Welche Anti-Spam-Plugins sind am wirkungsvollsten?
29.08.2007 | Blogging, Blogging Tipps, Movabletype | 22 Kommentare | Print

Wirkungsvolle Spam-Abwehr verlangt nach geeigneten Technologien. Persönliche Erfahrungen aus meinem MT-Alltag trennen die Spreu vom Weizen und halten den Junk-Ordner (weitestgehend) leer.
Spam-Schutz ist beim Bloggen ein Muss. Aber nicht jeden Tag schraube ich an diesen Einstellungen. Standards haben sich bewährt. Ab und an aber kommen auch diese auf den Prüfstand. Nach der letzten Geschichte von Mr. Spam und Mrs. Junk ist einige Zeit ins Land gegangen. Wenn das Pferd tot ist, soll man absteigen. Das MT-Plugin NoHarvester macht vor einigen Wochen Platz für einen Nachfolger. Seitdem ist himmlische Stille eingekehrt.
Have a Good Day?
Nach dem Einbau von NoHarvester sank die Spam- und Serverbelastung spürbar. Doch auch die Methoden der Spamer haben sich weiterentwickelt. Neben den erwünschten Wirkungen stellen aber technische Entwicklungen das Plugin mittlerweile in Frage. Automatische Lösungen trennen nicht zwischen zufälligen Aussperrungen und Missbrauch. Eine Adresse kann recht schnell auf die falsche Blacklist geraten, ein Proxy vermag die Kommentierfreude abrupt beenden. Kommentare durch Leser werden dann schlicht unmöglich. Ein Kundenprojekt dokumentierte mir dies auf markante Art und Weise. Parallel habe ich das Plugin auch hier im Weblog in Betrieb genommen und die Ergebnisse beobachtet.
NoHarvester geht - Comment Challenge kommt
Kurzerhand musste NoHarvester seinen Hut nehmen. Jay Allens Comment Challenge Plugin kam an seiner Stelle zum Einsatz. Nicht mehr so neu, aber außerordentlich wirkungsvoll. Mit der zusätzlichen Authorisierung durch ein Kennwort werden Kommentare identifiziert. Das textbasierte CAPTCHA veineint eine Reihe von Vorteilen. Maschinelle Abfragen der Kommentardatei laufen durch das Plugin weitestegehend ins Leere. Der Zusatz ist einfach und schnell in die Formulare eingebaut. Der Weg über die Kommentarvorschau vereinfacht zudem den Einbau in die Templates.

Schlagartig sank die Anzahl der Junk-Kommentare bis fast auf Null. Nur wenige händische Zeitgenossen kommen beim Spamen noch zum Ziel. Der Großteil des Maschinen-Spams bleibt außen vor. Das Ergebnisprotokoll dokumentiert die fehlgeschlagenen Missbrauchsversuche.
SpamLookUp bleibt bewährte Basis-Absicherung
Natürlich ist nach wie vor beim mir auch das SpamLookUp Plugin im Einsatz. MT Akismet habe ich beim letzten Versionsupdate nicht wieder installiert. Zu wenig spürbar war für mich der wirkliche Nutzen. Die Hauptbelastung entsteht bei MT-Blogs durch den direkte Nutzung der Kommentardatei von außen, weniger durch die eigentlichen Kommentare. Während Akismet bei Wordpress-Blogs zum Standard gehört und ein MUSS ist, hat es SpamLookUp als Plugin keine echte Konkurrenz bieten können.
Comment Challenge hingegen stoppt vielfach den Missbrauch im Vorfeld und reduziert dazu noch die Systembelastung. Natürlich bleiben auch hier einige Angriffe auf anderen Wegen bestehen. Die Server-Auslastung zeigt es deutlich. Das Bild zeigt die Plugin-Einstellungen von Comment Challenge unter MT 3.x.
Fazit
Nicht immer sind automatische Lösungen wirklich der Stein des Weisen. Die hier vorgestellte Kombination von SpamLookUp und CommentChallenge ergänzt sich sehr gut. Die Eingabe eines zusätzlichen Kennwortes ist unkompliziert, gute lesbar und schnell erledigt. Ein tragbarer Kompromiss, mit dem ich selbst beim Kommentieren in letzter Zeit öfter konfrontiert worden bin.
