008 seien mir gestattet.

Die re:publica 2007 - für mich als Veranstaltung ein Erfolg. Während der Veranstaltung habe ich den direkten Draht der Berichterstattung verloren. Persönliche Kontakte und andere Prioritäten sind mir noch wichtiger. Nichts desto Trotz möchte ich Euch und den Organisatoren noch einige Gedanken festhalten. Zum einen sind diese notwenig (Anerkennung), zum anderen Impuls für die Zukunft.

  • Hervorragende Organisation
    Eine erfolgreiche Konferenz lebt sehr stark durch eine hervorragende Organisation. Ich habe die re:publica Organisation als sehr angenehm und professionell empfunden. Die Kalkscheune bot zum Thema außerdem ein interessantes Flair, das gut zur Zielgruppe passte. Unterschiedliche Locations, Pausen- und Rückzugs- und Diskussionsmöglichkeiten, eine nette Bewirtung und ein großer Saal, der für viele Besucher ein hautnahes Verfolgen der Diskussionen möglich gemacht hat, nicht zu vergessen natürlich das konferenzweite kostenfreie WLAN. Vielen herzlichen Dank in dem Sinne also an die Mannen von Spreeblick und newthinking communications. Toll gemacht!
  • Reale Gesichter zu virtuellen Kontakten
    Ca. 80 Prozent der Anwesenden waren nach Aussagen der Organisatoren Blogger mit eigenem Weblog. Viele Journalisten, Blogbeobachter und andere Blog-Interessenten gesellten sich dazu. Immer wieder interessant finde ich es, virtuelle Kontakte persönlich zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen oder einfach beim Kaffee oder nach dem Workshop fachzusimpeln. Virtuelle Kontakte bekommen ein Gesicht, werden anders greifbar. Überrascht lerne ich auch manches virtuelles Gesicht real mit einer kleinen Überraschung kennen.
  • Die Qual der Wahl
    Bei einem so umfangreich und nahtlos geplanten Kongress-Programm ist Mut zur Lücke einfach angesagt. Einige Veranstaltungen verpasse ich, in einem persönlichen Gespräch vertieft, einen Kontakt knüpfend oder weil parallel stattfindende Workshops einfach zu Entscheidungen zwingen. Manchmal muss man eben einfach Prioritäten setzen.

Feedback & Wünsche für 2008

Nach dem gelungenen Kongress-Auftakt wird es sicher eine Fortsetzung geben. Aus persönlichen Gesprächen und eigenen Beobachtungen habe ich folgende Wünsche und Anmerkungen als hilfreich empfunden. Die drei Punkte beeinflussen sich aber auch stark, und hier liegt ggf. der Erfolgsgarant für die nächste Konferenz.

  • Kontrovers statt Kuschelweich
    Die Diskussion in den Panelen war über weite Strecken eher kuschelweich. Brauchen wir immer Einigkeit und Konsens? Kontroverse Impulse werfen Salz und Pfeffer in die Suppe und bringen Anregungen und Belebung. So sehr in Weblogs diskutiert und gestritten wird, hier habe ich dies als untypisch konsensfreundlich erlebt. Eine Konferenz ist kein Weblog, dennoch steht für mich die Anregung und der Erkenntnisgewinn im Mittelpunkt.
  • Pro-aktiver Blick in die Zukunft
    Pro-aktiv in die Zukunft zu blicken mag ich mehr als nur in der Vergangenheit herumzustochern. Zwar sind Rückblicke auch interessant, dennoch wünsche ich mir mehr handlungsorientierte Ansätze und den Blick nach vorn. Damit erhöht sich gleichzeitig der Nutzen für die Teilnehmer, macht die Veranstaltung noch lebendiger.
  • Spagat zwischen Einsteiger & Fortgeschrittenen
    Beim nächsten re:publicalen Diskurs wünsche ich mir (noch) mehr Tiefgang. Scheint ein Spagat zwischen Einsteiger & Fortgeschrittenen auch schwierig, aber die Blogosphäre existiert ja nicht erst seit gestern. Die Blogger verkraften locker ein Mehr an Wissenszuwachs. Schließlich mag die Konferenz ja keine einführende Informationsveranstaltung bleiben. Technik, Design und praktische Tipps wünsche ich mir ebenso wie handfeste Diskussionen und fachliche Impulse.

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Kommentare und verweisende Trackbacks

zum Beitrag: re:publica 2007 - ein persönlicher Rückblick

Kommentare

1 | PCMasters schreibt am 21.04.2007, 16:47:

Danke für das Feedback, aber umso mehr schmerzt es mich, dass ich zu der re:publica nicht kommen konnte. Die Vorträge waren anscheinend exzellent und ich hoffe ich kann in einigen podcasts einiges nachholen.

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