nofollow - Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat Zwei
19.05.2009 | Google, Persönlich | 41 Kommentare | Print
Auf einfach-persoenlich.de ist die nofollow-freie Weblog-Zeit zu Ende gegangen. Google hat mit seinem nofollow-Attribut wieder einmal gewonnen. Dank an alle "Freunde", die mit Ihrer offensiven Kommunikationskultur die Grundlage dafür gelegt haben. Nofollow me, heißt es in Zukunft!
Vor alter grauer Vorzeit habe es solcherlei Probleme nicht. Ältere (Stamm-)Leser werden sich erinnern. Nofollow war ein noch ein Fremdwort, doch für manch Leser mag sich dies bis heute nicht verändert haben. Der Thematik nofollow will ich heute ein letztes Beitrag auf diesen Seiten widmen. Ihr erinnert Euch?
Google hatte im Januar 2005 das nofollow-Attribut aus der Taufe gehoben. Feierlich wurde mit erheblich viel Tam-Tam die entscheidende Waffe gegen Kommentar-Spamer geschaffen. Ein Sturm der Entrüstung ging daraufhin durch die Bloggerwelt. Von nicht allen verstanden polarisierte das Thema die Meinungen. In regelmäßigen Abständen hatte ich hier im Weblog zum Stand und den Resultaten berichtet.
Vor einigen Tagen nun, reichlich 4 Jahre nach Einführung der Super-Abwehrwaffe, ziehe ich unter das Kapitel nofollow auf meinem Weblog einen Schlussstrich. Die von mir damals ausgerufene nofollow-freie Zone ist Geschichte. Ab sofort werde ich alle Kommentar- und Trackback-Links auf meinem Blog mit einer Weiterleitung ausstatten (bzw. diese ganz entfernen).
Schade, leider. Für eine solche Kehrtwende gibt es nur einen Grund - das gängige Kommentar- und Missbrauchsverhalten der Blog-Besucher. Bereits vor meiner Schreibpause habe ich alle Facetten der Kommentar- oder besser Link-Beschaffer kennenlernen können. Mehr oder minder alle Keyword-Bereiche sind dabei vertreten gewesen. Während sich die einen jede Menge Mühe gaben, Ihr Anliegen zu tarnen, waren andere sehr dreist unterwegs. Fast alle Kommentare der letzten Monate haben so ihren Autorenlink schneller verloren, als er mitunter eingetragen war.
Spätestens seit dem Blogger-Boom in Deutschland sind SEOs offenbar überall. Und es hat sich sehr schnell herumgesprochen, wo man Links bekommen kann, die nicht mit dem unschönen nofollow-Attribut gekennzeichnet sind.
Persönlich leid tut es mir für alle die Besucher, die nicht in o.g. Besuchergruppe einzuordnen sind und sich mit Engagement und guten Ideen Ihren Beitrag zu einer lebendigen Diskussionskultur geliefert haben. Auf das mit der Zeit sich andere Perspektiven ergeben.
Der Krug geht zu Wasser bis er bricht. - Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat Zwei.