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Kommentare
1 | Manuela schreibt am 29.08.2007, 08:57:
Problematisch bei der Verwendung von SpamLookUp und Akismet ist es außerdem, dass Akismets Entscheidungen grundsätzlich schwerer wiegen. Sagt SpamLookUp »Junk« und Akismet »Ham«, dann ist der Kommentar für gut befunden. Um beide nebeneinander zu nutzen, müsste hier eine Option eingebaut werden.
2 | Jörg schreibt am 29.08.2007, 09:24:
@Manuela: Was mir bei MT-Akismet fehlt, ist die von WP bekannte und erwartete zielsichere Abwehr und erhoffte Verbesserung der Spam-Vorsorge von SpamLookUp. So gesehen ist Comment Challenge sehr viel wirksamer, wenngleich eben durch etwas Mehraufwand beim Kommentieren.
3 | Boris schreibt am 30.08.2007, 08:35:
Ich setze nach wie vor (bei meinem Wordpress) auf die Dreier-Kombination Bad-Behavior, Akismet und Erstkommentarmoderation. Bietet 100 Prozent Sicherheit, dass kein Spam durchkommt.
Wobei Bad Behavior als erste und schärfste Instanz schon rund 98 Prozent der Versuche abfängt und Akismet lediglich einen kleinen Rest zum Futtern überlässt. Die Erstkommentar-Moderation schließt dann die verbleibende Lücke bei Kommentaren, die nach Ansicht der beiden Abwehrsysteme offenkundig kein Spam sind, aber von noch nicht bekannten Lesern/Kommentatoren stammen. Die schalte ich dann kurzfristig frei.
4 | Ausgefallene Geschenke schreibt am 30.08.2007, 15:39:
Akismet arbeitet für die Spam-Analyse wirklich gut. Aber es fehlt tatsächlich die reale Spam-Abwehr. Ich habe schon Blogs gekannt, die durch das massenweise Aufrufen des Kommentarfunktion durch Spam-Bots in die Knie gegangen sind und zeitweilig deaktiviert werden mussten.
5 | Markus schreibt am 31.08.2007, 01:20:
Genau danach habe ich gerade gesucht. Habe vor kurzem auch meinen ersten Blog gestartet und so langsam beginnen auch bei mir die Bots meine unmoderierten Kommentare zu füllen. Ich werde Comment Challenge auf jeden Fall mal ausprobieren.
Bin zum ersten Mal auf diesem Blog und werde noch mal ein bisschen rumstöbern :)
6 | Blogtrainer schreibt am 12.09.2007, 15:08:
Spam Karma 2 ist für mich immer noch erste Wahl. Selbst bei 500 Spams am Tag auf einem meiner Blogs liegt die Fehlerrate im niedrigen Promille-Bereich. Mir fehlt allerdings das Gefühl dafür, wieviel "gutartige" Kommentatoren durch das eingebaute Captcha vom Kommentieren abgehalten werden.
7 | sasasem schreibt am 16.09.2007, 11:43:
Wie ist das überhaupt mit der Spamabwehr? Ich verwende kein MT, sondern Typo, aber eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass Captcha für das Kontaktformular reicht. Ist das mittlerweile auch überholt?
8 | Jan schreibt am 17.09.2007, 11:49:
@sasasem: Was ich an den Captchas nicht mag, ist dass der User eine zusätzliche Eingabe tätigen muss. Diese Bildchen zu entziffern empfinde ich immer als ein kleines Ärgernis. Außerdem sind sie nicht barrierefrei.
Bei meinem Wordpress-Blog setze ich auf die Kombination von Spam Karma 2 und Akismet und bin damit sehr zufrieden, obwohl Akismet manchmal ein paar Fehler macht.
9 | Hans-Martin Aurich schreibt am 23.09.2007, 15:21:
An dieser Stelle einen Hinweis auf folgende Zeilen:
http://www.qxm.de/digitalewelt/20060104-122723/trackback-kommentar-referrer-und-e-mail-spam?com=1
Besonders interessant für mich das unsichtbare Feld, was vom Benutzer nicht, aber von Spamrobots ausgefüllt wird und damit Spam identifizieren hilft.
