Good Bye – mein Bauch hat die Nase voll!
13.02.2008 | Persönlich | 11 Kommentare | Print

Diese Woche ist meine letzte Woche DSL / Internet. Der Anschluss ist gekündigt. Ich erwarte die Freigabe meines DSL-Ports. Endlich kann ich die Bauch-Entscheidung umsetzen, die ich bereits vor mehr als einem halben Jahr getroffen habe.
Good Bye 1und1!
Es ist bereits einige Jahre her. 1und1 begann auch DSL-Anschlüsse zu vermarkten. Die Telekom war noch der Meinung, sie kann Ihre stolzen Preise noch lange halten. Der DSL-Massenansturm lies noch auf sich warten. Die Technik war gut, aus heutiger Sicht aber wohl längst austauschwürdig.
Feste Preise wohin man (zurück-)blickt
Ich habe einen nach dem anderen DSL-Tarif kommen und gehen sehen. Die Preise wurden günstiger. Nur nicht für mich. Trotz aller Bemühungen gab es immer nur Sonderkonditionen für Neukunden. Bestandskunden zu bedenken hatte man wohl nicht nötig. Zwei Jahre Vertragsbindung sind eine lange Zeit. Natürlich konnte ich neue Hardware bekommen. Zwei weitere Jahre Vertrag waren der Preis.
Kündigung - Plötzlich fallen die Preise!
Wie aufmerksam rührig die Mitarbeiter von 1und1 aber werden, merkte ich bereits am Tage der Kündigung. Wohlweißlich muss man seine Kündigung über ein mehrstufiges Verfahren autorisieren lassen. Bereit vor der Autorisierung der Kündigung erhielt ich überrascht das erste Angebot zur Preisminderung. Zwei Jahre Vertrag, neue Hardware und 50 Prozent Preisnachlass. Alles zusammen 4 Wochen für mich reserviert zum Nachdenken.
Es kommt mir persönlich vor wie ein Märchen. Jahrelang bewegt sich kein Stück. Alle Alternativen gelten nur für Neukunden. Und innerhalb von 15 Minuten kann ich alles haben. Wahrhaft! Sollte mir das nicht zu denken geben?
DSL-Angst – Gerüchte gehen um
Der Kündigung vorausgegangen waren mehrere Andeutungen, keinesfalls nahtlos und fehlerfrei den Übergang erleben zu können. Der DSL-Port ist fest in der Hand des Providers. Einblicke für Andere sind blockiert. Eine Freigabe hängt viel vom »Good Will« ab. Es kann schließlich dauern, bis ein anderer Provider alle Formalitäten abgearbeitet und einen Anschluss neu eingerichtet hat.
Ihr hattet eine wirklich faire Chance!
Nach reiflicher Überlegung habe ich bis heute gewartet. Mein Provider gibt den Anschluss keinen Tag zeitiger frei. Erst am Wochenende ist es soweit. Auch die offenbar maximal 48 Stunden Zeitfrist bis zur Portfreigabe will man einhalten. Auf eigenen Wunsch kann ich trotz bezahlter Rechnung keinen Tag zeitiger die Freigabe erhalten.
Unmöglich!
Hatte ich das in einem ähnlichen Zusammenhang nicht schon mal gehört?
Wiederholt versuchen mich Mitarbeiter dazu zu bewegen, die Kündigung zurückzunehmen. Mittlerweile darf ich sogar meinen gesamten Telefonanschluss mitbringen und komplett von ihnen verwalten lassen.
Nun habe ich bis hierher und so lange gewartet. Nun schocken mich auch einige Tage Wechsel nicht. Eine Ersatzlösung wird gefunden. Ein paar Tage ohne Bloggen werde ich überstehen. Viel wichtiger für mich ist der Fakt, dass ich mich selten so verschaukelt gesehen habe wie in diesem Fall. Auch das Ansinnen, den Leuten eine Chance zur Wiedergutmachung zu geben, kann mich nicht umstimmen.
Warum sollte ich mir das überlegen?
Damit ich Morgen wieder vor eine ähnliche Situation gestellt werde?
Never!
Blick nach vorn
Auf meinen Bauch habe ich mich bisher noch immer verlassen können.
Verschiedene Menschen haben mir seit meinem Entschluss versucht, Brücken zu bauen, Unwägbarkeiten auszuräumen. Dennoch fehlen Flexibilität im Umgang mit den DSL-Ports, deren Handhabung sich wenig kundenfreundlich gestaltet. Ich wäre der erste Kunde, bei dem eine Wechsel in der Tat reibungslos gestaltet.
Wenig tröstliche Worte, die ich da zu hören bekomme.
Sei es drum. Den Weg zurück habe ich mir verbaut.
Für wertvolle Tipps oder Hinweise zur Überbrückung der Situation bin ich Euch sehr dankbar. Sollte es in den nächsten Tagen also ohne Vorwarnung kein Lebenszeichen von mir geben, denn bin ich zwischen den Fronten auf der Jagd nach DSL.
Drückt mir die Daumen in der Hoffnung auf eine möglichst kleine Weblog-Pause.