Reale Zeit & gefühlte Zeit zum Jahresbeginn 2008
04.02.2008 | Persönlich | 2 Kommentare | Print

Gerade erst war Januar. Schon ist er wieder weg. Mit Blick auf einen viel zu schnell vergangenen Monat stelle ich verwundert fest, dass die gefühlte und reale Zeit zu Beginn 2008 irgendwie bei mir nicht synchron laufen.
Es gibt neben der realen Temperatur eine gefühlte Temperatur. Die Wetterfrösche verkünden diese Botschaft öfter. Humoristisch übertragen sprechen Andere von gefühlter und realer Konfektionsgröße. Was aber hat das für mich mit meinem Zeitgefühl im Januar 2008 zu tun?
Nun? Wenn ich zu Beginn des Monats Februar so in mich hineinhorche, auf den Kalender schaue und an den Januar denke, dann fühle ich mich in diesem Jahr anders als gewohnt. Der Anfang Februar fühlt sich bei mir immer noch an wie Mitte Januar. Woran mag das liegen?
Vielleicht habe ich einfach weniger auf den Kalender geschaut. Oder es ging hektischer zu als gewohnt. Da die Tage im Januar auch 24 Stunden mit all ihren Minuten hatten, kann ich eine Manipulation der Zeit wohl ausschließen.
Fazit:
Mein Zeitgefühl tickt auch abseits der Sommer- und Winterzeitumstellungen ab und an einmal aus dem Takt. Die gefühlte Zeit ist einfach eine andere als die real auf der Uhr gemessene.
Die Indianer pflegen sich in solchen Fällen einfach hinzusetzen und zu warten, bis die Seele nachgekommen ist. Erst dann gehen sie weiter an die täglichen Herausforderungen. Dieser überlieferte Gedanke hat schon etwas für sich, obwohl mir sofort einige Gründe einfallen, warum andere Menschen um mich herum wohl wenig Verständnis für meine Gedanken haben werden.
Eines steht aber wohl fest. Auch die Schreibpause von letzter Woche hat an meinem Zeitgefühl wenig ändern können. Also schreiben wir die Gedanken wieder fort, einfach persönlich.