Gruß Hans-Martin Aurich
10 | Lasse schreibt am 24.09.2007, 21:58:
Ich benutze Spam Karma. Bis jetzt ist noch kein Spam in meinem Blog gelandet. Auch Kommentare mit Links haben meist ein noch ausreichendes Karma.
11 | Nils schreibt am 25.09.2007, 17:01:
Sobald Akismet täglich hunderte Comments rausfiltert, die man dann durchgehen muss, lohnt es sich imo ein Captcha einzubauen..wird sonst einfach zu zeitraubend
12 | Willi schreibt am 08.10.2007, 20:47:
Gibt es eigentlich wirksame Spam-Plugins? Laufend bekomme ich Spam-Kommentar auf diese Seite:
Warum ist das so, dass ich Spam nur immer auf die gleichen Seite erhalte?
lg
Willi
13 | Markus M. schreibt am 26.10.2007, 18:07:
Was mich an Akismet stöhrt ist, dass ich mich bei WP anmelden muss um den Key zu bekommen. Ich bevorzuge PlugIns, die das nicht vorrausetzen.
Markus M.
14 | Michael schreibt am 06.11.2007, 19:08:
Welche Anti-Spam-Scripte sind eigentlich für "normale" Webseiten (kein Blog) besonders geeignet? Ich verwende auf einer Webseite Formulare, die Benutzer bequem ausfüllen können, aber die Spammer-Programme werden immer besser.
Bei meinem kleinen Blog reichte bisher eine Erstkommentarmoderation aus, aber die Spam-Versuche haben zugenommen - die kann ich zeitlich kaum noch bewältigen. Ich will aber mit Spam-Plugins keine Benutzer abschrecken.
Möglich oder ein Spagat?
15 | peet schreibt am 16.11.2007, 04:34:
Bei meinem Wordpress läuft ein Plugin, dass mittels JavaScript ein zusätzliches Feld generiert und automatisch, für den User, der JavaScript aktiviert hat, ausfüllt. Kein Captcha, keine Fragen... seitdem ist Ruhe mit Spam.
16 | Daniel schreibt am 26.12.2007, 15:18:
Naja, ich benutze eigentlich nur Akismet und ein Comment Captcha und das reduziert den Spam erheblich. Bei ca. 100 Spams kommt einer durch.
17 | Ingo schreibt am 28.12.2007, 12:41:
Ich benutze auch Askimet, dass filtert wirklich viel raus. Bei Projekten mit hohem Spam aufkommen greife ich dann auch auf ein captcha Plugin zurück.
18 | Bruno schreibt am 04.01.2008, 15:41:
Ich greife auf das Akismet-PLugin und Kommentarmoderation zurück. Auf meinem Blog muss jeder Kommentar von Hand freigegeben werden. Die Gefahr, dass rechtswidrige Inhalte ihren Weg in mein Blog finden, sind einfach zu hoch. Das Risiko gehe ich nicht ein. Ein Mathematik-Plugin zur Unterbindung von Spam, ähnlich dem Captcha-Bild-Plugin, hatte bei mir nichts gebracht. Die Bots hatten sich trotzdem eingetragen.
19 | Daniel schreibt am 05.02.2008, 16:15:
@ peet
Was ist das denn für ein Plugin?
Ich suche noch nach guten Alternativen, um die ich mich nicht ständig kümmern muss.
20 | Mirko schreibt am 28.02.2008, 22:13:
In meinem Blog habe ich viele Spamversuche. Akismet macht inzwischen zu viel Arbeit, deswegen verwende ich Captcha. Seit Captcha ist in meinem Blog endlich Ruhe, das kann ich auf jeden Fall empfehlen.
21 | Melanie schreibt am 29.03.2008, 23:16:
Ich habe mich bisher auf die Kommentarmoderation verlassen. Ich wollte kein Rechtsrisiko eingehen, aber habe inzwischen bemerkt, dass es doch nicht SO schlimm ist, wie ich früher mal befürchtete. ;)
Die Kommentarmoderation ist zwar sehr effektiv, aber inzwischen viel zu zeitaufwändig. Darum werde ich jetzt Captcha nehmen, das sowieso schon weit verbreitet ist.
22 | Designer schreibt am 27.05.2008, 20:36:
Sehr schöner Artikel. Bin auch gerade dabei mir ein Blog aufzubauen. Sehr hilfreich!
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